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 TEIL 3 Kolumbusflotte NINA PINTA SANTA MARIA Revell 1/90

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Albrecht
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BeitragThema: TEIL 3 Kolumbusflotte NINA PINTA SANTA MARIA Revell 1/90    So 21 Dez 2014 - 16:55

Hallo zusammen,
heute kommt der dritte Teil meines Bauberichts zur Kolumbusflotte von Revell.

Teil 1 die Nina findet man hier:

http://modellbauer.forum-aktiv.com/t8427-nina-pinta-santa-maria-die-kolumbusflotte-revell-1-90

Teil 2 die Pinta findet man hier:

http://modellbauer.forum-aktiv.com/t8483-teil-2-kolumbusflotte-nina-pinta-santa-maria-revell-1-90

Nun geht’s zum größten Schiff der kleinen Flotte:
die SANTA MARIA.





Wieder gibt es einiges zum Original und Modell zu berichten was evtl. weniger bekannt ist.
Beginnen wir mit dem Modell.
Hier das Revell Cover aus den 1960er Jahren. Als Kind wurde ich von diesem Bild immer inspiriert.
Was für ein schönes Schiff, super gezeichnet, stimmige Farben, klasse!
Wenn man sich das Cover mal genauer ansieht und darüber nachdenkt fallen einem Details auf die nicht so stimmig sind.
Wie gigantisch sollte diese Santa Maria gewesen sein? Winzige Menschen an Bord. Eine wahre Titanic.
In Wirklichkeit war die Santa Maria nur etwa 30 Meter lang.
Ein ganz kleiner Kolumbus winkt vom Heck des Riesenschiffs seiner Königin zu. Diese steht wie eine brave Hausfrau auf der Pier und winkt zurück.
Ist schon lustig. Wer würde heute sowas glauben?  Isabella hat die Expedition zwar mit finanziert, war aber nicht in Palos bei der Abfahrt zugegen.
Interesse hatte sie nur an evtl. Gewinnen, die zu erzielen waren und nicht an den beteiligten Menschen.



Hier ein US Cover von Revell zur 500 Jahr Feier 1992. Auch sehr schön umgesetzt, Angenehme Farben und die Größe der SM ist viel realistischer.
Man kann gut erkennen wie klein diese Schiffe in Wirklichkeit waren.



Revell hat um 1956 das Modell der Santa Maria auf den Markt gebracht.
Das ist jetzt fast 60 Jahre her und das Modell wird unverändert heute immer noch verkauft.
Die Santa Maria stellt somit eine Art Urmutter aller Plastikmodellbausegelschiffe dar.
In den 1950er Jahren ein sehr guter Bausatz mit dem jeder Plastikmodellbauer durchaus zufrieden sein konnte.
Heute ist der Kit schon lange nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Dicke Guss Grade und Auswerfer Marken müssen entfernt werden.
Erhabene Planken ohne Holzstruktur an Rumpf und Deck, Passungenauigkeiten an allen Rumpf und Deckteilen die wahre Spachtel
und Schleiforgien nach sich ziehen.
Ein seit Jahrzehnten verzogenes Deck, das mit Kraft und Gewalt in seine Passform gebracht werden will.
Masten und Rahen die viel zu dünn/lang sind und viele weitere Dinge die beim Bau neu angefertigt werden sollten.

Etwas, über das sich jeder Modellbauer im Klaren sein sollte:
Revells Santa Maria, und auch alle anderen Santa Maria Modelle, in Plastik, Karton oder Holz, die die letzten 60 Jahre im Modellbau
zu kaufen waren, haben mit der Original Santa Maria von 1492 nichts gemeinsam.
Alle Modelle sind historisch falsch!!

Wie kam es eigentlich zu dem Revell Modell von 1956? Jetzt müssen wir in die Realität zurückkehren und uns ins Jahr 1929 nach Barcelona begeben.
Dort war in diesem Jahr die Weltausstellung. Heutzutage nennt sich das ganze EXPO.
Ist nicht so lang vom Wort und auch für jüngere Menschen leichter zu verstehen und zu simsen ;-)
In Spanien wurde für diese Weltausstellung  ein seetauglicher Nachbau von Kolumbus Santa Maria gebaut und dort ausgestellt.
Dieser Nachbau war bis vor einigen Jahren noch in Barcelona an der alten Admiralität zu besichtigen. Zurzeit liegt er nicht mehr dort.
Über seinen Verbleib ist mir nichts bekannt. Evtl. wird restauriert. Vielleicht weiß jemand von euch mehr.

Dieser Nachbau in 1/1 wurde nach damals bestem Wissen und Gewissen hergestellt. Das dieses Wissen leider fehlerhaft war,
ist im Nachhinein nicht mehr zu ändern. Das Schiff das entstand, hatte vom Bug bis zum Heck nichts mit der Original Santa Maria
von 1492 gemeinsam. Außer vielleicht das es schwimmen konnte.
Allerdings finde ich, sollte man trotzdem großen Respekt vor dieser Leistung haben. Wenn auch historisch nicht in Ordnung,
wurde in einer Zeit, in der es eine Weltwirtschaftskrise gab, die meisten Menschen hungerten oder nicht die Möglichkeit besaßen
Geld zu verdienen, trotzdem versucht eine Karavelle des späten 15. Jahrhunderts nachzubauen.
Allein die Handwerkliche Arbeit ist schon herausragend und sollte auf jeden Fall gewürdigt werden.

Kommen wir zum eigentlichen Hauptfehler des 1/1  Nachbaus von 1929:
Die Original Santa Maria war keine Karavelle, sondern wie man heute weiß ein Schiffstyp namens NAO.
Pinta und Nina sind Karavellen. Und haben im 21. Jahrhundert ein völlig anderes Aussehen als man im 20. Jahrhundert dachte.
Also auch nichts mit dem 1929er Nachbau gemeinsam.
Eine Nao ist  ein Fracht und Transportschiff mit plumpen Schiffskörper.
Sie verkehrte in der Regel zwischen den spanischen Häfen oder den Kanaren. Langsam, schwerfällig, hässlich.
Gebaut um zu viel zu transportieren und nicht für Entdeckerfahrten.
Das ganze mal auf Automarken übertragen, waren Pinta und Nina sowas wie ein gut getunter BMW während die Santa Maria  ein VW Bus war.

Anfang der 1950er Jahre hat Revell diesen Barcelona Nachbau vermessen und fotografiert um  schließlich 1956 das Revell Modell
auf den Markt zu bringen. Da es eine genaue Kopie des 1929er Nachbaus ist, ist es damit ebenso komplett falsch.
Auch bei Revell konnte man 1956 nur auf historische Erkenntnisse zurückgreifen, die es bereits gab.
Das wir heute in Bezug auf die Kolumbusschiffe bessere Erkenntnisse haben ist sehr schön,
aber vielleicht ist in weiteren 50 Jahren dieser stand auch schon wieder überholt.
Wenn heutzutage in der Modellbauszene über solche alten Kits abgelästert wird,
vergessen diese Leute oft sich mal Gedanken über das warum und wieso zu machen.

So, jetzt wissen wir wo das Vorbild für die Revell Santa Maria zu finden ist und das eigentlich nichts stimmt.
Was hat das für den Modellbauer für Auswirkungen?
Erstmal gar keine. Man kann mit dem Modell der SM auch ein typisches Schiff zwischen 1450 und 1500 bauen
das einige Merkmale der damaligen Schiffsbau Kunst zeigt. Es muss ja nicht zwingend die SM sein.
Am Rande angemerkt  ist bei den meisten Segelmodellschiffen, die man kaufen kann, sowieso oft mehr falsch als richtig dargestellt.

Hier sollte jeder, historische Recherche betreiben und evtl. Fehler nach Wissen und Können ändern.
Bei der Revell SM habe ich einige Änderungen gemacht, andere falsche Details auch belassen, da es den Rahmen gesprengt hätte alles zu ändern.
Der Kit selbst hat seit Jahrzehnten ein total verzogenes Hauptdeck. Scheinbar eine Vorlage zum Bananenbiegen.
Man muss aufpassen dass es beim Einbau zwischen den beiden Rumpfhälften nicht quer bricht.
Mit sanfter Gewalt alles zusammenfügen. Die Heckverkleidung muss erstmal umfangreich geschliffen werden um überhaupt zu passen.
Nachdem alle Klebestellen getrocknet waren, wurden sämtliche Decks und Aufbauwände eingebaut.
Danach gibt es eine Spachtel und Schleiforgie um sämtliche Risse und Spalten zu verbergen.
Alle Decks der SM sind nicht schön gestaltet. Plumpe erhabene Rundungen anstatt flache Planken.
Angegossene Juffern, Taue und Kisten sind auf dem Deck zu finden.
Ich habe alle aufgegossenen Teile belassen und nicht abgeschliffen.





In der Kuhl findet sich die Kochstelle. Eine Feuerstelle aus Metall mit zwei Töpfen.
Eigentlich schön gemacht, aber der Platz ist falsch. Diese Kochstellen waren normalerweise seitlich etwas hinter dem Haupt Mast  
unterhalb des darüber liegenden Decks um auch bei Regen kochen zu können. Auch unter dem Backdeck, auch überdacht,
wäre diese Kochstelle bei der SM noch denkbar, aber nicht mitten auf dem Hauptdeck wie beim Modell.
Auch das habe ich unverändert gelassen. Es sind einfach zu viele Fehler am Modell zu beseitigen das es sich lohnt.
Die Leitern zu den höherliegenden Decks wurden gegen dickere aus dem Pinta und Nina Bausatz (Restekiste) getauscht.
Die der SM sind viel zu dünn und erinnern eher an Metall Leitern aus späterer Zeit.
Die beiden hinter dem Hauptmast höherliegenden Decks bekamen aus Holzteilen eine Reling nach vorn.
Ohne Reling scheint mir die Sturzgefahr zu hoch.
Das Beiboot ist original aus dem Kit und bekam lediglich noch ein Ruder angebaut.
Einige Modellbauer verwenden anstatt des Originalboots das Beiboot vom Hersteller  Zvezda.
Dieses ist aber viel zu groß für den Santa Maria Kit und daher auf keine gute Alternative.
Nachdem der Rumpf soweit fertig war wurde er mit verschiedenen Brauntönen angemalt und hat entsprechende Washings aus braun bekommen.

Kolumbus schreibt in seinen Tagebüchern, dass die SM ein alter Kahn sei, die ihm von den Leuten aus Palos aufgeschwatzt worden wäre.
Man kann sich Kolumbus gut vorstellen. Die SM ist um einiges größer als Nina und Pinta.
Er hatte den Titel „Admiral der Weltmeere“ verliehen bekommen. Zu so einer Persönlichkeit gehört natürlich ein großes Schiff.
Wahrscheinlich rannten die Leute von Palos, wie er sie nennt, offene Türen ein.
Seine Eitelkeit hatte sicher ihr übriges getan und die SM wurde, obwohl völlig untauglich für diese Aufgabe,
Flaggschiff der kleinen Entdecker-Flotte. Auf seiner Reise schreibt er öfters abfällig über die SM.
Die Fahrt verläuft sehr langsam, weil die SM nicht schneller segeln kann.
Pinta und Nina müssen immer wieder Segel kürzen und auf die SM warten.
Kolumbus erwähnt auch, dass er lieber auf der Pinta oder Nina das Oberkommando übernehmen möchte, dies aber nicht möglich ist,
da der Chef auf dem größten Schiff, präsentieren musste. Dumm gelaufen.

Seine Aussage dass die SM ein sehr altes Schiff gewesen sei, lässt vermuten dass sie wahrscheinlich bereits um 1450-60 gebaut wurde.
Da sie wesentlich älter als die beiden Begleitschiffe war, habe ich dem Modell durch entsprechende Farben auch ein schäbigeres Aussehen gegeben.
Dem Bausatz liegen fertige Unterwanten und Befestigungen aus Plastik bei.
Für Fock und Besan habe ich diese nicht verbaut sondern Augbolzen auf dem Deck eingeklebt und die Taue dort befestigt.
Die Wantenbretter an der Bordwand für den Hauptmast habe ich belassen. Im Nachhinein frage ich mich wieso.
Wantenbretter gab es damals schon vereinzelt. Aber ich hätte besser die Taue für den Hauptmast auch über Augbolzen geführt.
Dann wären alle drei Masten wenigstens identisch getakelt.

Die Masten des Bausatz sind eigentlich auch nicht zu gebrauchen. Viel zu dünn und zu lang.
Vom Bug beginnend: Der Bugspriet wurde als original Bauteil eingebaut.
Der Fockmast wurde entsorgt und durch einen dickeren aus der Restekiste ersetzt.
Ein Mast aus dem Pintabausatz den ich als Bastelschrott gekauft hatte wurde entsprechend abgelängt und gefeilt und zusätzlich um 1 cm gekürzt.
Es ist immer von Vorteil solche „Ersatzteile“ vorrätig zu haben um wie in diesem Fall austauschen zu können.
Der Hauptmast bis zum Mastkorb wurde gegen ein Holzrundstab getauscht und auch 1cm gekürzt.
Oberhalb des Mastkorbs ist das Original Bauteil verwendet worden.
Der Besan ist durch den ursprünglichen nun etwas dickeren Hauptmast ersetzt der entsprechend abgelängt und zu gefeilt wurde.





Für die komplette Takelung wurden wieder Holzblöcke benutzt und die dem Kit beiliegenden aus Plastik entsorgt.
Der Takelplan im Bausatz ist auch nicht zu verwenden. Am besten im Web nach entsprechenden Takelungen googlen und Fachliteratur zu Rate ziehen.
Die Rahen wurden auch, da viel zu dünn und zierlich, gegen entsprechend dicke (Restekiste/Bastelschrott) getauscht.





Die Plastiksegel des Revell Kits sind überhaupt nicht zu gebrauchen. Unschön und in der Form und die Größe ist völlig falsch.
Hier wurde wie bereits bei Nina und Pinta auf Stoffsegel zurückgegriffen.
Die Kreuze wieder von Hand beidseitig aufgemalt und am Hauptsegel das königliche Wappen,
das ich mir am PC gebastelt und auf dünnen Aufkleber gedruckt habe aufgeklebt.
Die SM darf dieses Wappen am Segel führen da sie das Führungsschiff der kleinen Flotte war.
Hier ist z.B. die Option auf Bügelfolie sicher eine bessere Variante.

Das Hauptsegel der SM hat zwei Reefs (siehe Reefs im Pinta Bericht) Das ursprüngliche Plastiksegel zeigt nur den oberen Teil ohne Reefs.
Das Toppsegel am Hauptmast ist im Kit ein seltsames Teil mit langen Auslegern zur Großrah hin.
Toppsegel die damals gerade in Mode kamen, hatten aber keine Trapezform sondern waren sehr klein mit quadratischer Form
oder wahlweise auch als ein auf der spitze stehendes  gleichseitiges Dreieck an der Rah befestigt.
Ich habe mich für die Quadratische Variante entschieden.
Interessant am Toppsegel ist, dass damals das ganze Segel zum Mastkorb gefiert wurde.
Darstellungen an einem Modell über Blöcke zur Großrah und an Deck sind vollkommen falsch. Alle Tauenden sind im Mastkorb belegt.



Über die Art und Anzahl der Flaggen wurde bereits bei der Nina Bericht alles gesagt.
Bei der SM kommen noch zwei Besonderheiten hinzu. Einmal die quadratische große Flagge am Heck,
die das Schiff als Führungsschiff erkenntlich macht (königlische Wappen und um auch noch im Autrag von ganz oben eine Madonna im Strahlenmandorla. Kann ja nichts schaden).
Seitlich etwas weiter vorn die Admiralsstandarte mit königlischen Feldern, den Titel des Admirals und auch seinem persönlichen Wappen.
Beides wurde an der Seite im Heckbereich des Schiffs gefahren. Bei Kfz Haltern heutzuge ähnlich.
Die versuchen oft ihre Initialien ins Nummenschild mit einzubringen





Jetzt fehlen noch die Pavesaden:
Das sind die Wappenschilde an Bug und Heck. Revell hat sie, wie das Vorbild von 1929 auch in seinen Kit mit übernommen.
Leider sind auch diese Wappenschilde völlig falsch. Solche Pavesaden durften nur von Kriegsschiffen geführt werden.
Die Santa Maria war aber, obwohl im Auftrag von Königin und König unterwegs kein Kriegsschiff.
Ergo dürften auch diese Schilde nicht angebracht sein.
Die Wappen auf dem Revell Decalbogen sind zusätzlich noch falsch.
Zu meinen Fahnen habe ich am PC neue andere gebastelt und auf Aufkleber Papier ausgedruckt.
Am Bausatz ist soviel falsch, das man getrost noch diese Wappen anbringen kann.
Nach dem anbringen muss ich sagen ob mit oder ohne Pavesaden sieht es auch nicht besser oder schlechter aus.



Der Ständer des Modells ist wieder mit Granit Effektspray eingesprüht.
Die kleine Kolumbusflotte von Revell ist jetzt komplett und vielleicht dient sie als Anreiz für den ein oder anderen
die Modelle auch mal zu bauen und nicht nur auf die Heller Kolumbusschiffe zurückzugreifen bloß weil die in 1/72 sein sollen.
Bei mir wird es jetzt erst mal wieder mit einem Kartonmodell weitergehen. Es werden aber noch einige Plastiksegelschiffe folgen.
Gruß Albrecht

Ach ja, falls sich jemand fragt was den aus der echten Santa Maria von 1492 geworden ist:

Sie lief am Weihnachtsabend den 25. 12. 1492 auf eine Sandbank!! vor der Küste Hispaniolas auf.
(heute Haiti/Dominikanische Republik). Die Umstände sind sehr seltsam.
Es war Nacht und das Ruder wurde dem Schiffsjungen anvertraut. Alle anderen schliefen scheinbar.
Der Junge steuerte allein das ganze Schiff. Spätestens hier wird einem kritischen Beobachter klar dass irgendwas nicht stimmt.
Nachts ohne Karten an einer unbekannten Küste zu segeln ist schon grob fahrlässig.
Ein Kind das Segelschiff steuern zu lassen und wegzusehen lässt den Eindruck entstehen das man genau wusste was passieren würde.
Kolumbus, die ganze Reise mit der SM nicht zufrieden, erweckt den Eindruck froh zu sein das Schiff endlich loszuwerden.
Es läuft auf und legt sich leicht zur Seite. Eine Sandbank ist kein Riff.

Das Schiff war laut den Tagebüchern unbeschädigt und es wurden keine Anstalten gemacht um von dieser Sandbank wieder flott zu kommen.
Als die Santa Maria aufgelaufen war, passierten einige Dinge die nicht nachvollziehbar sind.
Kolumbus gab den Befehl einen Anker auszuwerfen, damit die SM nicht noch weiter auf die Sandbank trieb.
Oder vielleicht auch nicht mehr davon runter!? Seine Befehle wurden nicht beachtet.
Von seiner Seite gab es die nächsten Tage keine Anstalten diese Befehlsverweigerung zu ahnden.
Eigenartig, ein Admiral dessen Befehle nicht befolgt werden oder straflos bleiben.
Die Mannschaft verließ, obwohl kein Grund bestand, größtenteils fluchtartig das Schiff und ruderte zur Nina hinüber.
Zeitgleich kam ein Boot von der Nina um zu helfen (man begegnete sich unterwegs).
Am nächsten Tag, man glaubt es kaum, wurden keine Anstalten gemacht das Schiff frei zu bekommen.
Nein statt dessen kam der Befehl  bei dem völlig unbeschädigten Schiff die Masten zu kappen und Löcher in den Rumpf zu schlagen
um Dinge aus dem Schiffsinneren zu bergen!!!!. Spätestens jetzt ist klar, die Santa Maria fährt nirgendwo mehr hin.

Kolumbus kann sich endlich auf der schnelleren Nina einquartieren und ist seinen „alten Kahn“ los. Allerdings sind da noch ungefähr 40 Besatzungsmitglieder der SM die keinen Platz auf der Nina finden können.
Auch das passt ins Konzept des Admirals der Weltmeere.
Die Leute bleiben auf Hispaniola und gründen eine Siedlung damit niemand anders kommen kann
und diesen Teil der Welt für sich in Beschlag nimmt.
So hat Kolumbus sich sauber aus der Affäre gezogen.
Lahmes Schiff entsorgt ohne dass er verantwortlich gemacht werden kann.
Gleichzeitig eine spanische Besitzung gegründet die ihm das entdeckte sichert bis er wieder mit mehr Schiffen
und Männer aus Spanien zurück ist.

Er hat es plötzlich auch sehr eilig nach Spanien zu kommen um alles für eine zweite Reise vorzubereiten.
Außergewöhnlich schnell ist er bereits im  September 1493, also ein gutes 3/4 Jahr später zurück in der Karibik .
17 Schiffe und 1500 Mann bringt er mit. Seine Siedlung aus dem Holz der Santa Maria gebaut,  
La Navidad,  ist zerstört und die zurückgebliebenen Matrosen der Santa Maria alle getötet.
Die Ausbeutung der Karibik beginnt jetzt in großem Stil. Für Spanien bricht jetzt eine große Zeit an.
Für die Karibik und alle Anrainerländer eine katastrophale.
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BeitragThema: Re: TEIL 3 Kolumbusflotte NINA PINTA SANTA MARIA Revell 1/90    So 21 Dez 2014 - 22:53

Hallo Albrecht
Hübsche Schiffli, viel Geschichte und Text, wenig Modellbau und nach meiner Meinung trotz deiner Bemühungen weit weg vom möglichen Original.
Gruss vom Oesen Acki
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Albrecht
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BeitragThema: Re: TEIL 3 Kolumbusflotte NINA PINTA SANTA MARIA Revell 1/90    So 21 Dez 2014 - 23:17

Servus Acki, wer lesen kann ist klar im Vorteil Wink
Mehr als einmal wurde darauf hingewiesen das Plastikmodellbau und Original im Segelschiffsmodellbau und speziell bei der SM nicht das gleiche sind.
Das ist bei deiner Constitution nicht anders.
Aber schön das mal eine Diskussion zustande kommt. Sonst wird's gerade bei Plastiksegelschiffmodellen langweilig.
Gruß Albrecht
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BeitragThema: Re: TEIL 3 Kolumbusflotte NINA PINTA SANTA MARIA Revell 1/90    Mo 22 Dez 2014 - 10:57

Hallo Freunde
Ich finde eure Modelle sehr gut gebaut.
Da ich solche Segler schon auch sehr oft gebaut habe, sehe ich bei euren Modellen, wie einfach ich damals meine Segler zusammen gebaut und auch lackiert habe. Trotzdem war ich mehr als zufrieden. Es ist immer das Wichtigste welche Anforderung man an sein eigenes und wirklich nur an sein eigenes Modell stellt.

Grüße
Peter
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BeitragThema: Re: TEIL 3 Kolumbusflotte NINA PINTA SANTA MARIA Revell 1/90    Mo 22 Dez 2014 - 13:10

Hallo Albrecht,

ich finde es Klasse das Du uns aufzeichnets welche Fehler in unserenModellbau stecken.
Es ist nicht selbstverständlich das jeder >Modellbauer solch ein Wissen besitzt das er weiß was an seinen Modell richtig ist.Die Geschichte der Kolumbusflotte kenne ich ein wenig, doch lange nicht so gut wie Albrecht und für mich sind seine Posten lehrreich,obwohl ich auch einige Bücher davon habe.
Und ich glaube auch das die meisten Modellbauer von Albrechts Wissen provitieren, in sofern bin ich Albrecht dankbardas er uns mit seinen Wissen bereichert.

Gruß Kurt
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BeitragThema: Re: TEIL 3 Kolumbusflotte NINA PINTA SANTA MARIA Revell 1/90    Mo 22 Dez 2014 - 14:06

Hi Albrecht.... hi Leute.... Hallo
Wenn ich jemals alles Wissenswerte über die Santa Maria lesen möchte, weiß ich jetzt wo ich nachsehen muss... Daumen
Zu deinem Modell.... sehr schön, sehr sauber und Handwerklich echt gut gebaut. Meinen Respekt dafür.
Ob nun ein Modell zu 100% Historisch richtig sein muss.... überlasse ich jedem selbst. Ich gehe da so vor..... Hauptsache MIR gefällt´s. Letztlich steht das gebaute Modell bei mir zu Hause. Das bauen ist das... was am meisten Spaß bringt!!!!!!! Deswegen... wünsche ich euch allen viiiiiiiel Spaß.
Gruß, der Dirk. Daumen
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Albrecht
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BeitragThema: Re: TEIL 3 Kolumbusflotte NINA PINTA SANTA MARIA Revell 1/90    Mo 22 Dez 2014 - 14:33

Hallo zusammen,
erst mal danke Kurt und Dirk! es freut mich, das euch das "aussenrum" um ein Modell interessiert.
Ich sehe das genauso.

Mir ist schon oft aufgefallen das Modellbauer gar nicht begeistert waren, wenn ich was zum Modell oder Original
mit in meinen Bericht eingebaut habe, das nicht direkt mit zusammenkleben und bemalen zu tun hatte.
Gut, wer nicht an diesen Details interessiert ist, das meine ich jetzt ganz wertfrei: braucht diese Informationen auch nicht zu lesen.
Ich bin niemandem böse deshalb. Den einen interessiert es, den anderen nicht. OK, ist nun mal so.

Aber, was ich nicht verstehe, wenn man Modellbauer ist und baut  irgendein Schiff, z.B. die Victory,  die Constitution oder die Bounty.
Kann ich mich dann an den Tisch setzen, das Modell zusammenkleben, ein bisschen Farbe draufschmieren und fertig, das wars?
Mehr Information? Nein Danke?!?!

Wenn ich so ein Schiff baue dann habe ich doch auch Interesse.
Nicht nur am Modell sondern auch am Original und seinen Platz in der Geschichte.
Beispiel:
irgend einer klebt die Bounty zusammen, weil er glaubt Modellbauer zu sein. Klatsch, Bumm und Farbe drüber, fertig!
Goil, gell!
Was da gab es 1789 eine Meuterei in der Südsee???
Hä, ich dachte die hat den Schokoriegel nach Deutschland gebracht.

Hä, der Rumpf war gar nicht wie in der Bauanleitung angegeben rosa, sondern holzfarben mit Petrol und gelben Verzierungen.
Was für ein Blödsinn, wen interessiert so was?

Wo sind denn die Hundertzwanzig Kanonen? Segelschiffe hatten doch immer so was.
Hä, die war ein Handelschiff im Auftrag der Royal Navy. Wer glaubt den so was. Interessiert mich eh nicht.

Ich könnte jetzt unendlich weiter machen.
Wenn man als Modellbauer ein Modell baut sollten doch Ambitionen da sein, um Original und Modell verstehen zu können.
Wissen bildet sich dabei automatisch.
Wie kann ich mich da verschließen. Für mich unverständlich.

Ich werde nach wie vor Hintergrund Wissen zu Original und Modell, das mir zur Verfügung steht, mit in meine Berichte einfließen lassen.
Das hat nichts mit Klugscheißermodus von meiner Seite zu tun, ich denke einfach das es dazu gehört und interessant ist.
Alles weiß ich auch nicht und lass mir gerne auch mal was erzählen.
Wie gesagt wer es nicht lesen möchte darf nur Bilder anschauen.  
Ich bin mir sicher das es auch Modellbauer gibt die sich für das "hinter dem Modell" interessieren.

Bei uns in Hessen gibt es einen Radiosender, da werden morgens Schüler zu alltäglichen Dingen befragt die eigentlich jeder ohne Problem beantworten kann (Nennt sich Dummfrager).Was da für Antworten gegeben werden. Junge Junge.... kommt aber von zuwenig Interesse und zu wenig lesen.

Beispiel: Frage: Wann war letztes Jahr Heiligabend?
Ernstgemeinte Antwort: Krass, hab ich kein Ahnung, war ich letztes Jahr nicht da!

In diesem Sinn, euch allen jetzt schon mal ein frohes Fest.
Bis demnächst.
Gruß Albrecht
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Renee
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BeitragThema: Re: TEIL 3 Kolumbusflotte NINA PINTA SANTA MARIA Revell 1/90    Mo 22 Dez 2014 - 15:13

Moin Albrecht...
Ich bin mit Dir einer Meinung, das Modellbau bildet. Und zwar nicht nur im Sinne von Abbilden.
So weit, so gut. Auch ich recherchiere in Büchern und im weltweiten Netz.
Dennoch kann ich nicht alles erklären und ob ich bei meinen Recherchen immer die richtige, aussagefähige Antwort gefunden habe, ist fraglich.
Auch Deine Aussagen und Dein Hintergrundwissen wollen auf Wahrhaftigkeit überprüft werden. Gerade historisches Wissen ist heut' schnell überholt.
Und nicht jeder der bastelt, will Modellbau in diesem Sinne betreiben. Da fehlt oft die Zeit und auch das Interesse dazu.
Man kann sich also durchaus zur Entspannung einem Modell hingeben, ohne auch nur die geringste "Kenne" über das Original zu haben.
Ich sitze hier gerade vor dem PC und schreibe Dir diese Zeilen. Ja glaubst Du im Ernst, ich wüsste wie das Ding funktioniert?
Da kann ich die ein oder andere Komponente mal wechseln, aber das war es auch schon.
Und beim Auto oder meiner Vespa schaut die Lage nicht wesentlich anders aus.
Wenn Du, ich, oder ein Anderer sich gerne mehr Wissen aneignen möchten - prima! Extras sind immer willkommen.
Nur zum Standard sollte man das nicht erheben.
Auch Dir ein frohes und friedliches Fest. (aber noch ist es ja nicht so weit, sind noch 2 Tage)
Gruß, Renee
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Diwo58
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BeitragThema: Re: TEIL 3 Kolumbusflotte NINA PINTA SANTA MARIA Revell 1/90    Mo 22 Dez 2014 - 16:08

Hi Albrecht....
Ich noch mal....
Nicht das du da irgendwas falsch verstehst.... Ich habe den allergrößten Respekt für dein tun, deine Art Modelle zu bauen, an die Dinge heranzugehen und umzusetzen. Es ist gut, das es jemanden gibt, der sich ´n Kopp macht und Beschreibungen fertigt... wie du bei der S.M.
Alles andere hat der Renee glaube ich ganz gut beschrieben. Ich denke... das Interesse kommt beim Bauen von Modellen... immer mehr. Sonst würde ich mir ja nicht so´n Kopp machen, Holz darzustellen. Aber wenn du mein erstes Schiff (auch eine S.M.) nach 40 jahren sehen würdest.... Kleber dran... Farbe drauf... fertig. Je mehr ich baue, desto besser werden meine Modelle.... glaube ich. Ich bin nur manchmal "Lesefaul". affraid
Ich wünsche dir und den deinen ein besinnliches Weihnachtsfest.
Gruß, der Dirk. Daumen
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Albrecht
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BeitragThema: Re: TEIL 3 Kolumbusflotte NINA PINTA SANTA MARIA Revell 1/90    Mo 22 Dez 2014 - 18:33

Renee schrieb:
Auch Deine Aussagen und Dein Hintergrundwissen wollen auf Wahrhaftigkeit überprüft werden. Gerade historisches Wissen ist heut' schnell überholt.

Hallo Renee, da stimme ich dir zu. Da ich ein sehr zeitkritischer Mensch bin, prüfe ich das, was ich an Wissen finde auf Glaubwürdigkeit und übernehme nichts Gedankenlos. Das historisches wissen schnell überholt ist, schreibe ich bereits in meinem Baubericht zum 1929er Nachbau aus Barcelona.
Da kann man nur wiedergeben was gerade an Wissensstand weltweit vorhanden ist.
In meinen drei Bauberichten zur Nina, Pinta und Santa Maria sind keine Angaben enthalten die nicht von jedem anderen problemlos in der Literatur oder im Web überprüft werden könnten. Natürlich mit dem Wissensstand der Quellen Stand 2014.
Anderes historisches Wissen erfordert die Fähigkeit abzuwägen ob die vorhandenen Aussagen glaubhaft und/oder belegbar sind. Ist das nicht der Fall
kommen die nicht in die Auswahl.
Wenn mir der Kapitän der Titanic erzählen will "alles unter Kontrolle" glaube ich ihm kein Wort.
Aber als Mensch hast du gar nicht die Möglichkeit eine Nachricht auf wahr oder unwahr zu prüfen.
Wenn heute abend in der Tagesschau erzählt wird New York ist komplett abgebrannt kannst du es glauben oder nicht. Aber du hast keine Möglichkeit festzustellen ob es wahr oder gelogen ist. Und selbst wenn du dabei gewesen wärst, gibt es sofort 1000 andere Leute die das gleiche erlebt haben aber etwas ganz anderes gesehen haben wollen.


Renee schrieb:
Man kann sich also durchaus zur Entspannung einem Modell hingeben, ohne auch nur die geringste "Kenne" über das Original zu haben.
Ich sitze hier gerade vor dem PC und schreibe Dir diese Zeilen. Ja glaubst Du im Ernst, ich wüsste wie das Ding funktioniert?
Da kann ich die ein oder andere Komponente mal wechseln, aber das war es auch schon.
Und beim Auto oder meiner Vespa schaut die Lage nicht wesentlich anders aus.

Das kann ich so nicht unterschreiben. Wie kann ich ein Modell bauen ohne eine Ahnung von dem zu haben was ich da mache? Du bestätigst es ja selbst in deinem nächsten Satz mit dem PC. Du benutzt nur die Technik, aber es ist nicht dein Hobby das dir Spaß bereitet. Sonst könntest du mehr mit deinem PC anstellen als der NSA lieb wäre. Beim Modellbau wiederum kann dir keiner so schnell was vormachen, weil du dich auskennst und es dein Hobby ist in das du dich vertiefst. Modellbau ist halt mal ein kreatives Hobby. Spiel ich nur ne Runde Pac-Man brauch ich keine großartiges Wissen

Renee schrieb:
Wenn Du, ich, oder ein Anderer sich gerne mehr Wissen aneignen möchten - prima! Extras sind immer willkommen.
Nur zum Standard sollte man das nicht erheben.

Da muss ich dir Recht geben, letztendlich sollte jeder für sich entscheiden wie exzessiv er ein Hobby betreiben möchte. Da darf eigentlich keiner die Richtlatte legen. (auch ich nicht) Solange man Spaß dabei hat ist alles ok.

Gruß Albrecht

PS: Wenn mal so eine Diskussion in Gang gekommen ist, entsteht leicht der Eindruck man will sich gegenseitig an den Hals. Das ist aber nicht so.
Es ist gut für alle wenn solche Punkte auch mal diskutiert werden und wenn man sachlich bleibt ist auch für alle was zu lernen. Da bin ich keine Ausnahme.


Zuletzt von Albrecht am Mo 22 Dez 2014 - 20:05 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Kurti
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BeitragThema: Re: TEIL 3 Kolumbusflotte NINA PINTA SANTA MARIA Revell 1/90    Mo 22 Dez 2014 - 19:26

Hallo Albrecht,

dein Nachsatz hat genau den Punkt getroffen,da gebe ich Dir wiederum Recht
Das ist wie bei meiner Emden.

Gruß Kurt
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Millpet
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BeitragThema: Re: TEIL 3 Kolumbusflotte NINA PINTA SANTA MARIA Revell 1/90    Mo 22 Dez 2014 - 19:34

Hallo Albrecht
Ab 2015 werde ich auch ein Besitzer eine Airbrush-Anlage sein. Vielleicht werde ich dann auch hier die Plastikecke etwas verstärken.
Im Moment bin ich aber sehr froh, dass wir immer mehr Plastikbauer ins Forum bekommen.
Vielleicht gelingt es ja doch diese Sparte hier stärker zu präsentieren. Wenn der Anfang einmal gut gemacht ist, dann bin ich optimistisch für die Zukunft.

Grüße
Peter
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Albrecht
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BeitragThema: Re: TEIL 3 Kolumbusflotte NINA PINTA SANTA MARIA Revell 1/90    Mo 22 Dez 2014 - 20:02

Hallo Peter, vielleicht hat es doch geholfen, das im Herbst das Thema Plastikmodellbau im Forum exzessiv diskutiert wurde.
Dirk hat in seinem Baubericht zur spanischen Galeone schon mal angedeutet das er seine Maltechnik
(wie mach ich optisch aus Plastik Holz) detailliert vorstellen will. Da bin ich auf jeden Fall aktiv dabei. Suche schon länger eine neue Maltechnik für meine Segelschiffe.
Heute habe ich aber erst mal wieder den Karton ausgepackt und mache da wieder was.
Gruß Albrecht
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