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 Baubericht: Großmodell "Ripsaw" als SUV gebaut von Maik Mohr

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Maik Mohr
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BeitragThema: Baubericht: Großmodell "Ripsaw" als SUV gebaut von Maik Mohr   Mo 7 Nov 2016 - 23:23

Hallo Freunde,

es fing alles ganz harmlos an. Ein sehr guter Freund aus unserem Forum hatte den Gedanken, eine Art Panzer als Fun-Fahrzeug aufzubauen. Einerseits schnell, andererseits als Arbeitstier, z.B. zum Schneeschieben. Wir unterhielten uns wochenlang darüber, und auch wenn ich kein Freund reiner Panzer bin, so manifestierte sich mehr und mehr in mir der Wunsch, selbst ein solches Fahrzeugprojekt auf die Beine zu stellen, nur halt nicht als Arbeitstier ^^, sondern als Hochgeschwindigkeits-Fahrzeug.

Die Eigenschaften waren schnell festgesetzt: Maximaler Speed bei maximaler Bodenfreiheit. Dazu musste das Modell gut reparierbar sein, technisch gut durchdacht und verschleißarm. Auch Sprünge muss er abkönnen, ohne gleich mit der Federung durchzuschlagen (mindestens 30cm Fallhöhe müssen einfach schadenfrei drin sein).

Ich setzte mich also ans Zeichenbrett und entwarf stundenlang die ersten Blaupausen. Die ersten Entwürfe drehten sich um ein Fahrgestell mit 7 oder 8 Laufrollen pro Seite. Das Problem hierbei war jedoch, dass die Agilität entsprechend eingeschränkt würde. Mehr Laufrollen bedeuteten auch mehr Leistungsbedarf, mehr Gewicht und noch mehr Fahrzeuglänge. Der entscheidende Entwurf bleib schlussendlich bei 6 Laufrollen hängen.

Nun ging es mit dem Design der Aufhängung weiter. Insbesondere der Federweg bereitete mir Kopfzerbrechen. Nach zahlreichen Entwürfen kam ich zu der Erkenntnis, dass ein maximaler, Offroad-tauglicher Federweg nicht durch ein herkömmliches Panzer-Fahrgestell (beispielsweise dem eines Leopard oder Marder) realisiert werden kann. Der Tank würde schneller aufliegen als mir lieb wäre, der Fahrspaß wäre nicht so groß.

Ich entschied mich also zum Einsatz einer Querlenker-Aufhängung, nur dass die Querlenker eben nicht waagerecht, sondern senkrecht eingesetzt werden. Darunter ein Pendelgestell, das die Laufrollen trägt.
Auf der weltweiten digitalen Suche im World Wide Web nach einer Möglichkeit, die Kette effizient zu spannen, traf ich auf das Bild eines Fahrgestells, das meinem Entwurf stark ähnelte. Nein - besser noch, es sah fast gleich aus...
RIPSAW-EV2!!!

Da es bislang noch keine Daten zu dem Ripsaw-Fahrgestell gibt, ist es natürlich auch nicht möglich, ein solches im Maßstab nachzubauen. Auch würden meine technischen Möglichkeiten (Werkstattausstattung) einen direkten Nachbau einfach nicht hergeben.

Demzufolge zückte ich den Beistift, und änderte meine Skizze um wenige Punkte ab, passte sie dem Vorbild minimal an, beispielsweise um eine bessere Form der Querlenker. Ein Großteil ist jedoch bislang noch graue Theorie. Was ich bislang in Erfahrung bringen konnte: Die vordere Umlenkrolle ist mit einer Federung beaufschlagt. Sie spannt also die Kette vor und hält sie immer auf Spannung. Wie ich das später umsetzen kann und werde, steht bislang noch in den Sternen. Darum ist dies, genau wie die Form der Kabine oder des Rumpfes, noch nicht in der Seitenansicht skizziert.




Wer genau hinschaut, hat auch bereits den Maßstab entdecken können: 1:3. Aufgerechnet wird somit allein das Fahrgestell eine Länge von 875mm inklusive Ketten haben. Die Nase der Kabine und ein wenig Hecküberhang (wegen dem Getriebe) kommen da aber noch drauf Wink. Schätzungsweise wird der Trumm also gut 1000mm lang werden - vorsichtig geschätzt...
Die Positionen der Stoßdämpfer entsprechen übrigens nicht dem Original. Dort wären sie direkt mit den Laufrollenwagen verbunden, aber solch lange Dämpfer wären ein zu großes Risiko, das ich einfach nicht eingehen möchte...



Zum Bau:

Das Fahrgestell plane ich als autarke Komponente ein. Wenn es aufgebaut ist, mitsamt Ketten und Laufrollen, wird es einfach mit dem Chassis verschraubt. Dadurch sollen Reparaturen enorm vereinfacht werden. Ob das so klappt, da bin ich auch noch gespannt - ich arbeite aber darauf hin ^^.

Begonnen habe ich heute mit der Anfertigung der Querlenker.
Grundbaustein sind 3mm Aluminiumplatten. Hier gleich das erste Problem: Die Platten sind Reste daher haben sie auch keine gerade Anschlag- oder Messkante. Trotzdem fand ich einen Weg, die Querlenkerholme anzureißen.
Mir dienten lediglich Winkelmesser, Stahlmaßstab und Zirkel Wink




3 Querlenker pro Seite - bedeutet also 12 Querlenkerholme. Eine Anreißhilfe oder Schablone gab es nicht, was ihr an den zahlreichen Anreißmarkierungen auf den Aluminiumblechen sehen könnt... ^^




Ja, bereits beim ersten war irgendwann die Platte zu Ende - da war es dann aber schon zu spät  Kartonbauer
So sahen die Seitenplatten/Holme direkt nach dem Austrennen aus. Ausgesägt habe ich sie mit der Dekupiersäge - nachbearbeitet sind sie zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht...




Möhrchen
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BeitragThema: Re: Baubericht: Großmodell "Ripsaw" als SUV gebaut von Maik Mohr   Di 8 Nov 2016 - 22:01

Es sieht nach nicht viel Arbeit aus, möchte man meinen, doch glaubt mir Bitte - die Teile anzufertigen ist nicht Ohne. Die Zeit vergeht so dermaßen schnell, dass man nach einem Arbeitsgang auf die Uhr schaut und sich fragt, wo die Zeit hin ist...

Darum mache ich hier auch gleich weiter:

Nun war es daran, die Querlenker aufzudoppeln. Dazu verwende ich 20x10x1,5mm Alu-Rechteckprofile.
Der Form der Querlenker entsprechend, schnitt ich sie auf Länge, entgratete die Kanten und begradigte noch die Sägeflächen. Ausgesägt wurde noch klassisch von Hand - geht am Schnellsten Wink




Nun wurden die Querlenker jeweils paarweise gebohrt. Acht 2,5mm-Bohrungen, jeweils 4 pro Seite, halten die Stabilisierungsprofile sicher und steif auf Distanz.
Bei meinen Recherchen zu dem Fahrzeug stieß ich auf den Baubericht eines Modells, wo die Querlenker nicht aufgedoppelt, sondern aufgerippt waren, also mit Querrippen versehen. Dass das nicht von langer Dauer ist, war wohl dann auch der Grund, warum der Baubericht abgebrochen wurde...

Die Querlenker nach dem Bohren... Die 2,5mm-Bohrungen wurden hier bereits auf 3mm aufgebohrt...




Nach Einbohren der Gewinde zogen jeweils 8 Stck M3-Zylinderkopfschrauben die Seitenplatten an die Versteifungen. Dies geschah jedoch hier nur, um das "Sandwich" in Position zu bringen und auch zu halten...




LG - Maik


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BeitragThema: Re: Baubericht: Großmodell "Ripsaw" als SUV gebaut von Maik Mohr   Mi 9 Nov 2016 - 20:35

Gestern Abend recherchierte ich noch ein wenig um den echten "Ripsaw EV2" - und mittlerweile habe ich ein paar Daten einholen können und war überrascht, wie nah ich mit meiner Skizze tatsächlich am Modell dran bin. Das Original misst laut der Quellen 4,40m, mein Entwurf liegt bei 875mm, was einem Maßstab von 1:5 entspricht.
Im Grunde sind diese Infos aber nur Gimmicks und bringen mich nicht von meinem Weg ab, das Modell dem Original NICHT 1:1 nachzuempfinden. Da es mehrere Ripsaw-Versionen gibt, habe ich eh so ziemlich freisten Handlungsspielraum.

Gestern ergatterte ich bei Ebay ein Special-Drehtool: Einen Mikro-Gewindemeißel. Der ermöglicht es mir, demnächst meine eigenen Stoßdämpfer anfertigen zu können. Der Ripsaw benötigt ja schon mal 6 Dämpfer für die Laufrollenwägen. Dazu kommen dann aber noch 2 XXXL-Dämpfer für die Spannrolle am Kopf des Fahrwerks - und die ist besonders tricky, denn bei der müssen im Teleskoprohr auch die Federn untergebracht werden...
Das ist bislang aber noch recht raue Zukunftsmusik... Wink.


Derzeit hänge ich noch bei den Querlenkern fest.
Nach dem Aufdoppeln musste ich sie noch einer Schönheitskur unterziehen und die "Pickel" ausdrücken Wink - sprich: Die Schraubenköpfe entfernen.
Da "absägen" keine wirkliche Option war, drehte ich also alle Schrauben nach und nach heraus, senkte die Bohrungen an und schraubte VA-Senkkopfschrauben der Größe M3x6mm ein...




Das Ganze dann 12 mal bei 6 Querlenkern.




Abschließend wurden noch die Bohrungen für die Buchsen eingebohrt - jeweils mit einem Durchmesser von 8mm für 6mm Wellen.




LG - Möhrchen







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BeitragThema: Re: Baubericht: Großmodell "Ripsaw" als SUV gebaut von Maik Mohr   Do 10 Nov 2016 - 23:54

Dann langweile ich euch mal weiter lol!

Das Kettenfahrzeug muss später unglaublich hohen Kräften stand halten können. Aus diesem Grund wurden alle Wellenbohrungen so ausgearbeitet, dass sie ausgebuchst werden können.
Im Folgenden fertigte ich nun die hierfür notwendigen Bundbuchsen aus hochwertigem Messing an.

Der erste Bundbuchsensatz hat einen Außendurchmesser 8mm, einen Bohrungsdurchmesser von 6mm und einen Bunddurchmesser von 12mm. Die Buchse ist exakt 5mm breit und teilt sich in 3mm Bohrungseinfassung und 2mm Bundlänge auf.
Da 6 Querlenker vorhanden sind, benötigte ich 12 Bundbuchsen...




Die Buchsen wurden in die Bohrungen eingepresst...




Von innen sah es dementsprechend aus...
2mm Breite haben die Buchsen, weil sie größere Kräfte aufnehmen müssen. An ihnen zerren später die Stoßdämpfer...
Außerdem soll der Freiweg der Kolbenstangenösen auf der Welle so etwas stärker begrenzt werden. Würde man dies nicht tun, würde die Kolbestange irgendwann verkanten und Riefen ziehen...




Es geht weiter mit dem nächsten Satz Bundbuchsen.
Diese haben nun einen Außendurchmesser von ebenfalls 8mm, einen Bunddurchmesser von 11,5mm und eine Bohrung mit 6mm. Die Buchse ist mit 4mm jedoch um 1mm schmaler, da der Bund nur 1mm misst.




Und davon musste ich nun mal eben 36 Stück anfertigen...




Ein Drittel der Buchsen wurde in die Querlenkerbeine eingesetzt. Die untere Buchse sitzt, genau wie die der Federbeine, auf der Innenseite montiert. Durch diese wird später die Welle der Laufwägen geführt.
Die oberen Buchsen sind hingegen von außen eingesetzt, da sie mit dem Rahmen verbunden werden. Die Montage auf der Außenseite hat den Vorteil, dass die Buchse so eine größere Auflagebreite auf der Welle hat. Sind ja doch schon einige Kräfte, die auf den doch recht langen Querlenkern lasten...




Im Gesamtbild...




... und das Ganze 6 mal





Möhrchen






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Millpet
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BeitragThema: Re: Baubericht: Großmodell "Ripsaw" als SUV gebaut von Maik Mohr   Fr 11 Nov 2016 - 9:32

Hallo Möhrchen

Das ist sehr interessant was Du da machst und keinesfalls langweilig.
Was mich aber brennend interessieren würde ist, wie das Teil mal aussehen soll und wie groß das Ganze wird.
Unter Ripsaw als SUV kann ich mir überhaupt nichts vorstellen.

Grüße
Peter
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BeitragThema: Re: Baubericht: Großmodell "Ripsaw" als SUV gebaut von Maik Mohr   Fr 11 Nov 2016 - 19:57

Achso - hatte ich vergessen ^^. Danke, dass du es ansprichst.

Aussehen sollte das Fahrzeug später in etwa so, wie das Fahrgestell im Link - in etwa. Den Leiterrohrrahmen kann ich leider nicht anfertigen, da ich keinen ausreichend dimensionierten Brenner habe.

Code:
https://www.cgtrader.com/3d-models/vehicle/other/ripsaw-ev1


LG - Maik
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BeitragThema: Re: Baubericht: Großmodell "Ripsaw" als SUV gebaut von Maik Mohr   Fr 11 Nov 2016 - 21:09

Die Seitenplatten der Laufwägen - ebenfalls gefertigt aus 3mm Aluminium. Für die 6 Laufwägen sind 12 dieser Teile von Nöten. Alle wurden einzeln auf den Grundplatten angerissen...
Auch hier wieder - keine Schablonen...




Nach Austrennen der Rohlinge...




Die Kanten wurden begradigt, die oberen Ecken vollständig abgerundet, alle Kanten ordentlich gebrochen. Möchte mir ja nicht unbedingt die Pfoten ausreißen, wenn ich den Trumm mal warten muss ^^.




Angerissen wurden die Bohrungen der Radachsen und des Querträgers. Gebohrt wurde zunächst alles mit einem 2mm-Bohrer. Die Bohrungen der Querträger (zur Aufdoppelung) wurden anschließend auf 3mm aufgebohrt...




Im Querrahmen wurden die entsprechenden 2,5mm-Bohrungen mit M3-Gewinden versehen. Die Bohrungen in den Platten habe ich gesenkt.
Zur Montage verwendete ich M3x6 VA-Senkkopfschrauben und Loctite Mittelfest...




Möhrchen





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BeitragThema: Re: Baubericht: Großmodell "Ripsaw" als SUV gebaut von Maik Mohr   Fr 11 Nov 2016 - 21:15

Moin Maik,

die Teile sehen spitze aus. Mal schauen, was beim Rahmen oder Wanne kommt.
Schöne Drehteile.
Lege doch mal bitte beim nächsten Foto ein Teil (z.B. eine 1 Euro Münze) als Größenvergleich dazu.

Loctite - nach fest kommt ab oder kaputt Smile

_________________
Gruß

Stephan

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BeitragThema: Re: Baubericht: Großmodell "Ripsaw" als SUV gebaut von Maik Mohr   Fr 11 Nov 2016 - 21:36

Eher kaputt Wink.
Nein - das Zeugs ist wirklich erste Sahne. Das Fahrwerk unterliegt später großen Vivrationen, allein schon durch die Kettenglieder. Hinzu kommt die extrem hohe Belastung, beispielsweise bei einem Sprung über Bordstein oder der Fahrt über Kopfsteinpflaster. Da darf sich keine Schraube von selbst lösen...


Danke dir sehr für dein Lob. ich gebe mir größte Mühe, dass das Teil später auch erste Sahne ausschaut ^^.


Größenvergleichsfotos ist notiert...
Zur Größe direkt: Die Laufwägenrahmen haben eine Länge von exakt 110mm...


Möhrchen
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BeitragThema: Re: Baubericht: Großmodell "Ripsaw" als SUV gebaut von Maik Mohr   Mo 14 Nov 2016 - 21:15

Hallo Freunde,

ich mache mir gerade richtig Gedanken wegen der Stoßdämpfer, insbesondere wegen der Federn. Im Baumarkt habe ich passendes Aluminiumrohr gefunden, auch passende Edelstahl-Rundstangen, aber der Preis...
Leider führt der Baumarkt auch nicht mehr die Federn im Sortiment, von denen ich vor Urzeiten mal 4 Stück gekauft hatte - ich brauche aber 6...
Zwar hat er noch Federn im Portfolio, jedoch reichen die maximal für die Dämpfer der Kettenspanner. Jedoch sollen 2 (praktisch unbearbeitete und scharfkantige) Federn ganze 3 Euro kosten - und das noch nicht einmal rostfrei und mit Belastungsangaben... Da schaue ich dann doch besser Online...

Mal ein sehr schönes Foto, entstanden an einem echten "Drehtag"... lol!
Eigentlich wollte ich noch einfangen, wie schön der Fließspan abgetragen wird, hat sich dann aber doch nicht ergeben, leider...




Die 20mm Aluminiumwelle wurde zunächst auf 18mm abgedreht.
Anschließend drehte ich auf der rechten Seite einen 3mm tiefen Bund auf 10,15mm ab. Die Bohrung in der Welle hat 8mm.
Nun wurde mit dem Abstechmeißel gearbeitet. Die Schneide wurde an der Außenkante hinter dem Bund angesetzt, der Skalenring genullt und von dort nun mehrere Punkte angefahren:
- Erster Stopp und eine 0,3mm tiefe Fase bei 2mm
- Zweiter Stopp bei 8mm - abgedreht auf 10mm Tiefe
- Dritter Stopp bei 10mm - ebenfalls abgedreht auf 10mm Tiefe

Das übrig gebliebene Scheibchen zwischen 2tem und 3tem Einstich wurde dann entfernt und dem Rest angegleichen...




Der Gewindemeißel hat eine besonders breite und diagonal laufende Klinge. Mit ihm war das Abdrehen eines Konus ideal. Nun sollte auch ersichtlich sein, wofür die eingedrehte Markierung bei 2mm hinter dem Bund gewesen war: Lediglich eine einfache Markierung zum Abdrehen des Konus. Auf diese Weise hat jeder Konsu genau den gleichen Winkel, ohne dass ich das Werkstück noch einmal einspannen muss... - und es sind immerhin 24 dieser Wellenlagerungen anzufertigen...




Die passt wie angegossen. Stellenweise sogar zu gut. Es sollte eigentlich in Richtung Spielpassung gehen, wurde dann doch eine Übergangspassung. Die Lager ließen sich also stark saugend einsetzen, saßen dann aber auch spielfrei an ihrem Platz...




Den ersten Versuch machte ich noch mit einem 4mm breiten Bund - gefiel mir dann aber nicht so gut, sodass ich den später nur noch 3mm tief ausarbeitete...




Und da haben wir Wellenlager Nummer 2...

https://i37.servimg.com/u/f37/19/53/50/73/ketten38.jpg


Die Wellenlager tragen den Namen übrigens nicht ganz zurecht. Sie nehmen zwar die 8mm Wellen der Laufräder auf, sollen sich selbst jedoch nicht mit drehen. Die Lager haben nur die Aufgabe, die Druck- und Stoßkräfte der Achsen auf eine wesentlich größere Fläche zu verteilen. Würde ich die Wellen "hart" im 3mm Aluminium aufhängen, sie wären innerhalb weniger Fahrten komplett verschlissen. So wurde die Auflagefläche von insgesamt 6mm pro Achse auf 26mm pro Achse vergrößert...





LG - Möhrchen
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BeitragThema: Re: Baubericht: Großmodell "Ripsaw" als SUV gebaut von Maik Mohr   Di 15 Nov 2016 - 21:51

Die Detailzeichnungen kommen nach Bedarf - so Stück für Stück ^^. Hier sitze ich noch am Entwurf der Draufsicht... Bislang sind die Laufwägen im Detail sowie Ketten und Umlenkrolle skizziert. Die Antriebsrolle stellt hier jedoch nur einen symbolischen Entwurf dar, da es sich um eine 2-dimensionale Abbildung eines runden Körpers handeln müsste.
Wie gesagt - bislang alles noch Entwürfe...




Kein Entwurf jedoch - der Laufwagen. Dies ist eine Zeichnung im Maßstab 1:1 mit allen notwendigen Details. Passende Seitenansichten folgen noch...
Die Seitenansichten dienen später mehr der Archivierung, die Draufsicht mit dem Schnitt durch Felgen, Rahmen und Buchsen jedoch dem konstruktionellen Aspekt. Beispielsweise werden die Felgen haargenau nach diesem Aussehen gefertigt (mit der Einschränkung der Breite - statt 18 werden es nur 17mm - Troesten




Dazu das passende Foto... Wink




Die Buchsen passen echt gut. Mittlerweile sind auch alle 24 Buchsen angefertigt, keine einzige war Ausschuss. Endlich mal eine gute Quote Wink
Dafür ist mein Rundaluminium-Vorrat ordentlich geschrumpft. Nachschub ist aber bereits auf dem Weg...




LG - Möhrchen



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BeitragThema: Re: Baubericht: Großmodell "Ripsaw" als SUV gebaut von Maik Mohr   Mi 16 Nov 2016 - 21:44

Jetzt wird es ein wenig fummeliger...

Damit die Wellenlagerungen auch fest mit dem Aluminium-rahmen verbunden sind, kommen für mich nur Schrauben als Verbindungselement in Frage. Hierfür riss ich zunächst die Bohrungen auf den einzelnen Wagen an (jede Seite einzeln - direktes Distanz-Durchbohren ist zu ungenau), bohrte diese und übertrug die Bohrungen auf die Lager.
Das Problem war nun, die Lager sicher zu bohren. Da die Lager konisch waren und mein OBI-Maschinenschraubstock schon beim Anschauen die Backen nach oben anlegt, wusste ich sofort, dass das keine exakte Nummer werden würde. Das Werkstück würde sich beim Spannen mit der Backe nach oben wegbiegen und das wäre es dann gewesen.
Also fertigte ich mir eine kleine Bohrhilfe an.
In einen Rest Kiefernholzleiste bohrte ich mit dem Stufenbohrer eine tiefe Bohrung mit 18mm Außendurchmesser im obersten Bohrungsring, und im Grunde war es das schon. Die Lager mussten einzeln mit dem Hammer leicht eingeschlagen werden, was sehr positiv war, denn so musste ich die Lager nicht mehr selbst festhalten, sondern konnte mich voll und ganz aufs Bohren konzentrieren...




Gebohrt ergab sich dieses Bild: 4x 1,6mm-Bohrungen...




Der erste Versuch ist immer der Schlimmste Wink. So hatte ich meine Probleme, das Lager wieder aus de Matritze zu bekommen, weshalb nun auch der vordere Rand ein wenig "deformiert" ausschaut. An der Funktionalität und Passgenauigkiet ändert dies jedoch nichts...




Nun mussten die Bohrungen nur noch ihre M2-Durchgangsgewinde erhalten und abschließend noch fest mit dem Wagenrahmen verschraubt werden. Hierzu nutze ich M2x8 Zylinderkopfschrauben aus Edelstahl...
Und damit sich auch hier die Schrauben nicht von selbst lösen können - Loctite... Wink





LG - Möhrchen









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BeitragThema: Re: Baubericht: Großmodell "Ripsaw" als SUV gebaut von Maik Mohr   Do 17 Nov 2016 - 21:39

Nun bekamen auch endlich die Laufwägen ihre Messing-Bundlagerbuchsen, welche ich bei der Herstellung der Lagerbuchsen des Querlenkers bereits mit angefertigt hatte...




Ich kann nur hoffen, dass man später von der ganzen Arbeit auch ein ganz kleines Stück sehen wird... Wink. Es achtet vielleicht nicht jeder auf solche Details, das geübte Auge aber definitiv ^^.




Die Stunde der Wahrheit - erste Passprobe:
Passt die Achse in die Bundlager und lassen sich Querlenker und Laufwagen zusammensetzen? Na und ob Wink.
Die 6mm Silberstahlwelle lässt sich aber noch recht schwer einsetzen. Irgendwo muss noch ein Grat sein, der da nicht hingehört...




Die etwas lang geratene Achse stört noch ein wenig... Wink
Ich denke aber: So kann man die Konstruktion durchgehen lassen lol!




Möhrchen
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BeitragThema: Re: Baubericht: Großmodell "Ripsaw" als SUV gebaut von Maik Mohr   Sa 19 Nov 2016 - 13:56

Die 6mm Silberstahlwelle wurde nun zu den Enden ca. 1mm tief genutet und dann abgestochen. Zu sehen ist die erste angefertigte Welle, bei der ich noch nicht daran dachte, den beim Drehen entstehenden Verwerfungsgrat gleich mit zu entfernen...

Dafür muss ich sagen: Diese Sicherungsscheiben für Wellen sind wirklich aller erste Klasse. Diese klemmen sehr stark und man braucht definitiv eine Zange zum Aufclipsen, dafür lassen sie sich aber auch umso einfacher und zerstörungsfrei wieder entfernen - Schraubendreher genügt ^^.




Und so schaut das Konstrukt nun zusammengesetzt aus, mit korrekt abgelängter Welle. Gegenüber den einfachen Schrauben-Lösungen habe ich hier den Vorteil, dass die Welle auf beiden Seiten um gerade einmal 2mm übersteht... :-D




Definitiv werde ich diese Sicherungsscheiben sooft verwenden, wie es möglich ist ^^.
Hier sind nun alle 6 Laufwägen mit den Querlenkern...





Und das war auch erst der einfachste Teil. Die schwierigen und langwierigen Bauabschnitte, beispielsweise das Drehen der Laufrollen, kommt erst noch ^^.


Möhrchen Maik
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BeitragThema: Re: Baubericht: Großmodell "Ripsaw" als SUV gebaut von Maik Mohr   So 20 Nov 2016 - 22:07

Nun geht es mit 65mm Kunststoff auf die Drehbank...
Zunächst wurde die Oberfläche, mangels Rundlauf, sauber abgedreht. Anschließend spannte ich das Werkstück um und drehte auch die andere Seite sauber ab. So ergab sich ein sauberer, von beiden Seiten spannbarer Zylinder.




Alle 20mm stach ich eine Ronde ab. Das Problem war jedoch, dass sich das Material beim Eindringen des Abstechmeißels recht schnell erwärmte, sich als teilflüssiger Span neben den Meißel klemmte und diesen aus der Mitte zur Seite wegschob.
Erst nach gut 10 Ronden nahm ich dann Nähmaschinenöl zu Hilfe, was die Reibung um den Meißel deutlich minderte, wenngleich auch nicht auf Dauer...

Die ersten Ronden:




Das "Problem" lässt sich am Besten von der Seite betrachten. Die Oberfläche ist nicht plan, sondern läuft konisch zu...




Als alle 24 Ronden abgestochen waren, wurden sie noch einmal von beiden Seiten einzeln abgedreht.
Zuerst wurde die konische Seite nach außen gespannt und sauber plan abgedreht. Anschließend drehte ich die Ronde und drehte diese Seite auf Sollmaß 17mm ab (18mm war nicht mehr möglich, da die ersten Versuche bereits mit 19mm von der Drehbank kamen - reichte für 18mm nicht mehr aus, ist aber auch nicht dramatisch ^^).




Es folgte eine Vorbohrung mit 14mm Durchmesser. Der spätere Soll-Durchmesser der Durchgangsbohrung liegt dann später bei 18mm.
24 Rollen sind so angefertigt und bereit für die weitere Bearbeitung zu einer Laufrolle. Wer sich nicht verzählt hat: Eine Rolle ist bereits im Drehfutter gespannt ^^.




Möhrchen









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BeitragThema: Re: Baubericht: Großmodell "Ripsaw" als SUV gebaut von Maik Mohr   Mo 21 Nov 2016 - 22:19

Die mittlere 14mm-Bohrung wurde nun auf 22mm aufgedreht, besser gesagt auf exakt 21,95mm. Zwar habe ich einen konventionellen Bohrer mit 22mm Außendurchmesser, jedoch wären diese schon zu groß für eine gute Übermaßpassung zwischen Rillenkugellager und Laufrolle...




Auch hier arbeite ich nach und nach alle Rollen einzeln ab. Das geht wesentlich schneller als jede Rolle erst einzeln komplett mit allen Arbeitsschritten abzuschließen.




Die Passung ist so perfekt, dass das Kugellager mit Hilfe einer 15mm 1/2"-Nuss und einem Hammer eingeschlagen werden musste. Als Sicherheit arbeitete ich zusätzlich eine 1,5mm breite und 1mm tiefe Nut für einen Seegering ein.




Und dieser sichert das Lager nun vollständig gegen Verrutschen... ^^




Möhrchen
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BeitragThema: Re: Baubericht: Großmodell "Ripsaw" als SUV gebaut von Maik Mohr   Mi 23 Nov 2016 - 19:38

Hallo Möhrchen,
bin gespannt, was das zum Schluss dann wird.
Eine tolle Feinmechanische Arbeit hast Du da bisher geleistet!! SUPER
Kannst Du mal ein Bild des Endproduktes einstellen?
Andreas
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BeitragThema: Re: Baubericht: Großmodell "Ripsaw" als SUV gebaut von Maik Mohr   Do 24 Nov 2016 - 9:49

Hallo Andreas,

muss ich schauen, ob ich das heute Abend schaffe.
Derzeit arbeite ich noch an den Radzierblenden.

Diese serden aus einem 35mm Rundaluminiumblock ausgearbeitet und haben eine Dicke von 1mm.
Auf der Innenseite sind sie jedoch mit einem 2mm langen und 18mm breiten Bund versehen, der innen hohl ausgedreht werden muss. Mit einem Bohrer ist das jedoch nicht machbar, da der Bohrer ja eine Spitze hat...
Das geht leider nur mit dem schmalen Abstechmeißel - in jedem Arbeitsgang können maximal 0,3mm ausgedreht werden... das dauert...


Möhrchen
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BeitragThema: Re: Baubericht: Großmodell "Ripsaw" als SUV gebaut von Maik Mohr   Do 24 Nov 2016 - 21:01

Hey Ihrs,

hier ein Video vom Ripsaw EV2. Ich möchte mich an dieser Stelle aber noch einmal wiederholen: Es ist mir nicht möglich, das Fahrzeug maßstabsgetreu herzustellen. Das geben weder meine technischen noch finanziellen Möglichkeiten her. Darum baue ich meine eigene Interpretation dieses Fahrzeugs auf, hoffe aber, dass es trotzdem mindestens genauso spannend und leistungsfähig bleibt.

Code:
http://www.youtube.com/watch?v=9-9uzLBtMtY

LG - Möhrchen
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BeitragThema: Re: Baubericht: Großmodell "Ripsaw" als SUV gebaut von Maik Mohr   Do 24 Nov 2016 - 21:57

Hallo Möhrchen,
ein tolles Fahrzeug. Habe ich noch nie gesehen, bin begeistert!!
Sowas müsste man mal fahren können - Spaß PUR
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BeitragThema: Re: Baubericht: Großmodell "Ripsaw" als SUV gebaut von Maik Mohr   Do 24 Nov 2016 - 23:00

Mich erinnert das Teil auch noch an meine Zeit bei der B-Wehr. Mit den Dingern unterwegs zu sein, machte auch immer wieder Laune, wenngleich auch laut, laut und noch mehr laut. Der Ripsaw ist dagegen sowas von kultiviert... ^^


Mittlerweile sind die Laufrollen fast fertig. Leider habe ich die Kugellager viiiel zu früh eingepresst. Müssen nun leider alle wieder raus. Aber das Foto wirkt trotzdem recht ordentlich ^^.




Es kam vor Kurzem ja die Anfrage nach einem Größenvergleich.
Hier ein dazu ein paar Fotos dazu:




Passend dazu die Laufwägen. Die Euro-Münze macht daneben eine recht gute Figur, besteht sie doch selbst teilweise aus Messing Wink




So wird die Größe aber noch deutlicher sichtbar. Nun stellt euch dazu noch die 60mm Laufrollen und die 15mm Ketten vor (nach unten plus ca. 40mm ab Unterkante Laufwagen), und nach oben noch den Achsschenkelträger, die Stoßdämpferhalterungen, obere Kettenführungsrollen.... Die Münze wird da später wahrscheinlich wie ein Cent gegen wirken Wink.




Ist aber noch ein weiter Weg. Geplant war dieses als "Winter-Projekt" und ich wollte eigentlich im Schnee damit umher donnern. Denke aber, beim derzeitigen Arbeitsfortschritt (aufgrund der vielen und präzise anzufertigenden Bauteile) wird das wohl eher gegen Sommer was werden ^^. Mal schauen Wink.


LG - Maik Möhrchen
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BeitragThema: Re: Baubericht: Großmodell "Ripsaw" als SUV gebaut von Maik Mohr   Do 24 Nov 2016 - 23:08

es crosst sich auch gut im Gras und Schlamm lol!
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BeitragThema: Re: Baubericht: Großmodell "Ripsaw" als SUV gebaut von Maik Mohr   Fr 25 Nov 2016 - 10:21

Abklatschen Da hast du recht. lol!
Auf Schlammschlachten wollte ich aber eher weitestgehend verzichten und mich mehr auf lose Untergründe, hartes und unwegsames Gelände sowie Schnee und Eis konzentrieren.
Wer sich das Video angeschaut hat, weiß nun ganz sicher, was man mit solch einem Vehikel alles anstellen kann - auch Driften ist da kein Problem ^^.


Möhrchen
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BeitragThema: Re: Baubericht: Großmodell "Ripsaw" als SUV gebaut von Maik Mohr   Sa 26 Nov 2016 - 0:04

Weiter geht es mit den Felgen:

Die Kugellager musste ich ja nun leider Gottes allesamt wieder aus den Felgen holen. Also Sprengring raus und die Lager ausgepresst.
Dann ging es auf die Drehbank.
Auch wenn es bedeutete, unverschämt oft die Rollen erneut ein- und auszuspannen, war es trotzdem umso produktiver, jeden Arbeitsschritt einzeln durchzuführen.

zunächst wurde das Felgenbett ausgedreht. 5mm vom Felgenrand entfernt zunächst 2mm tief ausgedreht, weitere 8mm dann um 5mm tief bis zur Felgenmitte.




Im nächsten Arbeitsgang (und erneuten Spannen jeder einzelnen Rolle ^^) wurde die Stufe entfernt und in eine Fase umgearbeitet. Ich machte mir allerdings keine große Arbeit, extra den Kreuzsupport zu drehen, sondern nahm einfach einen Flachmeißel, stellte den 4-fach Stahlhalter quer und drehte die Stufe in 3 Etappen aus:
Ausstechen innen, Ausstechen außen und plandrehen.




Der vorerst letzte Arbeitsgang:
Die Felgen wurden innen auf 16mm aufgebohrt, danach mit einer 0,7mm tiefen und 1mm breiten Nut (Durchmesser also 20mm) versehen. Diese Stufe (Nut) ist allerdings eingedreht. Da diese Nut als Sitz für einen Dichtring gedacht ist, würde ein Bohrer eine Fase einarbeiten und die Tiefe würde nicht mehr stimmen.




Möhrchen


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BeitragThema: Re: Baubericht: Großmodell "Ripsaw" als SUV gebaut von Maik Mohr   So 27 Nov 2016 - 14:18

Es geht wieder auf die Drehbank...

Diesmal mit 35mm Aluminiumwellen... ^^
Die Wellen wurden am äußeren Ende auf einen Durchmesser von 17,85mm abgedreht, auf einer Länge von 3mm.
Mit dem Abstechmeißel wurde nun der innere Kranz bis zu einer Bundstärke von 1mm ausgedreht.




Mit einer Materialstärke von 1,5mm stach ich die Ronden schließlich ab. In diesem Rohzustand werden die Ronden bis zur Weiterverarbeitung verbleiben. Dieser Arbeitsschritt war einer der langwierigsten, da ich den Kreuzsupport ständig zwischen Abstechen, Abdrehen und Ausdrehen verschieben musste.




Derzeit arbeite ich noch immer an diesen "Radzierblenden" mit Dichtfunktion... ^^






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