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 NINA, PINTA, SANTA MARIA Die Kolumbusflotte - Revell 1/90

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Albrecht
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BeitragThema: NINA, PINTA, SANTA MARIA Die Kolumbusflotte - Revell 1/90   Mo 6 Okt 2014 - 16:06

NINA, PINTA, SANTA MARIA Die Kolumbusflotte von Revell in 1/90

Am Sonntag ist es mal wieder soweit. Zum 522 mal jährt sich der 12 Oktober,
der Tag, an dem Christoph Kolumbus seinen Fuß auf die „neue Welt“ gesetzt hat.
Wie das meiste zu diesem Thema liegt vielen im Dunkeln und es gibt zu vielen Details
keine hundertprozentigen Belege.
Ganz sicher auf welcher der kleinen Inseln es war, ist man selbst heute nicht.
Wie auch, Kolumbus hatte keinen Atlas in dem er hätte nachschlagen können wo man denn gerade ist.
GPS lag auch noch weit in der Zukunft. Aber auf jeden Fall war es eine der vielen kleinen Bahamainseln.

Um über die drei Plastikmodelle von Revell zu berichten, werde ich immer wieder auf die Originale, spätere Nachbauten
und die Modelle eingehen.
Der Bericht gibt eine Mischung aus diesen drei Themen und ist vielleicht für den ein oder anderen interessant,
auch wenn die Masse der Mitglieder hier im Forum lieber Karton schnippelt (ich manchmal auch).
Ich versuche auch nicht zu tief in die Historie einzudringen da ich niemanden langweilen möchte.
Bilder zu Originalen, Nachbauten usw., kann ich nicht einstellen da das berühmte Copyright hier Probleme bereitet.
Es gibt also nur Bilder bei denen ich ein OK habe oder die mir gehören.


Hier ein Bild meiner gerade fertiggestellten Nina in 1/90 von Revell:



über die Modelle:
Schiffsmodelle der Kolumbusflotte gibt es ohne Ende. Über Holzmodelle von Mamoli, Sergal etc., zu Kartonmodellen
von Shipyard z.B., bis hin zu den Plastikherstellern wie Zvezda, Heller oder Revell.
Eins dürften fast alle gemeinsam haben: Sie geben die drei Kolumbusschiffe nicht korrekt wieder.

Die beiden am häufigsten gebauten Modelle der Kolumbusschiffe in Plastik, dürften die 3 Heller Modelle in 1/72
und die Revell Modelle in 1/90 sein.
Die Heller Schiffe hatte ich um 1992 schon mal gebaut. Sie wirken auf mich aber in ihrer Art sehr schlicht und leer.
Holzmaserung ist vorhanden aber irgendwie ist alles an den Modellen lieblos. (meine subjektive Meinung)
Das die Heller Modelle in der Regel bei Plastikmodellbauern favorisiert werden liegt daran,
das es sie seit Jahrzehnten ununterbrochen zu kaufen gibt und das viele Käufer auf den Maßstab 1/72 anspringen.
Wie oft habe ich in den letzten 30 Jahren Modellbauer gehört, die um die Hellers Kolumbus Flotte ein Diorama
bauen wollten und noch vor Baubeginn gleich nach entsprechenden Figuren sämtliche Foren mit Fragen unsicher machten.
In keinem Fall!! habe ich erlebt dass so ein Diorama wirklich umgesetzt wurde.
Die Leute haben beim bauen die Lust verloren und ein Diorama zu bauen,
bei dem man Figuren im Vorfeld umbauen musste war eh zuviel Arbeit.
Hört mancher vielleicht nicht gern, ist aber so. Außerdem finde ich es seltsam wenn man Modelle nach dem Maßstab kauft.
Das mag bei Flugzeug oder Militärmodellen in Ordnung sein, aber nicht bei Segelschiffen???.
Soviel zu den drei Heller Plastikmodellen der Nina, Pinta, Santa Maria.

Es gibt einen deutschen Modellbauer der mit Figuren in 1/72  und Zvezda Booten den Moment des Landgangs
der Spanier (ohne Schiffe) im Diorama festgehalten hat. Ein supergeiles Kleindiorama das auch auf der
Inspiration Modellbau in Mainz zu sehen war.

Jetzt zu den  Revellmodellen in 1/90
Die Santa Maria ist ein Plastikmodell Urgestein. Sozusagen die Urmutter aller Plastikmodellsegelschiffe.
Auf den Kit werde ich später im Bericht wenn es zur Santa Maria kommt noch mal ausführlicher eingehen.
Dazu gibt’s doch mehr zu sagen als man denkt.

1992 kam das Jubiläumsjahr „500 Jahre Entdeckung Amerikas durch Kolumbus“.
Revell hat für diesen Termin zu seiner bereits vorhandenen Santa Maria eine Nina und Pinta in etwa
ähnlichem Maßstab herausgebracht. Die beiden Modelle (Pinta/Nina) waren für die damalige Zeit auf dem Stand der Technik,
hatten schöne Details und eine akzeptable Holzstruktur. Es gab die Modelle einzeln oder als Großpackung alle drei zusammen.
In der Großpackung war zumindest auf dem deutschen Markt ein Satz Figuren, Spanier und Indianer der Firma Preiser enthalten.
Diese Figuren,  gibt es bemalt, heute immer noch von Preiser zu kaufen, aber zu einem Preis das man sich erst mal setzen muss.
In der Großpackung waren sie weiß und mussten erst noch bemalt werden.
Sollte jemand diese Figuren noch besitzen: es werden teilweise ganz nette Preise für die Winzlinge geboten.
Das Revell die Nina und Pinta nur zu dem 500 jährigen Jubiläum produziert und dann nur abverkauft hat,
kann ich nicht nachvollziehen. Bis heute sind keine Nachauflagen erfolgt und man kann beide Modelle nur gebraucht erstehen.
Hier mal ein Verpackungscover der Nina. Das mit gelben Band ist das Cover für den US Markt, das andere für Europa.





Da Modellbauer sonst immer mit der Santa Maria anfangen und dann ist irgendwann die Luft raus,
fange ich mit dem scheinbar kleinsten Modell der Flotte an und möchte euch meine Nina vorstellen:
Nina bedeutet übersetzt soviel wie „die kleine“, „jung“ oder „das Mädchen“.
Allein durch diesen Namen geht jeder davon aus dass die Nina das kleinste Schiff der Flotte war.
Was aber bis heute nicht bewiesen ist. Ursprünglich hieß die Nina  „Santa Clara“. Ihr Eigner hatte den Nachnamen Nino,
vielleicht daher ein Wortspiel Nina/Nino. Kapitän war Vincenze Yanez Pinzon.
Sein Bruder war Kapitän auf der Pinta. Nach allem was man aus den Tagebüchern weiß,
zwei Schlitzohren denen man nicht trauen konnte.

Bei einer Rumpflänge von nur ca. 20 -24 Meter fällt es heutzutage schwer die Nina als Schiff zu bezeichnen.
Vom Typ her ist die Nina eine Carabela latina. Also eine Lateinergetakelte Karavelle.
Als Gegenstück gibt es die Carabela Redonda eine Quersegel Karavelle.
In der Art wie Pinta getakelt wird.

Als wir Kinder waren bekam man unter dem Begriff Karavelle in der Regel Schiffe auf Zeichnungen zu sehen
die ein sehr hohes Vorder- und Achterkastel besaßen und auch sonst insgesamt wuchtig gebaut waren.
Eigentlich das was man heute als Karacke bezeichnet. Das Bindeglied zwischen Karavelle und Galeone.
Das uns damals vermittelte Bild von Karavellen ist vollkommen falsch.
Der Typ Karavelle ist in seiner Form ein Schiffstyp wie die hier gezeigten Nina und Pinta.
Viel kleiner und zierlicher. Eigentlich mehr Boot als Schiff.
Selbst heute sind die meisten Modellbauer überfordert Karavelle, Karacke, Nao, Nef, Holk, Kogge, Urka
und andere Schiffe dieser Epoche zu beschreiben und zu unterscheiden.

Es war wohl möglich Karavellen mit Bordmitteln von Lateinergetakelt zu Quersegel getakelt umzurüsten um
bei Fahrten der Küste Afrikas hinunter und auch wieder zurück die Windverhältnisse besser ausnutzen zu können.
Da eine Lateinertakelung viel härter am Wind segeln kann. Hierzu wurden bei den Schiffen nicht nur Rahen getauscht
sondern auch die Masten versetzt. (Quelle:  Time Life Serie Die Seefahrer, Band Die Entdecker)

Das Revell Modell der Nina kommt optisch einer Karavelle sehr nah.
Natürlich gibt es beim Kit einige Fehler bei den Details was aber auch darauf zurückzuführen ist
das es immer wieder zu neuen Sacherkenntnissen kommt die in die Plastikform von 1992 nicht mehr einfließen können.
Denn größten Patzer hat Revell beim Vordersteven der Nina produziert.
Die schöne Kuhle  nach oben ist keine Verzierung sondern ein ganz wichtiges Teil einer Karavelle.  
In dieser Aussparung ruht am Bug die Rah des Großsegels wenn es heruntergelassen worden ist.
Die Großrah ist länger als das ganze Schiff und wurde wie um 1500 üblich noch zu Deck abgelassen und das Segel dabei geborgen.
Leider ist die Kuhle völlig verkehrt wiedergegeben, sie müsste um 90 Grad gedreht seitlich am Vordersteven
angebracht sein so das die Rah darin zum liegen kommen kann.
Hier hat man bei Revell das Prinzip nicht verstanden und auch nicht genug Fachwissen gehabt.
Schade, schlecht recherchiert!
Wenn eine Karavelle zur Quersegel Karavelle umgetakelt wurde ist diese Kuhle zur Halterung des Bugspriets geworden.





Der Kit wurde von mir weitgehend straight of Box gebaut. Einige Änderungen habe ich dann aber doch vorgenommen.  
Fangen wir am Bug an: Das Lager der Rah habe ich so belassen um immer was zum meckern zu haben.
Dass Mittelteil des Hauptdecks ist ein Wechselteil zum Hauptdeck der Pinta das die gleichen Abmessungen,
aber andere Maststellungen hat. Hier sieht man deutlich unterschiedliche Holzstruktur und die Naht ist sehr
schwer zu kaschieren ohne mit schleifen die Oberfläche zu zerstören. Ergo habe ich vorne einen Eimer mit Tau
über die Nahtstelle gestellt und seitlich an Deck eine Reservespiere festgezurrt.
Die Spiere ist ein Teil aus der Restekiste und kein Zubehör des Kits.







Die beiden, nennen wir sie mal Geschütze, habe ich nicht ausgefahren dargestellt da es nicht schön ausgesehen hätte.
Also wurden sie an Deck festgezurrt. Eins offen zur Ansicht, das zweite unter einer Plane abgedeckt.
Die Plane ist ein Stück Toilettenpapier das mit Weißleim bepinselt in seine Form gebracht wurde und dann mit mehreren Farben trockengemalt wurde.
Das Beiboot sollte laut Revell vorn direkt hinter dem Spill quer auf dem Hauptdeck aufgestellt werden.
Dadurch wäre aber der Zugang zum Spill und den Bugbereich nicht mehr möglich.
Eine Aufstellung die ich mir so nicht vorstellen kann. Als einziger logischer Platz blieb nur parallel zur Schiffsachse
zwischen Großmast und Achterdeck. Dort habe ich vier Augbolzen eingeklebt und das ganze festgezurrt.
Augbolzen kamen noch mehrfach auf dem Deck zum Einsatz um Taue umzulenken oder festzubinden.

Der mittlere Mast der Nina setzt sich im Modell nur aufs Achterdeck. Was natürlich Blödsinn ist,
wie soll der Mast seinen Belastungen standhalten. Mit Rundmaterial habe ich diesen, ein Deck tiefer,
da für den Betrachter sichtbar, verlängert. Dummerweise hat Revell hier eine große Luke angegossen.
Da aber beide Lukendeckel nach außen zu öffnen sind ist es kein Problem sich einen Ausschnitt im
Lukendeckel für den Mast vorzustellen. Also technisch im möglichen Bereich.
Das Achterdeck hat nach vorn einen Abschluss durch eine Reling bekommen.
Die wurde aus Resteteilen von meinen Holzmodellen zusammengestellt.
Ich kann mir nicht vorstellen dass hier kein Abschluss zum tiefer liegenden Hauptdeck gewesen sein soll.







Die vier Drehbrassen auf dem Achterdeck sind ganz niedlich aber dort können sie nicht gestanden haben.
Das stehende Gut der Masten behindert die Bedienung. Wahrscheinlicher Platz ist eher auf der Reling
vor dem Hauptmast und seitlich vor den beiden Leitern zum Achterdeck.
Der dunkelbraune Plastikrumpf wurde von mir in einem rotbraun grundlackiert und dann
mit mehreren Washings in dunkelbraun und trockenmalen mit sandfarben zu seiner jetzigen Farbe gebracht.
Als Unterwasseranstrich habe ich weiß gewählt um einen Schutz aus Bleiweiß anzudeuten.
Dieser ist im Original aber wesentlich trüber als das von mir benutzte weiß.
Hier gehen die Farben von gelblich weiß bis grauweiß.



Alle Plastikblöcke etc. wurden durch Holzblöcke ersetzt und die Rahen über Racks gefiert.
Rackscheiben habe ich mir bei Steingräber gekauft, die Kugeln sind aus der Perlenstickerei.
Hier bekommt man alle nötigen Größen und Farben.
Die Segel aus Plastik habe ich durch Leinensegel ersetzt.
Der Stoff wurde mit Kaffee gefärbt die Kanten dann mit Textilkleber eingeschlagen und ein Liecktau von Hand mit eingenäht.
Die angedeuteten Stoffbahnen sind mit Blei aufgemalt. Dann wurden frei von Hand die beiden Kreuze auf die Segel aufgemalt.
Erst mal mit Bleistift den Umriss, dann mit pinsel und Rot das Kreuz ausgefüllt.
Da die Farbe durch den Stoff durchdringt wurde das Kreuz von beiden Seiten aufgemalt.







Zu dem Kreuz auf den Segeln der Kolumbusschiffe folgendes:
Die von mir benutzte Form nennt sich Kleeblattkreuz.
Dieses und das Ringkreuz bei dem die Außenseiten der vier Ausleger rund dargestellt
werden sind die einzigen historisch korrekten Kreuze für spanische Schiffe dieser Epoche.
Es gibt auch genaue Richtlinien an welchen Segeln welches Kreuz bzw. wie viele Segel mit Kreuz gefahren werden durften.
Eiserne deutsche Kreuze oder Malteserkreuze und sonst irgendwelche Phantasiekreuze  haben dort nichts zu suchen.
Kein Witz, so was wird dem Verbraucher wirklich angeboten.
Genau so ein abstruses Wirrwarr gibt es bei den Fahnen und Flaggen.
Was im Kit dabei ist kann man getrost in die Tonne kloppen.





In einem Grafikprogramm habe ich mir die entsprechenden Fahnen hergestellt.
Die Rot/weißen am Mast zeigen die Königsflagge Spaniens, zusammengesetzt
auf dem Turm von Kastilien und dem Löwen von Leon. Wobei ein gemeinsames Spanien erst unter Johanna
der Tochter von Ferdinand und Isabella wirklich entstand.
Die drei Flammen (hängende Wimpel mit zwei Enden) zeigen die gleichen Motive.
Die Flagge am mittleren Mast enthält die Anfangsbuchstaben F für Fernando von Aragon und Y für Ysabel de Castilla.
Diese Flagge steht im Prinzip für die beiden Geldgeber der Expedition,
während die drei Schiffe nur dem Königreich Kastillien gehörten.
Ganz schön kompliziert.
Jetzt ist die Nina aber fertig und demnächst ist auf diesem Bildschirm die Pinta dran.

Also dranbleiben!
Fortsetzung folgt.

Gruß Albrecht
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BeitragThema: Re: NINA, PINTA, SANTA MARIA Die Kolumbusflotte - Revell 1/90   Mo 6 Okt 2014 - 16:45

Hallo Albrecht

Daumen Daumen Daumen zwei

Da beginnt alles zu kribbeln wenn man solch schönes Modell zu sehen bekommt echt Klasse

Ich stehe aber nach wie vor immer noch auf Kartonmodelle die sehen irgent wie immer einen Tik echter aus
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Millpet
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BeitragThema: Re: NINA, PINTA, SANTA MARIA Die Kolumbusflotte - Revell 1/90   Mo 6 Okt 2014 - 18:11

Hallo Albrecht
Das ist wieder ein echtes Highlight hier im Forum. Natürlich wieder von Dir gebaut. Mich begeistern diese Schiffe immer noch sehr vor allem wenn sie von Dir gebaut sind.

Grüße
Peter
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BeitragThema: Re: NINA, PINTA, SANTA MARIA Die Kolumbusflotte - Revell 1/90   Mo 6 Okt 2014 - 19:14

Hallo Albrecht

Da bleibt mir fast die Spucke weg, das sieht unglaublich  super  aus.
Kann mich an den vielen Details gar nicht satt sehen, Takelage ist absolutes Neuland
und für mich sieht deine Takelage mit den sorgfältig verarbeiteten "Seilen" einfach Hammermässig aus.  Großer Applaus  Großer Applaus

Gruss Markus
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BeitragThema: Re: NINA, PINTA, SANTA MARIA Die Kolumbusflotte - Revell 1/90   Mo 6 Okt 2014 - 19:20

Hallo Albrecht,
auch meine Bewunderung hast Du, ganz große Klasse.

Gruß Kurt
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BeitragThema: Re: NINA, PINTA, SANTA MARIA Die Kolumbusflotte - Revell 1/90   Mo 6 Okt 2014 - 20:27

Hallo Albrecht,

das ist ganz große Klasse. Prima Bericht mit tollen Informationen. Und dann ein, so finde ich, wunderschönes Modell.
Ja, ich liebe diese Segelschiffe - und Du baust sie großartig!
Ich habe auch schon welche gebaut aber die sind bei weitem nicht so toll.

Freue mich immer wieder über so tolle Segelschiffe.

Grüße

XEDOS
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Willi17
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BeitragThema: Re: NINA, PINTA, SANTA MARIA Die Kolumbusflotte - Revell 1/90   Di 7 Okt 2014 - 6:27

Hallo Albrecht,

toll gebautes Segelschiff und tolle Bilder.
Das hintergrund Wissen auch sehr interessant.
Hast Du dafür extra recherchiert, um so Original wie möglich zu sein?

Gruß
Wilfried
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Albrecht
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BeitragThema: Re: NINA, PINTA, SANTA MARIA Die Kolumbusflotte - Revell 1/90   Di 7 Okt 2014 - 13:32

Hallo zusammen, es freut mich wenn euch mein Modell der Nina gefällt. Im Moment bin ich bereits
mit Pinta und Santa M. zugange. Die Takelung bei beiden ist eigentlich nicht so aufwendig, braucht aber doch eine Menge Zeit. Auch muss ich noch alle Segel fertigen.
Na auf jeden Fall werden die drei dieses Jahr noch fertig. Als vierten Teil des Berichts gibt's dann noch einen Bonus. Hoffe er gelingt mir. Wenn nicht zeige, auf jeden Fall die Reste in der Tonne, die ich dann klein getreten habe.
Dann muss ich unbedingt zu meinem Kartonmodell der Belfast zurück und dort weitermachen. Ist ja schon peinlich wie lang ich mich da rumdrücke No Evil or Very Mad Sad

@ Willi17:
Hallo Wilfried, zu deiner Frage folgendes. Wenn ich ein z.B. historisches Segelschiff baue, besorge ich mir in der Regel im Vorfeld alles an Literatur was ich für nötig halte. Im Web suche ich nach Bildmaterial, Plänen, Fotos etc. Ich baue normalerweise nicht einfach das Modell sondern befasse mich intensiv mit der Geschichte Drumherum. Dabei sind mir Informationen, ich nenne sie mal Geschichten in der Geschichte viel wichtiger als das was man in Geschichtsbüchern findet.
Da steht z.B zu Kolumbus erster Reise nur das, was man als Eckinformationen braucht: 12 Oktober 1492 Entdeckung von Amerika und ein paar Infos außen rum. Das ist mir zu wenig. Selbst bei Wickipedia heißt es die Santa Maria war eine Karacke. Falsch! es war vom Schiffstyp eine Nao. Da liegen welten dazwischen.
Besser recherchieren dann passiert so was nicht. Gerade Wickipedia auf das weltweit Leute zugreifen, die bekommen an dieser Stelle eine falsche Information. Und das ist noch eine harmlose Stelle.

Auch wird bei der ersten Reise in Geschichtsbüchern erwähnt das es einen Zwischenstop auf der Kanareninsel Gomera gab. Auch so nicht korrekt. Richtig wäre: Auf der Fahrt von Palos nach den Azoren hatte die Pinta Probleme mit dem Ruder. Es wurde (laut Tagebüchern des Kolumbus) vermutet das ihr Kapitän hier manipuliert hat um die Reise nicht mitmachen zu müssen. Die Pinta lief nach Cran Canaria, Nina und Santa Maria fuhren weiter nach Gomera. Pinzon der Kapitän der Pinta drückte sich fast drei Wochen auf Cran Canaria herum und letztendlich fuhr Kolumbus von Gomera nochmal zurück um das verlorene Schaf wieder einzusammeln. Alles Informationen die man nicht bekommt wenn man nur Geschichte nach Zahlen in Büchern verfolgt.

Das Thema Bücher ist in Deutschland eh ein Problem. Scheinbar haben die Menschen hier oft keine Lust zu lesen. Wenn ich sehe was im Ausland für Fachliteratur speziell zu historischen Schiffen angeboten wird, kann ich Franzosen und Engländer nur beneiden. Am Geld kann es bei uns nicht liegen. Der Deutsche jammert doch auf hohem Niveau.
Aber egal wie, wenn ich möglichst viele Quellen zur Geschichte und auch zum Schiff das ich bauen möchte zusammen habe fange ich an. Da ich selbst über eine umfangreiche Bibliothek verfüge und Geschichte schon immer ein Hobby von mir ist, fällt es mir dann leichter auf die Details am Modell und den Hintergründen einzugehen. So erfährt man dann auch solche Dinge wie die Art der Kreuze auf den Segeln und die korrekten Flaggen.
Gruß Albrecht
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BeitragThema: Re: NINA, PINTA, SANTA MARIA Die Kolumbusflotte - Revell 1/90   Sa 11 Okt 2014 - 17:58

Hallo Albrecht,

den Modellständer finde ich sehr gelungen.

Verrätst Du es wie das gemacht ist?

Grüße

XEDOS
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Albrecht
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BeitragThema: Re: NINA, PINTA, SANTA MARIA Die Kolumbusflotte - Revell 1/90   So 12 Okt 2014 - 11:14





Hallo Xedos, der Ständer ist ganz simpel mit Granit Effekt Spray eingesprüht. Das findest du im Baumarkt oder auch in Geschäften für Hobby und basteln. Das Spray gibt es von verschiedenen Herstellern zu völlig unterschiedlichen Preisen. Hier sollte man erst mal vergleichen. Ich habe schon Dosen für 7.-€ gekauft und die gleiche Menge auch schon für weit über 20.-€ gesehen.
Das Spray wird wie eine normale Lackdose aufgeschüttelt und dann das einzusprühende Objekt aus 30cm Entfernung eingesprüht.
Unterschied ist das keine feinen Farbpartikel aus der Düse kommen sondern grobe Stückchen die sich dann zu der im Bild sichtbaren "rauhen" Oberfläche verbinden. Die erste Minute sieht alles zerklüftet aus, bis sich die einzelnen Teile miteinander verbinden. Auch beim Granit Spray sind mehrere dünne Sprühgänge besser als einmal dick drauf.
Gut sieht das ganze aus wenn du eine entsprechende große Oberfläche damit einsprühst.Bei den Ständern für die Kolumbusflotte ist nicht viel Material und der Granit/Stein Effekt kommt nicht so zum tragen.
Das Spray gibt's in allen möglichen Farbnuancen von hellgrau weiß bis dunkelgrau schwarz. Rot und Gelbtöne sind auch zu haben.
Gerade bei größeren Schiffsmodellständern ist diese Optik mal was anderes als in den gängigen langweiligen Farben zu bemalen
Gruß Albrecht
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Millpet
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BeitragThema: Re: NINA, PINTA, SANTA MARIA Die Kolumbusflotte - Revell 1/90   So 12 Okt 2014 - 11:17

Hallo Albrech
Danke für diese Info. An so etwas sehe ich immer wieder, dass man nie auslernt. Das ist eine SUPER Idee, was Du hier zeigst.

Grüße
Peter
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BeitragThema: Re: NINA, PINTA, SANTA MARIA Die Kolumbusflotte - Revell 1/90   So 12 Okt 2014 - 11:41

Servus Peter,
das ist ja das schöne an Modellbauforen. So sollte es sein. Hier kann sich jeder Tipps von anderen holen und sieht Lösungen bei denen er selbst schon ewig überlegt wie er es am besten macht. Auch ich bin immer wieder auf der Suche nach besseren Lösungen auf die ich selbst nicht komme. Modellbau lebt vom Erfahrungsaustausch. Aus irgendwelchen Arbeitsschritten ein Geheimnis machen hilft niemand. Das Wissen geht nur irgendwann mal verloren.
Gruß Albrecht
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BeitragThema: Re: NINA, PINTA, SANTA MARIA Die Kolumbusflotte - Revell 1/90   So 12 Okt 2014 - 19:55

Guten Abend Albrecht,

....danke für die ausführliche Erklärung.
Das ist ja echt cool mit diesem Spray. - Da muss mer erst mal drauf kommen.............

Grüße

XEDOS
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