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 Betonoberflächen selbstgemacht

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BeitragThema: Betonoberflächen selbstgemacht   Di Feb 12, 2008 10:31 am

Anmerkung zu Beginn: Ich beschreibe hier, wie man einfach und schnell Betonoberflächen für seine Modelle herstellt. Ich weiß nicht, ob die Rubrik richtig ist, denn eigentlich gilt die Anleitung für jeden Modelltyp. Im Bereich "Dioramenbau" gibt es aber (noch) keine Rubrik mit Bauanleitungen. Jürgen, fallsder Bericht hier falsch ist, dann einfach verschieben, am liebsten halt in den Bereich ->Dioramenbau -> Bauanleitungen

Gruß vom Uwe
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BeitragThema: Betonoberflächen selbstgemacht   Di Feb 12, 2008 10:39 am

Diesen Bericht habe ich schon an anderer Stelle veröffentlicht, ich hoffe, dass stört nicht.


Wohin bloß mit den fertig gebauten Flugzeugen? Wo parkt man seine Panzer? Wo ruht der Kartonmodellbauer, wenn er das nächste Projekt plant? Fragen, auf die es eine Antwort gibt: Beton!
Ich beschreibe Euch nun mal, wie man schnell und einfach sehr realistische Betonoberflächen herstellt, ohne auch nur einen Zementsack dafür zu bewegen. Es geht los:
Die Materialien:
  • Einen Hammer
  • ein Lineal
  • Vogelsand (nicht zu fein bitte)
  • Pastellkreiden (am besten Graukreiden)
  • einen Bleistift Härte HB (nicht zu spitz!!!)
  • eine dickere Rillnadel
  • und natürlich Graupappe.


Die von mir verwendete Graupappe war Verpackungsmaterial und hat eine Stärke von gut 4 mm.
Die Grundfarbe kommt der von Beton schon recht nahe, zudem wirken die Verunreinigungen in der Oberfläche wie extra dafür geschaffen.

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BeitragThema: Betonoberflächen selbstgemacht   Di Feb 12, 2008 10:40 am

Als erstes wird die Pappe auf die gewünschte Größe zugeschnitten, da muss jeder für sich und sein Projekt je nach Bedarf entscheiden. Die Fläche wird danach in ein Raster eingeteilt, der Maßstab des Modells legt dabei die Größe der Rechtecke der Betonplatten fest. Die hier zu sehenden Rechtecke haben die Maße 9 cm mal 12 cm. Die Bleistiftlinien werden mit kräftigem Druck entlang des Lineals aufgezeichnet, dabei mehrmals über die Linien fahren. ACHTUNG: Der Bleistift (Härte HB) darf nicht zu spitz sein, er bricht sofort weg. Die Graupappe darf durch den Druck ruhig verletzt werden, diesen Effekt werde ich später noch verstärken. Am Ende sollen die Linien ein kräftiges Schwarz aufweisen.

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BeitragThema: Betonoberflächen selbstgemacht   Di Feb 12, 2008 10:41 am

So sieht meine Platte nach Fertigstellung des Rasters aus. Die Größe des verwendeten Maßstabs gibt die Größe und „Grobheit“ der Betonplatten vor. Je größer die Platten, umso feiner die Details, die man einarbeiten muss.

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BeitragThema: Betonoberflächen selbstgemacht   Di Feb 12, 2008 10:42 am

Ab jetzt darf rumgesaut werden! Mit dem Finger (bzw. mit verschiedenen Fingern) wird unter kräftigem Druck der Bleistiftstrich verrieben, immer in Längsrichtung, gelegentlich auch mal quer aber behutsam dabei.

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BeitragThema: Betonoberflächen selbstgemacht   Di Feb 12, 2008 10:42 am

Nach dem Verreiben sieht die Platte so aus. Da hat die Erosion wohl schon ihre Wirkung getan.

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BeitragThema: Betonoberflächen selbstgemacht   Di Feb 12, 2008 10:43 am

Nach dem Verreiben sehen die Finger so aus. Da hat die Erosion wohl auch ihre Wirkung gezeigt. Bitte nicht zu kräftig reiben, die Finger werden warm dabei!

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BeitragThema: Betonoberflächen selbstgemacht   Di Feb 12, 2008 10:44 am

Nach dem Einsatz von Wasser und Seife folgt der Einsatz der dicken Rillnadel. Diese wird so feste über die Pappe geführt, dass die zuvor gezeichneten Linien regelrecht „versenkt“ werden. Es bilden sich die Stoßkanten der Betonplatten.

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BeitragThema: Betonoberflächen selbstgemacht   Di Feb 12, 2008 10:45 am

Diese Nahaufnahme zeigt schon einige zusätzlich eingezeichnete Details: Kleine Risse werden mit einem diesmal seht spitzen Bleistift eingefügt. Dabei aber nicht übertreiben, sonst wirkt’s unrealistisch.

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BeitragThema: Betonoberflächen selbstgemacht   Di Feb 12, 2008 10:45 am

Wer privat zu wenig Bewegung hat, wird den nächsten Arbeitsschritt mögen: Männer, holt den Hammer raus! Hier habe ich nach Belieben Vogelsand auf die einzelnen Flächen gestreut. Bitte beachten: Der Sand sollte eine deutliche Körnung haben, sonst tritt die gewünschte Wirkung nicht ein.

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BeitragThema: Betonoberflächen selbstgemacht   Di Feb 12, 2008 10:47 am

Jetzt geht’s los: Unter kräftigen, parallel geführten Schlägen den Vogelsand in die Pappoberfläche eintreiben. Darauf achten, dass der Hammerkopf nicht verkantet auf die Oberfläche trifft, ansonsten drückt sich dessen Form deutlich ab, das sieht nicht gut aus. Nach erfolgreichem Hämmern den Sand zurück in den Käfig oder in die Wiese fegen.

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BeitragThema: Betonoberflächen selbstgemacht   Di Feb 12, 2008 10:47 am

So sollte das nun aussehen. Die Graupappe hat deutliche Narben bekommen, Anzeichen zukünftiger Verwitterung. Eis und Schnee haben ihre Spuren hinterlassen.

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BeitragThema: Betonoberflächen selbstgemacht   Di Feb 12, 2008 10:48 am

Ab jetzt darf wieder geschmiert werden. Zum Einsatz kommt die Pastellkreide. Die Kreide wird unter leichtem Druck parallel zu den Linien über die einzelnen „Betonplatten“ geführt. An den erhabenen Stellen bleibt dabei mehr Kreide hängen, als in den Vertiefungen.

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BeitragThema: Betonoberflächen selbstgemacht   Di Feb 12, 2008 10:49 am

Mit einem Borstenpinsel wird die Kreide nun unter etwas Druck in die Oberfläche eingerieben, anschließend je nach Bedarf nochmals die Kreide über die Oberfläche führen. Die Grundfarbe der Pappe sollte nun deutlich gebrochen sein. Die verwendeten Graukreiden können unterschiedliche Farbtöne haben, da entscheidet der persönliche Geschmack. Nur „bunt“ sollte es nicht aussehen. Am Schluss die überschüssige Kreide fortblasen.

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BeitragThema: Betonoberflächen selbstgemacht   Di Feb 12, 2008 10:50 am

Detailarbeiten: Den Bleistift nun sehr stark spitzen. Mit bewusst unruhig geführter Hand alle Linien mit etwas Druck nachziehen. Im Maßstab 1:33/1:25 sollten deutliche Risskanten zu sehen sein. Die Bleistiftspitze darf beim zeichnen ruhig ins Papier einbrechen.

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