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 Projekt TWINS: Sportboot-Zwillinge gebaut von Maik Mohr

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Maik Mohr
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BeitragThema: Projekt TWINS: Sportboot-Zwillinge gebaut von Maik Mohr   Do 15 Sep 2016 - 22:32

Hallo Modellbau-Freunde,

da sich unter euch mehr Scratch-Modellbootfreunde befinden als ich erwartet hatte, habe ich mir überlegt, einen exklusiven Baubericht über mein vorgestern begonnenes Bootsbauprojekt zu erstellen. Hoffe, dass es euch gut gefällt, wenngleich auch keine Mahagoniplanken Anwendung finden werden...


Seit einigen Jahren wünscht sich meine Frau ein kleines Freizeitboot, mit dem sie ganz gemütlich auf dem See herumtuckern kann. Das wichtigste Kriterium sollte dabei sein, dass es klein ist, also deutlich unter 50cm.
Da ich keine Akkus für ein Boot im Taschenformat habe (und auch keine einkaufen wollte), musste ich also eine Nummer größer denken - und beim Gedanken blieb es dann auch für eine gaaanze Weile, vieler Nebenprojekte sei Dank.

Nun steht meine derzeit größte Baustelle, das DODGE-Watercar-Runabout, in der Lackierung, wodurch ich nun viiiiel Freizeit zur Verfügung habe.
Und wie sollte es auch anders sein: Sie klimpert 3mal mit ihren hübschen Augen und hat mir mit einem lauten Knacken den Kopf verdreht...! Na toll!!!

Also setzte ich mich vorgestern an das Zeichenbrett, spitzte den Bleistift, nahm einen Rest Ratzegummi zur Hand und formte Linien auf das Milimeterpapier, eine nach der Anderen. Eines war klar: Es sollte ein Sportboot werden. Und damit meine Frau und ich uns nicht streiten, musste ich einen Rumpf entwerfen, der nicht nur ihr gefällt, sondern auch mir... Es sind "Zwillinge" geplant... Prost lol!


Nach ca. 4 Stunden war der erste Entwurf dann fertig, so wie ihr ihn auf dem Foto seht...
Es stellte sich jedoch später heraus, dass ich die Rumpfbreite noch ein wenig anpassen musste - doch dazu später mehr.




Mir fiel auf, dass der Rumpf im Grunde wirklich seeeehr stark einem klassischen Runabout der 60er Jahre ähnelt, nur mit dem Unterschied, dass die Deckstringer zum Heck hin die Kimmweger überkreuzen müssten - also im gleichen Abstand nicht außen, sondern innen auslaufen sollten. Und was ist Schuld an dieser optischen kleinen Misere? Die überbreiten seitlichen Buggondeln des Decks... Die Zeichung oben verrät euch, was ich meine Wink.

Ruder- und Wellenanlage sind nur ein Entwurf und noch nicht fertig. Sicher ist bislang, dass der Motor im Vorschiff untergebracht wird, der Akku zum Gewichtsausgleich dann im Heck vor dem Servo. Das Stevenrohr wird mittels Messingabstützung fest an den Rumpf gefasst. Für sowohl Antriebs- als auch Ruderwelle habe ich diesmal eine Kugellagerung eingeplant. Bin gespannt, ob ich das umgesetzt bekomme...  drunken

Gestern wieder am Zeichenbrett, ging es weiter mit dem Spantenriss. Ich versuchte zunächst, einen klassischen Halbspantenriss zu erzeugen, was ich jedoch ein klein wenig falsch begann. Normalerweise beginnt man einen Halbspanntenriss vom Kiel aus, ich nahm die Deck-Sehne (Deck-Neutrallinie) als Maß aller Dinge, was dann jedoch leider in die Hose ging, da sich die Spanten teilweise gekreuzt hätten.




Also - neue Seite, neues Glück. Diesmal nahm ich es mir zur Aufgabe, jeden Spant sofort einzeln zu zeichnen, beginnend mit dem ersten Spant. Untypischerweise bekomme ich es einfach nicht auf die Reihe, die Spanten von Achtern zum Bug aufsteigend zu benennen - but who cares... Solange ich weiß, was gemeint ist... Wink




Nachdem ich es tatsächlich doch noch auf die Reihe bekam, mir im Supermarkt einen vernünftigen Druckbleistift (0,5mm) einzukaufen, konnte es mit dem Anreißen der Spanten weitergehen. Die Deckrundungen wurden dabei entsprechend der Spantenbreite auf 0,1mm genau interpoliert. Das Anreißen war etwas kritisch - so fein ist der Bleistift dann auch wieder nicht Wink.

Die Spanten auf der unteren Seite sind ein Pre-Entwurf. Es stellte sich heraus, dass im weiteren Spantenverlauf eine zu starke Aufkimmung zu erwarten wäre, welche in den beiden gezeichneten Ansichten so noch nicht eindeutig wahrnehmbar war.




Und auch dazu - später mehr ^^.

Ja, Schatz - es werden Zwillinge... Wink. Rein optisch sollen sie sich nicht nennenswert unterscheiden, geplant ist nur eine antriebstechnische Differenz:
Meine Frau bekommt einen etwas stärkeren Motor, behält aber einen leichten 1-Schrauben-Antrieb mit 25-30mm Durchmesser.
Meine Twin (klingt doch schon mal nicht verkehrt  Troesten ) wird hingegen einen 2-Schrauben-Antrieb bekommen, dafür aber etwas kleinere Motoren und nur 20mm Propeller.
Wer dann später auf dem Wasser die Nase vorn haben wird, das wird sich erst in einigen Monaten herausstellen, denn soviel ist sicher: In einer Woche sind die Boote nicht aufgebaut.
Hab auch schon ganz schnuckelige Motörchen in meiner Sammlung - steht "DDR" drauf und sang beim ersten Testlauf ein echt schrilles Liedchen. Etwas Sprühöl auf die Lager machte ihn dann sang- und klanglos leise ^^


Euer Möhrchen...
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BeitragThema: Re: Projekt TWINS: Sportboot-Zwillinge gebaut von Maik Mohr   Fr 16 Sep 2016 - 19:35

Heute musste ich zunächst noch eine kleine Piratentruhe als Hochzeitsgeschenk anfertigen, mit den Abmessungen 90x75x50mm (BxHxT).
Heute waren noch die Messingbeschläge und eine Schaufel aus Messing und Kupferrohr anzufertigen - dadurch konnte ich heut nicht allzu viel machen.

Auf dem folgenden Foto seht ihr den finalen Spantenentwurf. Ihr habt nun einen direkten Vergleich zum ersten Entwurf - es hat sich ein bisschen was getan...
Besonders deutlich wird dies bei Spant Nr. 2, welcher nun eine deutlich ausgeprägtere Kimm aufweist.




Die kommende Zeit werde ich nun damit verbringen, den Kiel gestochen scharf auf Papier zu bringen. Dann 2mal sowohl Stringer als auch Spanten fotokopieren und schon kann die wilde Sägerei losgehen Wink.





Möhrchen...
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BeitragThema: Re: Projekt TWINS: Sportboot-Zwillinge gebaut von Maik Mohr   Sa 17 Sep 2016 - 19:00

Weiter geht es mit einer Überarbeitung der Seiten- und Bodenansicht.
Um einen bessere Vergleich zu schaffen - zunächst die Ursprungsskizze:




Dazu nun die überarbeitete Version...



Ihr seht, dass sich an der Seitenansicht nicht viel getan hat, dafür aber an der Bodenansicht. Die Außenform hat sowohl an Bug als auch Heck deutlich abgenommen. Gerade im Bereich der Bugauswölbungen wurde die Form zugunsten der Optik nach innen entlastet.
Die größte Änderung erfuhr jedoch die Kimmlinie. Sie verläuft nun vom Bug deutlich schlanker, zum Heck hin hat sie jedoch an Breite ein wenig gewonnen. Das werdet ihr auch an den Spantenrissen sehen...


Im vorherigen Beitrag waren bislang nur die Stichmarkierungen des Kiels zu sehen. Dies wurde nun nicht nur vervollständigt, sondern auch bereits mit allen notwendigen Spantenausschnitten versehen. Vorgesehen ist dabei eine Spantenstärke von 4mm.

Dazu sind die ersten Spanten aufgerissen, mit allem, was dazu gehört:
- Deckstringer
- Kimmweger/-stringer
- Motorenabstützung
- Ausschnitt für die Wellenkupplung
- Bodenplicht und Seitenrahmen.



Leider ist es mir nach genauer Vermessung der Spanten nicht mehr möglich, 2 Motoren in meinem Modell unterzubringen, zumindest nicht die, die ich daheim auf Lager habe. Die Motorenauflage in Spant 3, auf welcher der Motor später aufliegen wird, ist für einen 24er Motor vorgesehen. Größere Motoren sind jedoch problemlos durch Änderung des Plans möglich. Die Zentrierungsmarkierung, von welcher aus die Motorenauflage anzureißen ist, ist hierzu eingefügt.


Und dann sind da noch die restlichen 6 Spanten. Auch diese haben bereits alles, was sie benötigen.
Besonders schwierig war das Anfertigen der Akkuauflage. Der Rumpf ist nicht hoch genug für konventionelle 3-Zeller, weshalb ich nur mit schlanken Turnigy Nano-Tech (gerade 18mm Dicke bei 1600mA/h) unterwegs sein kann/werde. Der Akku wird hierzu komplett bis zum Spiegel eingeschoben. Problematisch war das Ausklügeln des Ruderkonzeptes. Da die Ruderwelle nur sehr kurz sein darf, muss auch die Ansteuerung etwas kniffliger sein. Hierzu sind in den Spanten 7-9 Führungsausschnitte für das Rudergestänge eingearbeitet, welches unterhalb der Akkuauflage verläuft. Das Servo selbst wird dann kopfüber in der Bodenplatte eingebaut. Das Ruderhorn sitzt dann nicht auf dem Koker, sondern mittig zwischen 2 Kugellagern.




Euer Möhrchen







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BeitragThema: Re: Projekt TWINS: Sportboot-Zwillinge gebaut von Maik Mohr   Di 20 Sep 2016 - 11:37

Hallo Freunde,

die Planungsphase ist in diesem Fall recht schwierig. Bereits im Vorfeld möchte ich so viele Baustellen wie möglich abarbeiten, um später nicht das Nachsehen haben zu müssen, wie am Beispiel der Ruderanlenkung gezeigt. Später wäre es nur sehr schwer möglich, das Anlenkgestänge zu verlegen. Bei der Ruderanlage ist das nicht viel anders, denn der Akkus muss ja auch noch untergebracht werden...

Derzeit trete ich bei der Wellenanlage ein wenig auf der Stelle. Die Single-Antriebswelle ist dabei weniger das Problem. Vielmehr bereitet mir die Duplex-Anlage Kopfzerbrechen.
Ich bin nun soweit, dass ich mich zum Einsatz eines Verteiler-Gegenlaufgetriebes entscheiden konnte. Damit können 2 Wellen gegenläufig und synchron angetrieben werden, benötigt in der Tiefe jedoch nur den Platzbedarf eines Motors.

Problematisch wird es bei der Auswahl der Zahnräder. Die müssen stabil genug bei geringem Platzbedarf sein, ca. 10mm habe ich derzeit eingeplant.
Lieb wären mir ja Ritzel aus Messing, aber erst einmal finden... Die Teilung sollte zwischen 0,5 und 1mm liegen. Je kleiner die Teilung, desto leiser der Antrieb.
Gestern verbrachte ich schon gute 2 Stunden mit der Suche nach Ritzeln mit 2mm Wellenbohrung. Allerdings fiel mir erst beim Zubettgehen ein, dass ich ja eine Drehbank habe, und die Adapter und Mitnehmer selbst anfertigen kann ^^.

Jetzt muss ich mich mal die Tage noch beim Schrotti oder im Netz umschauen. Wird doch wohl irgendwo noch Schlachtmaterial mit verwertbarem Getriebe geben...


Möhrchen...

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BeitragThema: Re: Projekt TWINS: Sportboot-Zwillinge gebaut von Maik Mohr   Di 20 Sep 2016 - 15:59

Puuh - bei Ibäh nun doch noch fündig geworden.
4 Messing-Zahnräder, Modul 0,5, mit je 30 Zähnen und einem Bund-Durchmesser von 10mm. Zannbreite 4mm - sollte langlebig genug sein Wink. Leider gab es keine Option auf Ritzel mit beispielsweise 29 Zähnen, um den Verschleiß zu minimieren...

Später wird das Getriebe dann vollständi gekapselt, eventuell sogar mit Spezialöl gefüllt, wenn ich es ducht genug bekomme ^^.

An eine Skizzierung des Getriebes setze ich mich heute Abend noch. Es sollte sogar möglich sein, ähnlich einem CAD-Entwurf, die exakte Positionierung zu ermitteln.


Möhrchen...
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BeitragThema: Re: Projekt TWINS: Sportboot-Zwillinge gebaut von Maik Mohr   Do 22 Sep 2016 - 23:08

So, die beiden wichtigen Planseiten sind fotokopiert. Morgen kann es dann endlich mit dem praktsichen Teil des TWIN-Projektes losgehen: Einem simultanen Aufbau von Modell-Zwillingen ^^.

Erstes Material traf dazu heute ebenfalls ein:
2 x 2mm Flugsperrholz und
1 x 1mm Flugsperrholz. Ich bin wirklich am Überlegen, welches Material ich zum Beplanken verwenden werde. Das 1mm erscheint mir auf den ersten Blick wirklich sehr wabbelig, allerdings stehen mir auch - im Gegensatz zum 1,7m Dodge-Modell mit gerade 7 Spanten, hier stolze 10 Spanten auf einer Länge von 28cm zur Verfügung. Das bedeutet einen reellen Fachabstand von gerade einmal 26mm...

Ich denke, wenn das Grundgerüst steht, wird das Holz erst einmal zur Probe aufgelegt.
Als Plan B kann ich mich ja immer noch mixen: 2mm für Boden und Seiten, 1mm für das Deck Very Happy


Möhrchen
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BeitragThema: Re: Projekt TWINS: Sportboot-Zwillinge gebaut von Maik Mohr   Fr 23 Sep 2016 - 21:13

Hallo Möhrchen,

finde es sehr gut, wie du das ganze planst. Da wird es sicher auch später keine Fehler geben.

Ich schaue dir gerne weiter über die Schulter.

LG Scampolo
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BeitragThema: Re: Projekt TWINS: Sportboot-Zwillinge gebaut von Maik Mohr   Sa 24 Sep 2016 - 12:00

Hallo Möhrchen,
ich weiss nicht, ob du mal meinen Bericht über MYA gelesen hast? Da ist der Spantabstand ähnlich und sie wurde komplett mit 1mm beplankt. Daran ist nichts wabbelig, im Gegenteil, das Ding ist sehr verwindungssteif.
1mm spart halt Gewicht und allzu schwer dürfen die Dinger ja nicht werden. Ich mein ja nur ...

Gruß Günter
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BeitragThema: Re: Projekt TWINS: Sportboot-Zwillinge gebaut von Maik Mohr   Sa 24 Sep 2016 - 13:16

Hallo Günter,

nein, verfolgt habe ich den Bericht leider nicht.
Aber ich habe es mir selbst fest vorgenommen, es definitiv mit dem 1mm-Material zu versuchen...
Wird bestimmt lustig ^^.


LG - Möhrchen
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BeitragThema: Re: Projekt TWINS: Sportboot-Zwillinge gebaut von Maik Mohr   Sa 24 Sep 2016 - 13:35

Hallo Maik,

den Bericht verfolge ich ja auch von Anfang an.
Bei diesem kurzen Spantenabstand kannst du beruhigt 1 mm nehmen.
Ich habe das Modell von guennie ja real gesehen und es ist sehr stabil und nichts gewellt.

_________________
Gruß

Stephan

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BeitragThema: Re: Projekt TWINS: Sportboot-Zwillinge gebaut von Maik Mohr   Sa 24 Sep 2016 - 19:59

Hallo Maik,
es ist ja nicht zu spät. Der Bericht steht auf der gleichen Seite, sieh dir mal die ersten Seiten an, da geht es ja um den Rumpf.
Gruß Günter
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BeitragThema: Re: Projekt TWINS: Sportboot-Zwillinge gebaut von Maik Mohr   Sa 24 Sep 2016 - 20:44

Hab ich mir gerade angeschaut und war von deinem Spantengerüst ja mal sowas von sprachlos - mir stand die Kinnlade offen!!!
Hast du den Plan dazu selbst entworfen?

Ich bin heute ja mal sowas von happy - ich freu mir ein Loch in den Po ^^. Hab heute endlich, nach langem Betteln und Augenrollen, eine nagelneue Bandsäge bekommen. Eine kleine nur mit ca. 250mm Ausladung zur Seite, aber reicht für alles Gängige aus. Für den Rest hab ich ja noch die Dekupiersäge ^^.


Möhrchen
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BeitragThema: Re: Projekt TWINS: Sportboot-Zwillinge gebaut von Maik Mohr   So 25 Sep 2016 - 8:49

Hallo Maik,
die MYA wurde streng nach Plan entworfen, ich hatte (habe) Originalpläne und es gab (gibt?) einen Dipl. Ing. Hesselschwerdt, der einen Modellplan gezeichnet hat. Nach diesem Plan, unterstützt durch über 200 Fotos vom Original habe ich gebaut. Vom Spantenriss gab es 2 Versionen im Bereich der Wellenführung, 1 mit glattem und vereinfachten Boden und einen wie im Original mit Wellentunnel. Ich habe den Wellentunnel gebaut.

Aber wenn dir die Kinnlade runterfiel, sieh dir auch mal den Rumpfbau von meinem Schlepper an, es gibt nur wenige Fotos davon, aber Sehenswerte (denke ich). Du findest sie auf der ersten Seite aber ziemlich tief, unterhalb der Mitte.

Schönen Sonntag wünscht dir

Günter

P.S.: Herzlichen Glückwunsch zur neuen Säge und keinen "Bänderriss".  Laughing
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BeitragThema: Re: Projekt TWINS: Sportboot-Zwillinge gebaut von Maik Mohr   So 25 Sep 2016 - 14:26

Weiter geht's:

Der Aufbau der neuen Bandsäge ist recht einfach, das Einrichten der Maschine jedoch nicht. Alles muss gut abgestimmt sein. Sägebandspannung, Neigung der Führungsrolle, Sägebandführung und Stützrollenabstand. Hat mich mit Aufbau gut 45min gekostet, dann konnte es an die ersten Sägeversuche gehen.

Als alles fertig war, der erste Auftritt: Einmal Kiel austrennen. Und schnell wurde klar - die seitliche Ausladung begrenzt schon arg, sodass man um den Einsatz der Dekupiersäge nicht herum kommt. Dafür ergänzen sich beide Maschinen nun fantastisch: Die Dekupiersäge für breites Sägematerial und enge Kurvenradien, die Bandsäge für eine tiiiiiefe Ausladung und eine exakte Bandführung für geradlinige Schnitte.

Das ist das gute Stück:




Es ist jetzt nicht das teuerste Modell, dafür hätte ich auch weder Bedarf noch Platzangebot. Aber für den Einstieg reicht es gut aus, und mit meinen mechanischen Fähigkeiten könnte ich die Säge sicher auch jederzeit reparieren, falls nötig.

Großer Pluspunkt: Im Gegensatz zu meiner Tischbohrmaschine von Einhell, ist die Bandsäge mit einem Motor für Dauerbetrieb ausgestattet. Der Einhell-Antriebsmotor mit der Klasse "S3" sollte nur 15min lang genutzt werden. Bei mehr als 45min wird er dann schon so warm, dass man ihn kaum noch berühren kann. Schlecht, wenn ich doch mal wieder den Fräser einspanne und Freihandfräsen möchte ^^


Links seht ihr noch den Führungsstab für gerade Schnitte schmalerer Hölzer (bei Holzstärken ab Fingerverletzungsdicke - also ca. 8mm) und die Seitenführung.
Ich denke, dass ich mir mit der Zeit noch einige Tools selbst anfertigen werde, beispielsweise einen 45°-Auflagebock zum Anfertigen von Dreikantleisten. Ein solches Tool wäre für eine Dekupiersäge quasi undenkbar, da das Blatt nicht genau genug geführt wird ^^.




Der erste Kiel ist ausgeschnitten, und schnell erkennt man erste (wirklich kleine) Fehlerchen, die ich im Spantenriss nicht berücksichtigt hatte. Hier beispielsweise fehlt die Nur für die Bodenplatte. Da die Bodenplatte später nämlich auch die Kugellager der Ruderanlage tragen muss, muss diese an allen Punkten sicher befestigt, jedoch keinesfalls verklebt sein. Achtern ist teilweise mit Planken überdeckt - da muss ich also doch ein wenig tricksen ^^.
In der Seitenansicht ist diese Nut jedoch eingezeichnet...




Und dann sind da noch die Spanten... Im Grunde alles Bestens. Nun gut - mit der Bandsäge ist es unmöglich, den inneren Bereich auch noch auszusägen, damit geht es dann später unter die Deku.
Dummerweise habe ich Spant 7 zweimal exakt gleich ausgeschnitten, wo doch nur einer die Aussparungen für die Wellenverstärkungsleisten bekommen sollte ^^.
Ist aber nicht tragisch.
Das Austrennen der Spanten und des Kiel hat in der Summe noch nicht einmal 30min gedauert, was definitiv der Arbeitserleichterung durch die Bandsäge geschuldet war.
Diese bringt auch einen seeeehr großen Vorteil mit: Man kann mit ihr kleinere Fräsungen vornehmen, da das Sägeband stabil geführt wird. Das Austrennen von Nuten geht so wirklich sehr schnell und einfach von Statten. Das Deku-Sägeblatt würde an dieser Stelle eher herumeiern.




Ihr merkt, wie begeistert ich von der neuen Säge bin. Dass man damit so schnell arbeiten kann, hätte ich nicht gedacht. Sie hat aber auch Einschränkungen, beispielsweise die seitliche Ausladung. Empfehlenswert trotzdem.
Tipp: Arbeiten über 5min Bitte nur mit Gehörschutz. Die Säge selbst ist nicht laut, aber die Blattarbeit im Holz hat schon einen kleinen Kreissäge-Charakter, nur halt in "Endgeil"  Großer Applaus

By the Way: Die Teile auf den Fotos sind noch komplett unbearbeitet. Nix gefeilt, geschliffen oder angeglichen.
Möhrchen
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BeitragThema: Re: Projekt TWINS: Sportboot-Zwillinge gebaut von Maik Mohr   So 25 Sep 2016 - 16:52

Hallo Maik,

mal eine Frage zur Bandsäge (hatte ja schon per Mail geschrieben, so ein Dingen steht auch auf dem Wunschzettel), lässt sich der Sägetisch neigen?
Das wäre mir wichtig.

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Gruß

Stephan

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BeitragThema: Re: Projekt TWINS: Sportboot-Zwillinge gebaut von Maik Mohr   So 25 Sep 2016 - 21:52

Hey,

ja, der Sägetisch lässt sich neigen. Unter dem Tisch befindet sich noch eine Fein-Justierschraube, um den Tisch auch exakt auf Gehrung zu bringen.
ABER: Der Tisch selbst ist nicht plan, auch wenn er optisch so ausschaut. Mit der Lehre sieht man, dass die Mitte gut 2mm tiefer liegt als die Außenkanten Irgendwann werde ich das mal richten - hab derzeit dazu einfach keine Zeit (und Lust Wink ).


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BeitragThema: Re: Projekt TWINS: Sportboot-Zwillinge gebaut von Maik Mohr   Mo 26 Sep 2016 - 21:10

Da waren sie dann alle ausgetrennt: 20 Spanten im Mini-Format ^^.
Bislang nur von außen vorgeschnitten, wurden sie nun mit einigen 6mm-Bohrungen versehen...




Durch diese Bohrungen wird dann das Sägeblatt der Dekupiersäge geführt, um den inneren Teil halbwegs sauber auszutrennen. Es gibt aber auch einige Punkte, de zu schmal für den 6mm-Bohrer sind. Dort wurden nur 2mm-Bohrungen gesetzt und später mit der Bügel-Laubsäge ausgetrent.





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BeitragThema: Re: Projekt TWINS: Sportboot-Zwillinge gebaut von Maik Mohr   Di 27 Sep 2016 - 22:42

Hallo Freunde,

die ersten Spanten sind nun vollständig ausgeschnitten...




Heute sägte ich dann noch die letzten Spanten aus und komplettierte das Bild entsprechend: 20 Spanten mit Kielmontagelaschen ^^




Weiter ging es mit der Feinbearbeitung im Schraubstock. Dort wurden alle Unebenheiten mit diversen Schlüsselfeilen begradigt. Im Weiteren mussten die Ausschnitte für die Wellenverstärkungsleisten exakt ausgearbeitet werden, damit die Leisten später saugend eingefasst werden können. Eine unsaubere Nut würde die Leiste zu tief einsinken lassen, nach oben überstehen (und so einen Buckel in der Bodenplanke werfen = ungeil ^^) oder nicht zu den anderen Spanten fluchten.

Hier passt es einwandfrei...




Und dann waren da noch die Stringer-Einschübe. 3x3mm messen sie gerade einmal und auch hier musste mit echten 3x3 Kiefernleisten gelehrt werden, bis das Produkt dem entsprach, wie ich es mir vorstellte. Eine 3mm Schlüsselfeile war dabei ein guter Freund und Helfer Wink





LG - Möhrchen
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BeitragThema: Re: Projekt TWINS: Sportboot-Zwillinge gebaut von Maik Mohr   Mi 28 Sep 2016 - 19:55

Hallo,

gefällt mir sehr gut. Da hast du ja noch einiges vor dir.

LG Scampolo
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BeitragThema: Re: Projekt TWINS: Sportboot-Zwillinge gebaut von Maik Mohr   Mi 28 Sep 2016 - 21:56

Joa, n bissl steht da schon noch an ^^... und alles im Doppelpack Wink.
Aber wenn es später einmal genau so ausschaut, wie ich mir das vorstelle, dann wird es großartig.
Geb mir auf jeden Fall alle Mühe, dieses Ziel zu erreichen.


Möhrchen
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BeitragThema: Re: Projekt TWINS: Sportboot-Zwillinge gebaut von Maik Mohr   Mi 28 Sep 2016 - 22:25

Die ersten 10 Spanten sind nun fertig ausgeschnitten und bearbeitet. Diese sind für meine "Twin II", mit Duplex-Antrieb.




Nun war es noch daran, die Spanten vom Papier zu befreien...




Und nach dieser vorerst letzten Bearbeitungsmaßnahme, konnte man tatsächlich echte Spanten erkennen... im Miniformat Wink





LG - Möhrchen (der sich auf der Jagd nach einer Mücke nen nassen Socken geholt hat...)




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BeitragThema: Re: Projekt TWINS: Sportboot-Zwillinge gebaut von Maik Mohr   Do 29 Sep 2016 - 21:35

Die Helling wurde vorbereitet. Eine rechtwinklige Mittellinie wurde angerissen, dazu die passenden Spantenmarkierungen in einem Abstand von jeweils 30mm (ausgenommen Spant 1 und Spant 10).

Mit dünnflüssigem Cyanacrylat wurden die Spanten nun auf der Helling ausgerichtet fixiert.




Man sieht an der ersten Markierungslinie, dass ich den ersten Spant beim ersten Versuch noch mit 30mm angerissen hatte, mich dann aber doch schnell wunderte, dass der Kiel nicht passen wollte ^^.




Nun war der Kiel nur die halbe Miete. Es ging daran, die exakte Ausrichtung zu prüfen. Dazu wurden probehalber schon Stringerleisten in den Nuten eingelassen. An der sich ergebenden Linienführung konnte ich ausmachen, dass Spant 5 um 0,3mm zu hoch war, Spant 8 hingegen um 0,7mm zu tief.
Das klingt auf den ersten Blick nicht sooo dramatisch, äußert sich jedoch sehr offensichtlich in einem "krummen" Linienaufbau, insbesondere Kimmstringer und Bodenplanken.

Abschließend musste nur noch die Einstechtiefe der Kielnuten angepasst werden. Sämtliche Nuten waren um 1-2mm zu flach. Das Nachfräsen ging dank Bandsäge jedoch so locker und flockig von der Hand, dass es sogar richtig Spaß machte ^^.
Im Bauplan muss ich die Daten jedoch noch einmal genau abgleichen und u.U. nacharbeiten.




Der Leim hat nun einen ganzen Tag lang Zeit, vollständig abzubinden. Morgen Abend wird dem Kochtopf dann Feuer unterm Hintern gemacht ^^ und Wasser zu Dampf erhitzt. Die Stringerleisten müssen vorgebogen werden. Die Kimmstringer würden sich bruchfrei einsetzen lassen, die Deckstringer jedoch brachen beim ersten Biegeversuch gleich 2mal. Schlimm ist das jedoch nicht - Leisten habe ich ohne Ende Wink.

Hoffe, euch gefällt der erste Linienüberblick genauso wie meiner Frau und mir ^^.




LG - euer Möhrchen



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Maik Mohr
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BeitragThema: Re: Projekt TWINS: Sportboot-Zwillinge gebaut von Maik Mohr   Sa 1 Okt 2016 - 16:35

Hallo Freunde,

nun geht es weiter im Baubericht:


Die Stringer stehen in der Warteschlange. Ich hatte mir ursprünglich fest vorgenommen, die Leisten unter Heißdampf vorzubiegen, aufgrund guter Qualität der Leisten entschied ich mich jedoch dazu, es "trocken" zu versuchen.
Mit Daumen und Zeigefinger wurden die Leisten ein wenig vorgespannt und dann um die Spanten gebogen. 1 Leiste brach bei dem Versuch, die anderen hielten durch ^^.
Allerdings ist auch der Aufwand, die Leisten in Position zu halten, dementsprechend hoch...




Nachdem der Leim dann abgebunden hatte, konnte es auch sogleich mit dem Deckstringer weitergehen...
Hier waren die Rundungsradien sogar noch ein wenig schärfer, mit gut Zureden klappte es jedoch.
Alle Leisten wurden am Bug auf der Innenseite diagonal beschliffen, um zum Einen maximale Auflagefläche zu bieten, zum Anderen der Linienführung wegen.




Die Deckstringer ließen sich etwas einfacher fixieren. Die Leimzwingen suchten sich einfach am Kimmweger den nötigen Halt ^^.




Auch die Twin I kam nun auf die Helling. Erstaunlicherweise musste ich die gleichen Spanten ein wenig in der Höhe befeilen, damit die Stringerleisten eben verliefen.
Im Bauplan werde ich das noch ein wenig abändern müssen - handelt sich aber lediglich einmal um 1mm zu niedrig und 0,5mm zu hoch...
Was ich jedoch bei allen Spanten nacharbeiten musste, war die Einstechtiefe der Nuten im Kiel. Sämtliche Nuten mussten um 1-2mm tiefer eingeschnitten werden. Das ist natürlich ganz schön heftig. Da ich den Bauplan u.U. später vermarkten möchte, wäre es wirklich fatal, wenn solche groben Fehler beinhaltet sind. Abolutes No-Go.




Nun weiß ich defnitiv auch, dass ich die Hellingfahne des letzten Spantes um 2mm einkürzen muss. Ich hatte bislang nur grobe Richtwerte, da dieser Spant durch die Schräglage (sowohl an Unterboden als auch Helling) zusätzliches Material aufträgt. Die Eintauchtiefe im Kiel war jedoch vollkommen in Ordnung. Auch Spant 1 machte keinerlei Probleme (miese Quote, ich weiß ^^)...




Der Kiel ist nun montiert. Die Stringer-Ausschnitte am ersten und zweiten Spant mussten auf den Innenseiten um 0,5-1mm tief schräg gefast werden, damit die Stringerleiste auch bündig mit dem Spant abschließen kann. Auch dies werde ich im Bauplan entsprechend berücksichtigen...




LG - Möhrchen
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BeitragThema: Re: Projekt TWINS: Sportboot-Zwillinge gebaut von Maik Mohr   So 2 Okt 2016 - 14:34

Hallo Freunde,

weiter geht es mit dem Aufbau der Twin II.
Ok - es ist schon ein wenig verwirrend, dass das Boot, welches in der alphanumerischen Rangfolge nachstehend wäre, dem vorstehenden Modell vorgezogen wurde. Hoffe, dass ihr damit dennoch gut klar kommt Abklatschen

Im Grunde ist dies der schönste Teil des Rumpfaufbaus. Die Stringer verleihen dem Boot seine Grundform, mit allen Rundungen, so wie sie sein sollten ^^. Ohne die Stringerleisten würden sich die Planken um die Spanten biegen und eine Wellenform aus Außenhaut und Boden machen.

Ich muss auch gestehen, dass mir doch ein wenig mulmig zumute war, dem Bodenteil keine zusätzliche Zwischenstringer einzubauen. Hoffe, dass es auch so klappert ^^.

Nun folgen aber erst einmal die Verstärkungsleisten im Bereich der Wellendurchbrüche, Abstützungen und Ruder.
10x2mm Kiefernleisten sollten ausreichend sein...




Reichlich geklammert, wurden die Leisten über die Spanten gezogen. Der Rumpfboden unterliegt hier bereits einer nicht vernachlässigbaren Torsion, den die Leiste von selbst nicht mehr mitmachen möchte. Also - zwingt man sie dorthin ^^.




Der Leim hatte abgebunden, die Zwingen konnten entfernt werden. Das Ergebnis für mich persönlich - erfrischend Hallo




In der Seitenansicht erkennt man die Verwindung des Bodenbereichs sehr gut...




... in der Vorderansicht hingegen weniger Wink. Dafür erkennt man schon recht gut, was es denn mal werden soll.




Als ich das Modell entwarf, war ich ja auf der Suche nach vergleichbaren, sehr einfach aufgebauten Sportbooten der 80er und 90er Jahre, gefunden habe ich aber bis heute kein einziges. Erstaunlich, wo es sich doch so gut als klassisches Sportboot zum "Mitnehmen" eignet ^^.
Ich finde, es muss nicht immer Mahagoni sein - ein guter Lack hat auch seinen Reiz Wink.


LG - Möhrchen




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BeitragThema: Re: Projekt TWINS: Sportboot-Zwillinge gebaut von Maik Mohr   Mo 3 Okt 2016 - 21:45

Die Formteile der Bodenplatten habe ich maßgeschneidert angefertigt. Ich nahm mir euren Rat zu Herzen und habe gleich von vornherein nur 1mm Flugsperrholz verwendet, und was soll ich sagen - 1A!

Ein kleiner Fehlerteufel, der nur mit dem Richtscheit sichtbar wird:
Durch den steilen Plankenwinkel am Sandlauf beult sich die Bugrundung etwas nach unten weg. Dadurch höhlt sich im weiteren Verlauf der Kiel nach oben aus. Im Plan werde ich das später noch anpassen müssen, indem die vorderen Spanten eine flache Aufkimmung bekommen und auch der Kiel minimal flacher am Bug ausfällt - nur um ca. 1mm.
Ist jetzt nicht sooo daramatisch, denke ich. Ob es sich leistungstechnisch auf die Fahrphysik auswirkt, kann ich immo noch nicht sagen.




Wie ihr auf dem oberen Foto seht, sind die Bodenplanken maßgeschneidert. Schwierig waren hier 3 Faktoren:

1.) Das Ausarbeiten der Bugrundung. Zunächst musste die grobe Form der gesamten Planke ermittelt und an der Mittelsehne des Kiels ausgerichtet werden. Anschließend riss ich eine ungefähre Form an und beschliff die Innenkanten so, dass sie bündig aneinanderzusetzen waren (stark gefast).
Anschließend wurde die finale Form nach und nach ausgearbeitet, bis der Kiel stimmte.

2.) Die Außenkante. Am Heck war sie noch recht einfach auszuarbeiten - anreißen und ausschneiden. Am Bug jedoch steht die Planke so steil, dass ein Anreißen nicht mehr möglich war. Also auch hier: Ungefähre Form ermitteln und dann Step by Step ausarbeiten.

3.) Die Mittelsehne. Die finale Form war aufgrund des stärker ansteigenden Kiels am Bug nicht mehr linear, sondern elliptisch. Hier hieß es nun: Bodenplanke auf dem Kiel so fixieren, dass sie ganzflächig auflag und anschließend in Form schleifen.

Die folgenden Planken waren dann einfacher anzufertigen. Die Konturen nahm ich von der ersten Planke ab, der Rest war dann nur noch Schleifarbeit.




Wie stark die Planken auf der Innenseite beschliffen werden mussten, seht ihr auf dem folgenden Foto:




Leider rissen beim Sägen mit der Bandsäge ein paar Teilstücke der Sperrholz-Deckschicht aus. Der Lack sollte das aber später wieder ausgleichen können ^^.

Nun wurden die Planken an der Sehne zusammengeheftet. Da normales Klebeband schnell reißt und ich kein Malerkrepp in schmaler Ausführung zur Hand hatte, verwendete ich hier Filament-Klebeband. Das bekommt man nicht zerrissen...




LG - Möhrchen




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