Modellbauer Forum
Melden Sie sich kostenlos im Modellbauer Forum an. Erst dann haben Sie vollen Zugriff auf das ganze Forum. Die Daten die Sie bei der Anmeldung eingeben, sind aus Sicherheitsgründen nur für den Administrator sichtbar.

Gruß Admin



Für Modellbauer von Kartonmodellen, Plastikmodellen RC Modellen, Holzmodellen und Resinmodellen.
 
StartseiteStartseite  PortalPortal  AnmeldenAnmelden  LoginLogin  

Austausch | 
 

 Projekt DODGE - aus Watercar wird Runabout gebaut von Maik Mohr

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
Gehe zu Seite : 1, 2  Weiter
AutorNachricht
Maik Mohr
Modellbau-Meister
Modellbau-Meister


Männlich Anzahl der Beiträge : 201
Arbeit/Hobbies : Mechaniker/Modellbau + Heimwerken
Laune : Immer gut
Anmeldedatum : 30.08.16

BeitragThema: Projekt DODGE - aus Watercar wird Runabout gebaut von Maik Mohr   Mi 7 Sep 2016 - 23:18

Hallo Modellbaufreunde,

jedes Jahr versuche ich, auf dem hiesigen Hafenfest in meiner Heimatstadt vertreten zu sein. Bislang nenne ich 3 Modelle Teil meiner kleinen heimischen Flotte, alle sind zwischen 950 und 1250mm lang und mit Edelholz betäfelt. Da ich vor dem Planungsbeginn dieses Modells eine längere Pause vom Bootsmodellbau brauchte (der Flugmodellbau, besonders Nurflügler, hatten es mir angetan) sollte der Wiedereinstieg zum bislang größten und letzten Modell der Klasse Runabout führen. Grund: Meine Frau wünscht sich seit vielen Jahren einen Seitenraddampfer, welchen ich bereits als Blaupausen und elendig vergrößert (ca. 1,8m lang) eingelagert habe. Und ich denke, es ist nun so langsam an der Zeit, dieses Mega-Lebensprojekt anzugehen. Aber soweit ist es ja noch nicht ^^.


Planung:

Die Planungsphase allein barg schon viele Hürden, die es zu meistern galt. Da war zunächst das Finden des richtigen Modells. Es sollte auffällig sein und sich von der Masse, allein durch seine Bauart schon, abheben. Dann musste es einen entsprechenden Spantenriss oder gar Bauplan geben, welcher vergrößerungstauglich war, denn selten wurden Modelle mit 1,7m angeboten oder gezeichnet.
Ein Modellbauer hatte noch einen Eigenregie-Plan eines Dodge-Watercar in der Schublade, welchen er mir überließ.
Hier nun die nächste Hürde: Ich verbrachte 2 Wochen mit der allabendlichen Suche nach einem Copy-Shop, welcher mir den Plan zu einem akzeptablen Preis und ohne tausend Klebestellen vergrößern konnte.

Als ich den Plan dann endlich in den Händen hielt, ging das Debakel weiter. Der Zeichner wies zwar darauf hin, dass 1 Spant nachgearbeitet werden müsste, jedoch machten beim Nachmessen fast alle Spanten Probleme. Als Folge der Vergrößerung könnte man 1-2 Milimeter Versatz gut hinnehmen, aber 4-6 Milimeter je Seite ist dann doch selbst dann etwas viel.
Meist waren es die Höhen und Breiten, die nicht stimmten. Nach mehreren Stunden Arbeit hatte ich dann aber alles in Griff. Das Ergebnis seht ihr auf den folgenden Bildern:




Die Spanten im Detail. Was nachgearbeitet wurde sollte an den blauen Linien recht gut zu erkennen sein. Da ich nicht fehlerfrei bin, mussten einige Linien neu gezeichnet werden ^^






Der Kiel war glücklicherweise frei von Fehlern. Allerdings musste ich mir Gedanken machen, wie ich Gewicht einspare und das Raumangebot maximiere. Denn obwohl das Modell mit 1,7m Länge und fast 40cm Breite wie ein Korken auf dem Wasser stehen müsste, sind doch immerhin stolze 6mm Plankenstärke und 10mm Rippen aus Multiplex verplant...

Das also war nun das erste Layout...




Ich machte es mir recht einfach, und klebte das Papier großzügig ausgetrennt direkt auf das 12mm Multiplex. Allerdings machte ich einen Fehler:
Ich ließ mich von anderen Modellbauern zu sehr beeinflussen und verwendete Sprühkleber zum Aufkleben des Papiers. Das Zeugs war der Horror. Um es später wieder zu entfernen, verbraucht eich wirklich Unmengen an Schleifpapier, da das Zeug die Körnung unglaublich schnell verstopfte. Nie wieder und ich rate jedem dringendst davon ab. Stattdessen rate ich jedem zu einfachem Pritt-Klebestift. Der trocknet vollständig aus und 100% schleifbar...




Beim Austrennen stellte ich nun fest, dass das Multiplex von einer recht guten Qualität und äußerst stabil war. Somit entfiel nun also das Steife-Kreuz im Inneren des Kielgerüstes, welches der Parallelverschiebung vorbeugen sollte.




Die Nacharbeiten einmal im Detail, am Beispiel des Spanten 1:




Der Spant wurde beidseitig um 2mm eingekürzt. Im Inneren wurde ein Holm eingearbeitet, welcher den Mittelteil von Federnut bis Deck verstärkt und genügend Futter für die Verleimung mit dem Kiel bietet.
Daneben arbeitete ich Ausschnitte zum Erleichtern des Spantes ein und änderte sowohl Form als auch Position der Helling-Montagenasen ab. Die Nasen standen z uweit außen, wodurch die Transparenz zum Deckstringer nicht mehr gegeben war. Rätselraten, wo denn nun die Seitenteile aufhören und das Deck beginnt, sind auch nicht so das Meine Wink




Ähnliches bei allen weiteren 6 Spanten.
Der Plan hatte nun keine VTH-Qualität, war für meine Zwecke jedoch brauchbar. Später sollte sich aber noch herausstellen, dass ich an einer Stelle doch etwas mehr hätte nachrechnen sollen ^^.

Beim 3ten Spant (gezählt ab Bug) arbeitete ich ebenfalls Ausschnitte zur Gewichtsreduzierung ein, aber auch, als Montagehilfe, z.B. für die Scheinwerfer. Um die tragende Struktur nicht unnötig zu schwächen, der Spant ist immerhin 16cm hoch, wurden die schmalen Seitenrahmen gegen die Mitte abgestützt.
Und um den Spant später auf der Helling auch mittig ausrichten zu können, arbeitet ich noch eine Lot-Nase am Kopf des Spantes ein ^^




Die vorletzten beiden Spanten mussten die größte Bearbeitungskur mitmachen.
Im Bild zu sehen, der vorletzte Spant. Laut Plan waren hier sehr breite Rippen eingeplant, einseitig mit einem Durchbruch für Kühlwasser und Servoleitung. Meine Gedanken bissen sich arg mit diesen. Der Platz, den ich benötige, würde so niemals geboten. Also verpasste ich diesen eine kräftige Abmagerungskur. Was am Ende übrig blieb, war leicht, bot viel Platz und war dennoch stabil genug (für Multiplex ^^).





Abschließend ein paar Worte:
Wie einige bestimmt mitbekommen haben, stimmt der tatsächliche Baufortschritt nicht mit dem Baubericht überein, sondern hat sehr viel Vorlauf. Kritiken und Änderungsvorschläge können darum zwar geäußert werden, ein Umsetzen in diesem Projekt ist jedoch nicht mehr möglich, werden jedoch bei möglichen Folgemodellen gern berücksichtigt und erörtert.


Möhrchen.
Nach oben Nach unten
Maik Mohr
Modellbau-Meister
Modellbau-Meister


Männlich Anzahl der Beiträge : 201
Arbeit/Hobbies : Mechaniker/Modellbau + Heimwerken
Laune : Immer gut
Anmeldedatum : 30.08.16

BeitragThema: Re: Projekt DODGE - aus Watercar wird Runabout gebaut von Maik Mohr   Do 8 Sep 2016 - 1:32

Die Gewichtsreduzierung... Die Rohspanten, gefertigt aus 10mm Birkenmultiplex, waren nicht nur sehr schwer, sondern auf platztechnisch unhandlich.
Beim vorletzten Spant zeigte die Waage satte 287 Gramm.




Davon blieben nach Austrennen des Mittelteils noch 75 Gramm übrig, inklusive des Stützbalkens, welcher später noch entfernt wird.




Das meiste Gewicht purzelte beim 3ten Spant. Waren es vorher noch 494 Gramm...




... so blieben davon noch knapp über 100 Gramm übrig. Ein Gewichtsverlust von 80% ist schon eine echte Ansage Wink




Und dann waren die Spanten ausgetrennt. Gut - 7 ist nun wirklich nicht die Masse, und offen gestanden, spielte ich anfangs auch mit dem Gedanken, jeweils einen Zwischenspant dazu noch anzufertigen. Habe es dann aber gelassen und hoffte auf ein wenig Glück beim Bau ^^




Nachdem ich es dann doch irgendwann geschafft hatte, den scheußlich anhänglichen und überaus klebrigen Sprühkleber zu entfernen, schauten mich recht gut gewordene Spanten an. Brauchbar Wink




Spant Nummer 2 habe ich dann doch noch ein wenig überarbeitet und die seitlichen Aussteifungen ganz weggelassen. Der Mittelteil zieht sich nun keilförmig nach oben.




Die meiste Arbeit machten mir die Cockpit-Spanten. Die seitlichen Hohlräume brauchten eine Auflagefläche für Kabel- und Leitungsführung. Im unteren Bereich sollten später die Akkus liegen, habe ich dann aber doch ein wenig anders gelöst.




... Und alle Spanten zusammen.





Möhrchen

Nach oben Nach unten
lanz-andy
Modellbau-Meister
Modellbau-Meister


Männlich Anzahl der Beiträge : 209
Arbeit/Hobbies : Enkel, Katzen, Modellbau, Aquarium
Laune : Naja, wie das Wetter oder so :-)
Anmeldedatum : 09.01.15

BeitragThema: Re: Projekt DODGE - aus Watercar wird Runabout gebaut von Maik Mohr   Do 8 Sep 2016 - 3:47

Hallo Möhrchen,
kannst Du mir bitte erklären, was es mit "Steife-Kreuz im Inneren des Kielgerüstes" auf sich hat. Wie hätte denn das ausgesehen und wo wäre es denn rein gekommen?
1,7 x 0,4 Meter, stolze Größe! Bin gespannt auf das fertige Boot. Ist bestimmt ein Megakracher.
Ich bin dann mal in der ersten Reihe dabei Very Happy
LG
Lokomotive Andreas
Nach oben Nach unten
Maik Mohr
Modellbau-Meister
Modellbau-Meister


Männlich Anzahl der Beiträge : 201
Arbeit/Hobbies : Mechaniker/Modellbau + Heimwerken
Laune : Immer gut
Anmeldedatum : 30.08.16

BeitragThema: Re: Projekt DODGE - aus Watercar wird Runabout gebaut von Maik Mohr   Do 8 Sep 2016 - 23:32

Hallo Andreas,

die Diagonalversteifungen siehst du in der ersten Detailskizze vom vorderen Bereich des Kiels.
Die Diagonalversteifung ist mehr eine Zug- als Druckversteifung und sollte eine Parallelverschiebung der zueinander gewandten Flächen verhindern. Dabei ist es im Grunde unerheblich, ob die Streben im Mittelpunkt verbunden sind.

Zwischen dem Anfertigen der Skizzen und dem Austrennen der Bauteile vergingen einige Tage. Ich konnte mir so ein gutes Bild von der tatsächlichen Stabilität des Werkstoffes 12mm Multiplex machen und entschied mich dazu, auf die Diagonalverstrebungen zu verzichten. Platztechnisch war dies jedoch unerheblich, da in diesem Bereich des Rumpfes keine Einbauten vorgesehen/eingeplant waren.


Zum Baubericht:

Nun war es daran, die Spanten auf der Helling zu montieren. Als Helling verwendete ich ein altes, im Bodenbereich elendig verstärktes und besockeltes Hellingrett, welches mir bereits beim Bau anspruchsvoller Flugmodelle sehr dienlich war.
Um die Spanten auf dem Brett zu befestigen, nahm ich Reste von Kiefernleisten, befestigte diese an den Montagenasen und zentrierte den Spant im richtigen Abstand auf der Helling.




So folgte Spant um Spant. Der Fachabstand war wirklich seeehr groß und ich hatte doch auch ein wenig Bedenken, ob man ein Schiffsmodell mit solch großen Fächern tatsächlich aufbauen und "halten" (betreiben) kann, ohne dass sich die Planken durchbiegen. Mal schauen, was so kommt ^^.




Nun sind alle Spanten aufgereiht. Die Helling ist etwas über 1,5m lang. Das reichte gerade so aus, um alle Spanten montieren zu können ^^.
Im Hintergrund seht ihr auch gleich den verhassten Sprühkleber von Pattex. Wer die Dose haben möchte, sollte sich melden Wink Ist noch fast voll ^^.




Dann wurde der Kiel eingepasst. Gerade an 2 Stellen passte er nicht genau - die Ausschnitte waren durch mich nicht genau genug berechnet...




Auch wenn es so aussehen mag, als würden die Bugspanten zu hoch sitzen bzw. der Kiel nicht tief genug - das täuscht. Der Kiel ist 12mm breit. Um eine entsprechende Aufkielung zu erzeugen, müssen beidseitig also noch 6mm abgetragen/angefast werden ^^. Raspel ahoi   Hochleben


Als alle Nuten auf Tiefe gebracht und der Kiel eingepasst war, blieb nur noch das Lehren übrig. Eine extra für solche Zwecke angeschaffte Lehre aus Aluminium (im Grunde nur ein Rechteckprofil, aber es ist seeehr gerade und günstiger als ein Anreißlineal ^^) tat hier seinen Dienst.




Ihr könnt nicht durch den Spalt sehen? Ich auch nicht Wink. Darum war alles für "gut" befunden und konnte verleimt werden.





Möhrchen
Nach oben Nach unten
Scampolo
Modellbau-König
Modellbau-König
avatar

Weiblich Anzahl der Beiträge : 496
Arbeit/Hobbies : Computer, Modellbau Schiffe
Laune : immer Top vorallem beim Modellbau
Anmeldedatum : 16.09.15

BeitragThema: Re: Projekt DODGE - aus Watercar wird Runabout gebaut von Maik Mohr   Fr 9 Sep 2016 - 0:26

Hallo,

sieht sehr gut aus, was du bis jetzt zeigst. Bin gespannt wie es weiter geht.

LG Scampolo
Nach oben Nach unten
guennie
Super-V.I.P.
Super-V.I.P.
avatar

Männlich Anzahl der Beiträge : 2628
Arbeit/Hobbies : Hobbys: vor allem Schiffsmodellbau
Anmeldedatum : 11.11.12

BeitragThema: Re: Projekt DODGE - aus Watercar wird Runabout gebaut von Maik Mohr   Fr 9 Sep 2016 - 9:52

Hallo Möhrchen,
zuerst einmal: ich freue mich, dass wieder ein "ziviler" RC-Modellbauer hinzugekommen ist. Diese Gemeinde ist ja sehr dünn gesät. Wenn ich mir dein Modell aber so ansehe, kommen mir auch Bedenken hinsichtlich des Spantenabstandes. Wie du ja sagst ist nichts mehr möglich, weil du in Wiirklichkeit schon sehr viel weiter bist. Ich frage mich und natürlich dich trotzdem, warum du nicht weitee Spanten konstruiert und eingesetzt hast. Das wäre doch keine große Sache gewesen, das hätte man interpolieren können. Wenn ich richtig gezählt habe, hat das Ding 7 Spanten, das gibt bei einer Länge von - was war das noch, 1,70 m ? - einen Abstand von fast 30 cm. Uff!, das hätte ich nicht gewagt, hätte eher 2 oder sogar 3, der Praktikabilität wegen, dazwischen gesetzt. 7 cm habe ich auch bei meinem Schlepper. Wenn du noch nicht beplankt hast, ginge das immer noch. Und selbst nach dm Beplanken ließen sich noch welche dazwischen setzen, wenn nicht auch schon das Deck drauf ist. Ich verstehe auch nicht ganz deine Materialauswahl, einfaches 8 mm Sperrholz hätte doch locker gereicht. Spart Gewicht und nicht zuletzt auch Kosten.
Was willst du denn für die Beplankung nehmen, bzw. was hast du vorgesehen, denn das musste ja schon berücksichtigt werden. Ich hätte wahrscheinlich Sperrholz 2 mm gewählt, das lässt sich noch einigermaßen handhaben. Aber bei dem Spantenabstand hätte ich da ebenfalls Kopfschmerzen.
Versteh mich nicht falsch, ich will dich hiermit nicht kritisieren, aber der Zweck eines Forums ist ja der Meinungsaustausch. Ich habe durch die Beiträge anderer im Laufe der Zeit eine Menge dazu gelernt. Du hast ja zwar Erfahrung, aber bei der Vergrößerung, die du bei dem Plan vorgenommen hast bin ich mir nicht sicher, ob du alles bis zum bitteren Ende durchdacht hast.
Wie gesagt, keine Kritik aber Denkanstösse.

Gruß Günter
Nach oben Nach unten
Maik Mohr
Modellbau-Meister
Modellbau-Meister


Männlich Anzahl der Beiträge : 201
Arbeit/Hobbies : Mechaniker/Modellbau + Heimwerken
Laune : Immer gut
Anmeldedatum : 30.08.16

BeitragThema: Re: Projekt DODGE - aus Watercar wird Runabout gebaut von Maik Mohr   Fr 9 Sep 2016 - 11:23

Hallo Günter,

danke erst einmal für deine Antwort. Deine Bedenken sind natürlich berechtigt und vollkommen verständlich. Da jeder Modellbauer aber unterschiedliche Wege dem Ziel entgegen geht, teilen sich unsere spätestens bei der Beplankung Wink.
An eine Plankenstärke von 2mm wäre bei der Fachgröße nicht zu denken. Beim Biegen über die Spanten würde das Holz grob gesehen einknicken und hässliche Gerade/Krumm/Gerade-Falten werfen. Auch ist 2mm Sperrholz recht kostenintensiv und ich versuche bei meinen Modellen stets, den Kostenfaktor - trotz vieler Ideen - so weit unten wie möglich zu halten. Darum nehme ich in der Regel auch Abstand von superteurem, wenngleich auch qualitativ fast perfektem Mahagoni von z.B. Thomabalsa etc.pp.

Nein, mein Weg geht in die Richtung, dass ich verwende, was mir mein Hobbykeller bietet, und ich so wenig wie möglich neu einkaufen muss. Ich bestelle dann eher in größeren Mengen, gerade was Sonderangebote angeht, und habe dann Verbrauchsmaterial auf Halde liegen. Sonderwünsche zählen natürlich nicht dazu ^^.
So auch bei der Beplankung. Hier sind 4mm Birkensperrholz vorgesehen. Das ist sehr stabil, wesentlich stabiler als das bislang von mir verwendete Pappelsperrholz, aber auch ein wenig schwerer. Dafür hat es viiiiel Spannkraft und verzeiht auch größere Fachabstände ^^.

Warum ich die Rippen nicht aus einfachem Sperrholz gefertigt habe? Bei vorherigen Modellen habe ich das sogar. Beispielsweise bei meiner Patricia...




Das Problem ist jedoch immer das gleiche: Das Material ist nicht stabil genug und muss zur Aufrechterhaltung der strukturellen Formstabilität deutlich mehr Tiefe haben. In einem Baubericht vor vielen Jahren sah ich, wie wenig Platz doch Multiplex-Spanten tatsächlich benötigen. Da kommt kein einfaches Sperrholz heran. So schaffe ich mit ein wenig mehr Materialstärke wesentlichen Stauraum im Boot. Sicher - es ist riesig und man sollte meinen, es wäre so schon genügend Platz vorhanden, doch ich kann versichern, dass gerade im hinteren Rumpf noch einiges an Einbauten vorgesehen sind, an die du/ihr bislang noch nicht denken würdet Wink.

Das Interpolieren der Spanten wäre im Grunde möglich gewesen und auch definitiv kein Problem für mich, habe es dann aber doch gelassen. Nein, Faulheit war nicht der Grund Troesten

Ich kann dir versprechen, dass du im fortschreitenden Baubericht, auch wenn es manchmal ein wenig untypisch und fernab der "Norm" ist, nicht mehr erkennen wirst, dass das Modell mit nur 7 Spanten aufgebaut wurde...


Mehr dazu im fortschreitenden Baubericht...


Möhrchen
Nach oben Nach unten
guennie
Super-V.I.P.
Super-V.I.P.
avatar

Männlich Anzahl der Beiträge : 2628
Arbeit/Hobbies : Hobbys: vor allem Schiffsmodellbau
Anmeldedatum : 11.11.12

BeitragThema: Re: Projekt DODGE - aus Watercar wird Runabout gebaut von Maik Mohr   Fr 9 Sep 2016 - 16:18

Bin gespannt!
Gruß Günter
Nach oben Nach unten
bastelstephan
Moderator
Moderator
avatar

Männlich Anzahl der Beiträge : 922
Arbeit/Hobbies : Modellbau, Heimwerken
Anmeldedatum : 29.10.14

BeitragThema: Re: Projekt DODGE - aus Watercar wird Runabout gebaut von Maik Mohr   Fr 9 Sep 2016 - 20:23

Hallo Maik,

bin auch gespannt, wie es weiter geht.

Multiplex find ich klasse, besonders Buche Multiplex Smile

_________________
Gruß

Stephan

--------------
Meine versemmelten Werke
http://modellbauer.forum-aktiv.com/f243-bastelstephan
Nach oben Nach unten
Maik Mohr
Modellbau-Meister
Modellbau-Meister


Männlich Anzahl der Beiträge : 201
Arbeit/Hobbies : Mechaniker/Modellbau + Heimwerken
Laune : Immer gut
Anmeldedatum : 30.08.16

BeitragThema: Re: Projekt DODGE - aus Watercar wird Runabout gebaut von Maik Mohr   Sa 10 Sep 2016 - 15:12

Hey ihr 2 ^^.

Buche ist schon wieder etwas zu schwer und deutlich teurer, wobei man das auch wieder von der anderen Seiten betrachten kann: Mehr Stabilität = weniger Raumverlust durch geringere Materialstärke ^^. Ob es dem Preis gerecht wird, ist dann jedoch wieder Geschmackssache.

Ich kann die Bedenken eurerseits sehr gut verstehen, und würde mich jemand fragen, ich würde ihm vermutlich auch sagen, dass es verrückt und vielleicht sogar unmöglich sei, ein Boot mit solch großen Fächern aufbauen zu wollen...


Weiter im Baubericht:

Jetzt wird es ein wenig kniffelig, denn bei der Planung der Spanten machte ich einen klitzekleinen Fehler: Ich plante nicht die Ausschnitte der Stringerleisten ein.
Die Ausschnitte für die 10mm Kiefernleisten wurden erst vor dem Aufreihen auf der Helling eingearbeitet und sind nicht Bestandteil des Bauplans/der Bauskizzen.




Dann wurden die Kimmstringer eingesetzt. Bei der Materialauswahl war ich sehr genau. Krumme, verdrehte oder "maserungswilde" Leisten hätte ich nicht verwenden können. Eine geradlinige Maserung war Ausgangsbasis zum "Zeichnen" der Rumpfrundungen...




Der Zeichner des Urplans verschwieg mir bis zu diesem Zeitpunkt leider, dass der tatsächliche Verlauf der Kimm im Plan verdeckt und somit nicht eingezeichnet war. Aus dem Abbild der Spanten ging eine Änderung diesbezüglich jedoch nicht hervor. Ihr seht im hinteren Bereich der Stringer, dass sich der Rumpf an dieser Stelle ein wenig einzieht und dann nach vorn hin wieder in die Breite wächst.

Dazu der Planausschnitt:




Sicher - im Grunde hätte man es sich denken können, nur hier liegt das Problem: Die Blattseite ergab keinen einzigen Hinweis darauf, wie der tatsächliche Verlauf der Kimm unterhalb des Decks ausschaut. Dass auch die Formgebung der Spanten keinen einzigen Hinweis darauf gab, brauche ich an dieser Stelle nicht zu erwähnen.
Witzigerweise kam der Zeichner nach Posten dieser Fotos bei mir an und meinte, dass ich den vorletzten Spant noch immer zu schmal gefertigt hatte. Dass seine Zeichnungen jedoch Schuld daran waren, stand für Ihn außer Frage.

Sei es drum: Ich komme mit diesem Fehler sehr gut klar. Es sieht sogar gar nicht mal so schlecht aus und wer weiß - vielleicht hat es ja auch Vorteile, was Spritzwasser angeht... ^^

Weiter geht es mit dem Leisten...




Ihr seht, dass ich bereits im Vorfeld eine Verstärkung der Bodenpartie im Antriebswellenbereich, beginnend vor dem Wellendurchbruch bis zum Heck, vorgesehen und mit 40x5mm Kiefernleisten umgesetzt hatte.




Noch sorgen 100mm Klammern dafür, dass die Leisten an Ort und Stelle bleiben. Untypischerweise habe ich die Leisten zum Biegen nicht erhitzt, sondern "kalt" um die Spanten gebogen. Ein wenig Kraft ist dafür schon erforderlich, funktioniert aber, sofern die Leisten aufgrund des Biegeradius nicht brechen. Hier passte alles ^^




Auch den Deckstringer habe ich bereits eingesetzt...




Der sehr breite Kiel bietet mir einen strategischen Vorteil: Ich kann Schrauben benutzen, die auf genug Halt haben, aber dennoch nicht durch das Material stoßen ^^.
3x16mm Torxschrauben halten mehr als genug. Die Bohrung angesenkt, kann die Schraube später im Holz verbleiben.




Da der Spiegel im Grunde allglatt war, musste ich ein wenig tricksen und je Seite ein Schräubchen zu Hilfe nehmen. Nach Aufbringen der Sichtplanken ist davon nichts mehr zu sehen.




Klammeraffe ich...




Die andere Seite... Durch die Schrauben zur Fixierung kommt man sehr schnell voran.




Zum Abschluss der Arbeiten wurden alle Nahtstellen noch einmal mit Weißleim (wasserfest) eingestrichen.




Das Bild zeigt nur ansatzweise, was meine Augen im Keller sahen. Das Modell ist riesig. 1,7m klingt nach nicht viel, ist im vergleich zu einem 1m-Boot aber ein Quantensprung...




Der Rumpf ist schnurgerade... Man sieht ja immer mal wieder viel zu schnell aufgebaute Rümpfe, wo der Kiel krumm und schief gezogen wurde...



Das Schiff soll ja später auch geradeaus fahren können Wink


Möhrchen...
Nach oben Nach unten
Uwe
V.I.P
V.I.P
avatar

Männlich Anzahl der Beiträge : 1577
Arbeit/Hobbies : Transporteuer aller Klassen/ Hausumbau, Modellbau,Fotografieren
Anmeldedatum : 05.01.09

BeitragThema: Re: Projekt DODGE - aus Watercar wird Runabout gebaut von Maik Mohr   Sa 10 Sep 2016 - 16:09

Ich setze mich dazu Möhrchen. Holzbaustellen, welche auch noch die Verarbeitung von Edelholz vermuten lassen, faszinieren mich immer wieder. Diese glänzenden Mahagonigeschosse sehen einfach genial aus. Bin auf das Deck nachher sowas von gespannt...
Nach oben Nach unten
Scampolo
Modellbau-König
Modellbau-König
avatar

Weiblich Anzahl der Beiträge : 496
Arbeit/Hobbies : Computer, Modellbau Schiffe
Laune : immer Top vorallem beim Modellbau
Anmeldedatum : 16.09.15

BeitragThema: Re: Projekt DODGE - aus Watercar wird Runabout gebaut von Maik Mohr   Sa 10 Sep 2016 - 20:59

Hallo,

ich nehme mir auch einen Stuhl und setzte mich dazu.
Bin gespannt wie es entsteht.
Jedenfalls gefällt mir wie du das baust.

LG Scampolo
Nach oben Nach unten
Maik Mohr
Modellbau-Meister
Modellbau-Meister


Männlich Anzahl der Beiträge : 201
Arbeit/Hobbies : Mechaniker/Modellbau + Heimwerken
Laune : Immer gut
Anmeldedatum : 30.08.16

BeitragThema: Re: Projekt DODGE - aus Watercar wird Runabout gebaut von Maik Mohr   So 11 Sep 2016 - 11:53

Na dann mache ich besser gleich mal weiter... Wink

In Gedanken hatte ich Bodenstringer bereits eingeplant, die Umsetzung auf Papier ist jedoch kein nicht ganz so einfach. Darum hob ich mir das für einen Anriss direkt am Modell auf.
Zunächst wurde Aufmaßgenommen. 2 Bodenstringer sind eingeplant, also 1/3tel der Breite. Die Stringer sind 5mm hoch/breit. Angerissen und mit mit der Feinsäge ausgetrennt...




Mit Diagonalschnitten ausgetrennt. Mit der Bügel-Laubsäge wäre es einfacher gewesen, jedoch war dafür kein Platz...




Ein Diagonalschnitt von der anderen Seite und den Rest mit der Feinsäge "geraspelt"...
Und man soll staunen - das geht sogar recht fix und man kann sehr präzise arbeiten...




So entstand eine Nut nach der anderen...




Je weiter man nach vorn kam, desto klemmender musste die Nut werden. Kein Spielraum für Fehler, denn die Stringerleiste musste mit dem Linienverlauf mit verdreht werden...




Die erste Leiste wurde probehalber eingepasst...




Der letzte Stringer auf der Backbordseite...
Es ist etwas schwer zu erkennen: Der Linienführung wegen, klemmte ich den Stringer direkt auf den Spant und riss die Konturen einfach nach. Der Sägeschnitt musste dann nur innerhalb und nicht auf der Markierung erfolgen.




Nach dem Einleimen der ersten Leiste, konnte der 2te Stringer dann auch eingepasst werden.
Im Bereich er Bodenverstärkung zwischen Spant 3 und 4, zog ich die Leisten mit einer großen Leimzwinge fest an die Verstärkungsleiste. Es würde im Rumpf unschön aussehen, wenn zwischen den Leisten ein Spalt mit Halbkreisbogen verbleibt...




Die Leimzwinge hatte nicht genügend Spannkraft, um ein Verdrehen der Leiste zu verhindern. Deshalb nahm ich eine 20x5mm Holzleiste und stellte diese hochkant auf die Leiste. Einfach, aber wirkungsvoll Wink




Am Bug wurden die Leisten auf der Innenseite stark und spitz auslaufend gefast, anschließend mit Leimzwingen an den Kiel gezogen.




Einmal in der Totalen...
Das Durchlaufen der Stringer bis zum Spiegel war nicht notwendig, darum hab ich das auch gelassen ^^.





Möhrchen
Nach oben Nach unten
Scampolo
Modellbau-König
Modellbau-König
avatar

Weiblich Anzahl der Beiträge : 496
Arbeit/Hobbies : Computer, Modellbau Schiffe
Laune : immer Top vorallem beim Modellbau
Anmeldedatum : 16.09.15

BeitragThema: Re: Projekt DODGE - aus Watercar wird Runabout gebaut von Maik Mohr   So 11 Sep 2016 - 17:04

Hallo,

sieht super aus.... das wird sicher sehr stabil wie du es baust.

LG Scampolo
Nach oben Nach unten
Maik Mohr
Modellbau-Meister
Modellbau-Meister


Männlich Anzahl der Beiträge : 201
Arbeit/Hobbies : Mechaniker/Modellbau + Heimwerken
Laune : Immer gut
Anmeldedatum : 30.08.16

BeitragThema: Re: Projekt DODGE - aus Watercar wird Runabout gebaut von Maik Mohr   Mo 12 Sep 2016 - 22:19

Stabil und schwer... Wink Ich heb mir fast nen Bruch bei dem Gewicht ^^.
Hallo ihr Lieben.

Dann mach ich mal schnell weiter:


Jeder von euch, der schon einmal ein Scratch-Modellboot aufgebaut hat, wird nun sicher Stringerleisten bis zum Spiegel und schöne Einzelplanken erwarten. Leider muss ich euch da ein enttäuschen - das wird es (noch) nicht geben. Ich gehe einen etwas anderen Weg, der - wenngleich auch untypisch - wesentlich schneller zum Ziel führt ^^.
Diejenigen, die enttäuscht sind - nicht weglaufen, vielleicht verspätet sich ja nur das, was ihr erwartet ^^.

Am Anfang war - ein Sperrholzbrett, genannt 4mm Birke... lol!




Da sich dieses Birkensperrholzbrett nicht hübsch genug fand, nahm es sich einen Lippenstift und...
Quatsch mit Soße...  Totlachen  Freu
Das Brett ist die erste Seitenplanke, beginnend ab dem Spiegel. Es wurde mit ein wenig Übermaß ausgeschnitten, um später die Konturen wesentlich einfacher anpassen zu können. Auf der Rückseite markierte ich nicht etwa die Freiräume, sondern die Positionen von Spanten und Stringerleisten.




In jedem Pseudo-Spant und -Stringer riss ich nun die Mittellinie an, und dann wurde gebohrt, was das Zeug hält. Eine 3mm-Bohrung nach der Anderen. Einen exakten Abstand musste ich weder anreißen noch einhalten - würde viel zu lange dauern. Per Augenmaß also alle ca. 30mm eine Bohrung gesetzt...




Und dann ging es los... Die Platte wurde satt mit Leim an den Spanten- und Stringerpositionen bestrichen, anschließend aufgesetzt und am Rumpf mit Klammern fixiert. Da ich nicht überall die Möglichkeit hatte, die Platte mit Klammern zu fixieren, wurden kurzerhand 2x16mm TX-Schrauben eingesetzt, um die Platte ganzflächig und plan auf dem Spantengerüst aufliegen zu lassen. Um das zu gewährleisten, habe ich die Platte vom Punkt der geringsten Federspannung zur größten hin verschraubt.
Natürlich musste ich mich beeilen und ohne den 2ten Akkuschrauber hätte es auch nicht geklappert...




Kurzer seitlicher Überblick...




Und ein Blick unter das Röckchen...  Sehen, Höhren, Sprec
Man sieht recht deutlich, dass die Schrauben wesentlich mehr Druck auf das Holz bringen als die Leimzwingen/Klammern. Dass im Bereich des Kimmstringers statt Schrauben "nur" Klammern für den nötigen Halt sorgen, ist aber so gewollt. Durch die Schrauben würde sich das Holz zu sehr um den Stringer biegen und an den Schraubenköpfen tatsächlich echte "Falten" werfen. So lasse ich die Platte gerade auslaufen und schaffe einen besseren Übergang zur Bodenpartie.





Euer Möhrchen...
Nach oben Nach unten
Maik Mohr
Modellbau-Meister
Modellbau-Meister


Männlich Anzahl der Beiträge : 201
Arbeit/Hobbies : Mechaniker/Modellbau + Heimwerken
Laune : Immer gut
Anmeldedatum : 30.08.16

BeitragThema: Re: Projekt DODGE - aus Watercar wird Runabout gebaut von Maik Mohr   Di 13 Sep 2016 - 17:41

Und weiter geht es mit der anderen Rumpfseite ^^. Da ich keine Trockenzeiten abzuwarten hatte, konnte es nahtlos weitergehen...




Sag ich doch - ich bin ein Klammeraffe... Wink




Man sieht recht gut, dass die Schrauben im Spiegel-Bereich auch ordentlich was zu tun haben. Das 4mm Sperrholz wurde kalt und trocken um den Spant gebogen.




Und als der Leim dann endlich abgebunden hatte, konnten sowohl Schrauben als auch Klammern wieder entfernt werden. man erkennt noch nicht so viel, da die Platten zu allen Seiten noch reichlich Übermaß haben.




Möhrchen









Nach oben Nach unten
Maik Mohr
Modellbau-Meister
Modellbau-Meister


Männlich Anzahl der Beiträge : 201
Arbeit/Hobbies : Mechaniker/Modellbau + Heimwerken
Laune : Immer gut
Anmeldedatum : 30.08.16

BeitragThema: Re: Projekt DODGE - aus Watercar wird Runabout gebaut von Maik Mohr   Di 13 Sep 2016 - 22:17

Wandern wir nun vom Heck- zum Bugbereich...

Gleiches Prinzip, nur ein wenig verwinkelter. Es war hier gar nicht mehr so einfach, die korrekten Positionen der Spanten und Stringer anzureißen...




Auch hier noch reichlich Überhang...
Zum Bug hin waren die Abstände zwischen Stringerleisten und Kimmstringer so klein geworden, dass ich auch hier um ein paar Schräubchen nicht herum kam...
"Der Typ ist doch total Loco - macht aus dem schönen Schiff einen schweizer Käse... " ^^




Die Nichtzentrierung am Bug täuscht. Hier steht noch reichlich Material nach vorn über.




Und dann waren auch hier die Schrauben irgendwann wieder weg - genau wie die Klammern.
Übrig blieben 2 Planken, und... Löcher. Löcher, Löcher, Löcher.




Dafür hat man vom Bug aus gesehen einen schönen Überblick und kann sich schon ein wenig mehr vorstellen, was es mal werden könnte...




Euer Möhrchen
Nach oben Nach unten
Scampolo
Modellbau-König
Modellbau-König
avatar

Weiblich Anzahl der Beiträge : 496
Arbeit/Hobbies : Computer, Modellbau Schiffe
Laune : immer Top vorallem beim Modellbau
Anmeldedatum : 16.09.15

BeitragThema: Re: Projekt DODGE - aus Watercar wird Runabout gebaut von Maik Mohr   Di 13 Sep 2016 - 22:25

Hallo Möhrchen,

gefällt mir super.

Die Bauweise kenne ich nicht, da ich alte historische Segelschiffe baue. Und da immer alles mit Beplankung mache.

Also bin ich sehr interessiert wie du hier baust.

LG Scampolo
Nach oben Nach unten
Maik Mohr
Modellbau-Meister
Modellbau-Meister


Männlich Anzahl der Beiträge : 201
Arbeit/Hobbies : Mechaniker/Modellbau + Heimwerken
Laune : Immer gut
Anmeldedatum : 30.08.16

BeitragThema: Re: Projekt DODGE - aus Watercar wird Runabout gebaut von Maik Mohr   Mi 14 Sep 2016 - 9:39

Vielldicht kann ich dich ja doch ein wenig überraschen Wink.
An hinstorische Segelschiffe komme ich nicht heran. Dafür fehlt mir der Anreiz, so schön diese auch anzusehen sind.

Meine Frau und ich waren letzte Woche an der Elbe, hatten meine Queen mit und ich bin relativ gemütlich mit "Scale-Gleitgeschwindigkeit" und zwischendurch auch mal Vollgasschüben gut 20min auf dem Wasser herumgeeiert ^^.
Am Wochenende wollte ich dann die Akkus nachladen und hab nicht schlecht gestaunt: Die waren noch immer zu 75% gefüllt...
Ich muss schon sagen - es lohnt sich wirklich, einen kräftigeren Antrieb im Boot einzusetzen.
Bei meiner Queen ist das beispielsweise ein Dr. Mad Thrust 5672 mit 1600KV und bis zu 2400 Wattchen...
Gefahren wird immer an 2x3S parallel mir je 5000mA/h...


Möhrchen


Nach oben Nach unten
Maik Mohr
Modellbau-Meister
Modellbau-Meister


Männlich Anzahl der Beiträge : 201
Arbeit/Hobbies : Mechaniker/Modellbau + Heimwerken
Laune : Immer gut
Anmeldedatum : 30.08.16

BeitragThema: Re: Projekt DODGE - aus Watercar wird Runabout gebaut von Maik Mohr   Mi 14 Sep 2016 - 22:02

Weiter geht es mit handgesägten, ca. 20mm breiten Sperrholzleisten.
Die Ausladung meiner Dekupiersäge gibt leider nicht genug Spielraum her, also wurden die Leisten kurzerhand mit dem Fuchsschwanz ausgetrennt...
Die erste Leiste legt den Grundstein für den Nahtübergang zum geraden Unterboden.




Auch bei der ersten Bodenplanke machte ich keine großen Anstalten: Die wurde deutlich auf Übermaß ausgeschnitten. Im Grunde ist der Verschnitt egal, denn durch die Rundungen im Rumpf kann man den Verschnitt eh nicht mehr wirklich wiederverwenden...




Nach dem Aufleimen: Platte drauf, an der Kiel-Sehne zentriert und dann mit ordentlich Gewicht beschwert.
Eine Platte wiegt übrigens ca. 380 Gramm...




Sicherheitshalber wurde nach vorn und achtern trotzdem geklammert. Beim ersten Versuch rutschte die Platte auf dem Leimfilm tatsächlich nach unten...




Dafür drücken die Gewichte ordentlich Leim aus der Leimfläche. Das ist auch gut so, denn der Holzleim an sich ist zwar zäh, verklebt aber nur bei direktem Kontakt bombenfest...




Mal ein Foto mit "Überblick"... Wink




Möhrchen
Nach oben Nach unten
Uwe
V.I.P
V.I.P
avatar

Männlich Anzahl der Beiträge : 1577
Arbeit/Hobbies : Transporteuer aller Klassen/ Hausumbau, Modellbau,Fotografieren
Anmeldedatum : 05.01.09

BeitragThema: Re: Projekt DODGE - aus Watercar wird Runabout gebaut von Maik Mohr   Do 15 Sep 2016 - 2:14

Möhrchen ist ein Sperrholzbändiger Laughing
Das hält mit Sicherheit. Wenn, dann reisst Holz nur neben der Leimfuge. Schon klasse wenn man die Beplankung auch schrauben kann. Währschaftes Handwerk...  Daumen
Nach oben Nach unten
Maik Mohr
Modellbau-Meister
Modellbau-Meister


Männlich Anzahl der Beiträge : 201
Arbeit/Hobbies : Mechaniker/Modellbau + Heimwerken
Laune : Immer gut
Anmeldedatum : 30.08.16

BeitragThema: Re: Projekt DODGE - aus Watercar wird Runabout gebaut von Maik Mohr   Do 15 Sep 2016 - 21:59

Nach Abnehmen der Ballastplatten blieb eine recht formlose Bodenplanke zurück. Um dieser ein wenig "Form" zu geben - Schleifpapier und Raspel frei - ab zur Abmagerungskur und zeig mir deine "Rundungen"... Wink




Kurzerhand - weiter auf der anderen Seite. Auch hier gleiche Verfahrensweise:
- Platte grob vorschneiden
- Spantengerüst mit Leim bestreichen
- Platte ausrichten
- mit reichlich Ballast beschweren.




Nach Abbinden des Holzleims war das dann nun schon mal die halbe Miete...




Und auch hier wurde sogleich geschliffen, bis der Arzt kommt.




Die Kielspitze verschob sich am Heck um wenige Milimeter nach Steuerbord. Ist aber nicht dramatisch - das wird später noch angeglichen.
Die Fasen beider Plattenstöße sind im Spalt sehr gut erkennbar...




Möhrchen


Nach oben Nach unten
bastelstephan
Moderator
Moderator
avatar

Männlich Anzahl der Beiträge : 922
Arbeit/Hobbies : Modellbau, Heimwerken
Anmeldedatum : 29.10.14

BeitragThema: Re: Projekt DODGE - aus Watercar wird Runabout gebaut von Maik Mohr   Do 15 Sep 2016 - 22:44

Hallo Maik,

sieht gut aus.
Den Überstand hätte ich wahrscheinlich bei der Größe mit der Oberfräse und Bündigfräser (oder auch als Kopierfräser bekannt) bearbeitet - spart viel Schleiferei.

Bei dem neuen Projekt schaue ich natürlich auch zu.

_________________
Gruß

Stephan

--------------
Meine versemmelten Werke
http://modellbauer.forum-aktiv.com/f243-bastelstephan
Nach oben Nach unten
Maik Mohr
Modellbau-Meister
Modellbau-Meister


Männlich Anzahl der Beiträge : 201
Arbeit/Hobbies : Mechaniker/Modellbau + Heimwerken
Laune : Immer gut
Anmeldedatum : 30.08.16

BeitragThema: Re: Projekt DODGE - aus Watercar wird Runabout gebaut von Maik Mohr   Do 15 Sep 2016 - 23:03

Ja, das hätte man machen können, Stephan ^^. Meine Oberfräse ist jedoch Unterflur verbaut und ich wollte die nicht unbedingt erst vom Tisch demontieren und das Zubehör anbauen. Das Boot über den Tisch ziehen - mitsamt Hellingbrett (wiegt gut und gerne 15kg) wäre aber auch nicht so gut gekommen ^^.

Nein - im weiteren Verlauf hab ich mir was ganz knuffiges ausgedacht - eine seeehr gute Modifizierung für eine Powerfeile.
Dauert aber noch ein wenig. Solche Ideen kommen mir auch immer erst aus der Not heraus, getreu dem Motto:
Faulheit macht erfinderisch...
Nach oben Nach unten
Maik Mohr
Modellbau-Meister
Modellbau-Meister


Männlich Anzahl der Beiträge : 201
Arbeit/Hobbies : Mechaniker/Modellbau + Heimwerken
Laune : Immer gut
Anmeldedatum : 30.08.16

BeitragThema: Re: Projekt DODGE - aus Watercar wird Runabout gebaut von Maik Mohr   Mo 19 Sep 2016 - 20:58

Ich hab leider nicht den Längsten, aber lang ist er trotzdem Wink

3mm Spezialbohrer... ^^




Damit war es möglich, die Antriebswellenbohrung vollständig durch den Kiel zu treiben - wenngleich auch nur vorgebohrt ^^.




Zugegeben - es sieht unschön aus. Der Kiel ist am Bug hat einen so dermaßen spitzen Winkel, dass man das Material bis zur Vergasung anschleifen muss. Da purzelt dann auch schon mal die eine oder andere Holzfaser mehr ^^




Dafür sieht es im Anschluss dann so aus, als hätte ein böser Mensch einfach mal so die andere Beplankungshälfte geklaut... ^^




Möhrchen




Nach oben Nach unten
 
Projekt DODGE - aus Watercar wird Runabout gebaut von Maik Mohr
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 1 von 2Gehe zu Seite : 1, 2  Weiter
 Ähnliche Themen
-
» Projekt DODGE - aus Watercar wird Runabout gebaut von Maik Mohr
» Projekt TWINS: Sportboot-Zwillinge gebaut von Maik Mohr
» Baubericht: Großmodell "Ripsaw" als SUV gebaut von Maik Mohr
» Tobi´s SLT 50-3 Elefant + Panzerhaubitze 2000
» Erfahrungen TIH 445

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Modellbauer Forum :: RC-Modelle :: Schiffe :: Baubericht/Bauanleitung-
Gehe zu: