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 Projekt TWINS: Sportboot-Zwillinge gebaut von Maik Mohr

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Maik Mohr
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BeitragThema: Re: Projekt TWINS: Sportboot-Zwillinge gebaut von Maik Mohr   Sa 29 Apr 2017 - 20:40

Nun ergab sich ein neues Problem: Windschutzscheibe!
Ich wollte den Scheibenrahmen unbedingt aus Aluminium anfertigen, allerdings auch keinen Ausschuss produzieren. Da ich mir nicht wirklich anderweitig zu helfen wusste, fertigte ich mir eine kleine Fertigungshilfe aus Sperrholz und Kiefernleisten an. Natürlich alles nur Reste...




Weder schlechte Materialwahl noch schlecht ausgerichtet: Die untere Platte muss gebogen sein. Sie ist der Rundung des Decks angepasst.




Aus einem alten Schnellhefter trennte ich die Rückwand aus. Aus diesem sehr gut biegsamen Kunststoff schnitt ich nach und nach den die Auflagekontur für den Pseudo-Rahmen heraus.
Es sieht nach nicht viel Arbeit aus, dauerte aber wirklich elendig lange, denn der Kunststoffbogen musste immer wieder neu mit Klebeband beklebt werden. Staube und Holzabrieb ließen die Klebewirkung sehr schnell schwinden.




Aber so ist das halt bei Scratch-Bauten, selbst bei so kleinen Wink.


LG - Möhrchen



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BeitragThema: Re: Projekt TWINS: Sportboot-Zwillinge gebaut von Maik Mohr   Mo 1 Mai 2017 - 12:46

Die äußere Kontur des Scheibenrahmens übertrug ich nun auf 0,6mm Aluminiumblech. Sowohl Innenkonturen als auch Montagelaschen wurden dann individuell eingezeichnet.




Beim ersten Versuch schnitt ich zunächst die Außenkontur mit der Dekupiersäge aus. Das ging jedoch schnell nach hinten los: Das Blatt verhakte sich im dünnen Blech und verbog es vollständig. Beim 2ten Versuch (Bild) machte ich es umgekehrt... Erst die Ausschnitte, dann die Kontur.




Noch ein wenig Nacharbeit mit der Schlüsselfeile - fertig war der Scheibenrahmen...




Diesen bog ich nun zunächst nach meinen Vorstellungen, danach wurde der Rahmen entsprechend der Deckrundung angepasst.




In das Deck arbeite ich schmale Einstechöffnungen ein. Vor dem Einkleben polierte ich den Rahmen noch ein klein wenig mit dem Dremel und Polierpaste auf, allerdings ohne Vorzuschleifen. Sollte halt auch dem "Used-Look" entsprechen.

Die "Verglasung" besteht hier aus der Klarsichtfolie eines Schnellhefters, welcher mit Hilfe von doppelseitigem 3M-Klebeband aufgeklebt wurde. Makrolon wäre leider zu stabil gewesen...




Die Twin ist nun fast fertig...




LG - Möhrchen
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BeitragThema: Re: Projekt TWINS: Sportboot-Zwillinge gebaut von Maik Mohr   Fr 5 Mai 2017 - 17:00

Hallo Freunde,

der Baubericht neigt sich nun langsam (aber sicher) dem Ende. Die letzten Änderungen am Modell, welche ich euch hier vorstellen möchte, waren eher notgedrungen. Grund:
Das damals geplante und eingebaute Setup war leider viiiiel zu schwer und die Propeller dafür auch viel zu klein.

Beim ersten Testlauf in der Badewanne ging das Boot fast unter. Zuerst versuchte ich den eingeplanten 3S-Lipo. Allerdings schwappte da bereits das Wasser im Spiegelbereich über das Deck - nur mit Mühe hielt es sich über Wasser.
Also setzte ich einen 2S-Lipo ein, das Heck kam ein kleines Stück raus, jedoch waren trotzdem nur ca. 2mm Platz bis zum Schandeck. Schlimmer traf es jedoch das Vorschiff. Der Bug lugte mit ca. 3mm bis zum Schandeck, aus dem Wasser - und hier gab es keinen Akku, den ich hätte verschieben können.

Zur Krönung des Ganzen waren dann da noch die Mini-Propeller. Glücklicherweise hatte ich genug Platz für größere Schrauben gelassen, denn diese 16mm-Gusspropeller hatten trotz Schleifen so gut wie keinen Vortrieb und liefen ab viertel Kraft voraus nur noch leer bei voller Kavitation.


Also überarbeitete ich das Setup von Bug bis Achtern. Der Bode der Bilch wurde entfernt. Zwar nur eine 1mm Holzplatte, aber immerhin etwas. Getriebe, Motor, Wellenkupplungen, Fahrregler und Akku - das alles flog raus. Selbst vor der Wasserkühlung konnte ich nicht halt machen...

Danach baute ich das Setup von Grundauf mit ultraleichten Komponenten erneut auf.


Aber schauen wir uns zunächst das Unterwasserschiff an!
Kiellinie und Schiffsname fehlen bislang noch. Die wollte ich Plotten, sobald ich meine Fräse habe (Schleppmesser-Adapter ^^).

Die Mini-Propeller mussten hochwertigen Messing-Schrauben von Raboesch weichen. Diese 3-blättrigen Propeller vom Typ D haben einen Nenndurchmesser von 20mm. Damit sie jedoch unter das Boot passten, musste ich sie auf die Drehbank nehmen und die Spitze kappen - wären sonst zu lang gewesen.




Im "Maschinenraum" unter der Kabine gab es die größten Änderungen. Der neue Brushless-Motor ist hat im Grunde nur noch die halbe Größe (ist deutlich flacher, hat aber dennoch mehr als genügend Leistung). Das Getriebegehäuse wurde auf ein Minimum verkleinert - sämtliche Ecken wurden weggefeilt ^^.
Die Messing-Zahnräder waren, neben dem Antriebsmotor, mit einer der schwersten Posten. Hier werkeln nun ultraleichte Kunststoff-Zahnräder aus Acetalharz. Damit die Ritzel passten, musste ich Messingrohr als Adapterpassung zwischen der 4mm Ritzelbohrung und den 3mm Wellen auf Länge bringen und mit entsprechenden Bohrungen für die Befestigungsschrauben versehen.

Die Messing-Wellenkupplungen werfe ich keinesfalls weg, musste sie aber trotzdem ersetzen. Ich fertigte neue Wellenkupplungen aus Aluminium an, welche nicht mal ein Viertel dessen wogen, was die Messingteile auf die Waage brachten...




Nun ja - und so schaut es nun im Boot aus... Dem geschulten Auge, welches meinen Baubericht von Anfang bis Ende mitverfolgte, wird sofort der neue Fahrregler ins Auge geschossen sein. Dieser 18A Brushless-Regler kommt von Robbe und wiegt gerade einmal 25 Grämmchen - weniger als ein Viertel des vorher installierten Reglers.
Die Kühlung wurde abgeändert. Ich wollte sie weitestgehend intakt lassen - als EyeCatcher...




Der Retro-Used-Look ist gewollt. Ich habe das Boot mit Absicht nur auf der Unterseite ein wenig aufpoliert, oben quasi mit 2 Lackschichten etwas "nachgestrichen" aussehen lassen...




Der neue Akku wiegt nur ca. ein Drittel gegenüber dem alten Akku, hat aber dennoch stolze 1300mA/h zur freien Verfügung.
Es ist ordentlich Platz im Innenraum, so kann ich den Akku noch ein wenig zur Trimmung verschieben...




Und einmal mit geschlossenem Deckel...
Dies ist aber noch nicht das letzte Foto - muss die Neuerungen erst noch fotografieren, kam ich noch nicht zu ^^.




Résumé:
Weniger ist in diesem Fall wirklich wesentlich mehr. Mit den neuen Komponenten purzelte das Gewicht auf gerade einmal 390 Gramm - und das fahrfertig (mit Akku). Dieses Gewicht wurde vorher bereits ohne Regler und ohne Akku erzielt ^^.

Die erste Probefahrt fand am Montag dieser Woche statt. Das Wetter war leider recht stürmisch, weshalb ich keine ausgiebige Probefahrt unternehmen konnte.

Das Boot ragt nun gute 15mm bis zum Schandeck aus dem Wasser - am Bug sind es sogar ca. 20mm.
Es ist dennoch kein Leichtgewicht unter den Modellbooten. Bei langsamer Fahrt schiebt die gute Twin II eine recht hohe Bugwelle vor sich her. Sie tut ihr eigentlich nichts, sofern das Wasser ruhiger ist. Da der Wellengang aber recht ordentlich war, drang ab und an doch mal eine Welle über das Vordeck bis zur Windschutzscheibe vor. Also musste ich deutlich schneller fahren und gab Gas.

Bereits in der Badewanne kam das Boot auf Halbgleitfahrt - hier am Steg jedoch auf volle Gleitfahrt. Das Fahrbild ist sehr schön. Das recht hohe Gewicht schafft hier ein ordentliches Wellenbild, wie man es auch bei einem 1:1-Vorbild dieser Bauart antreffen würde. War ich sehr überrascht.
Der witzigste Moment war, als ich mit der Kleinen direkt auf 2 recht hohe Wellenberge zufuhr. Das Boot schob sich auf die erste, hob mit dem gesamten Rumpf von der Wasseroberfläche ab und klatschte direkt in die 2te Welle hinein. Spritze und war wirklich lustig anzuschauen Wink.


Ich fuhr ca. 5min, länger ließ es das Wetter nicht zu. Daheim prüfte ich den Akkuladezustand. Der Akku war, als ich losfuhr, auf 98% aufgeladen. Daheim waren noch ganze 94% verfügbar. Gut - der Akku hatte ca. 1h Entspannungszeit dazwischen, trotzdem lässt dieser Wert sehr Gutes erahnen...


Sobald es Neuigkeiten gibt, werdet ihr es als Erstes erfahren.


LG - euer Möhrchen




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