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 Fertig - Die Bellona 1760 bis 1814 gebaut von Helling

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BeitragThema: Fertig - Die Bellona 1760 bis 1814 gebaut von Helling   Di 14 Nov 2017 - 15:16

Baubericht von Helling

Die HMS Bellona wurde nach drei Jahren Bauzeit 1760 von Stapel gelassen. Sie stand während 53 Jahren, als Linienschiff, im Dienste der Royal Navy. Die Bellona wurde als 74 Kanonen-Kriegsschiff gebaut, doch im verlaufe der Jahre wurde sie etwas aufgerüstet.
Einige technische Daten: (Angaben aus Wikipedia)

Namensgeber:           Die Kriegsgöttin Bellona  (Tochter des Gottes Mars)
Dienstzeit: Royal Navy  1760-1813

Verdrängung: 1617 T
Länge: 51,2 m
Breite:                14,3 m
Tiefgang: 6,02 m
Besatzung: 550 Mann (gibt auch Beschreibungen mit 650 Mann)


Bewaffnung:

- 28 x 32-Pfünder     Batteriedeck

- 28 x 18-Pfünder     im unteren Batteriedeck
     
- 14 x  9-Pfünder      am Oberdeck + ab 1812   6 x 12-Pfünder  +   8 x 32-Pfünder Carronaden

- 4 x 9-Pfünder         am Hüttendeck  ab 1812   2 x 12 Pfünder  +   2 x 32-Pfünder Carronaden

Für den Bau habe ich mir einen Baukasten von Corel besorgt. Es ist mein zweites Holzschiff, welches ich bauen will. Wer da denkt, ein Baukasten, das ist eine einfache Sache, der irrt sich gewaltig. Wohl hat man viele Stücke in der Rohform, aber eben in der Rohform. Diese Teile, so überzeugend sie auch aussehen mögen, müssen zurecht gefeilt, geschliffen und eingepasst werden. Schon bei ersten Schiff, die US Constitution, stellte ich fest, dass es praktisch keine Teile gibt, welcher sich ohne Anpaßarbeiten zusammensetzen lässt. 
Als erstes versuchte ich eine Inventarkontrolle des gelieferten Materiales zu machen. Aber schon bald stellte ich fest, dieses Vorhaben würde mir Tage oder Wochen kosten. Also gibt es für mich nur eine Lösung, nämlich dem Lieferanten Vertrauen zu schenken. 
Die beigelegten Baupläne sind bei der Bellona von Corel sehr reichhaltig und auf den ersten Blick gut.



Nun stehe ich am Anfang des Projektes und habe mit feilen und Zurechtschleifen begonnen. Damit habe ich bereits schon die ersten 12 Stunden verbracht. Dann folgte das erste zusammenleimen, doch am folgenden Morgen bemerkte ich einen Fehler. Also mühsames lösen der Verleimung am Heck, neues Anpassen des Spiegels und wieder verleimen. Zum Glück ist das noch ohne Schaden an den Holzstücken geglückt. 
Gemäss der Beschreibung werde ich mich nun an die Beplankung machen.










Bei der Kontrolle der verleimten Spannten stellte ich fest, dass sich die Kontrollleiste nicht an den Spannt 8 anschmiegte, also mit einem Leistchen korrigieren. Damit die Biegung dem Spannt entsprach habe ich mit einem geänderten Lötkolben das Leistchen zurechtgebogen und anschliessend mit Schnellkleber verleimt. Dann wieder geschliffen, bis der Spannt endlich die gewünscht Passform erreicht hatte. Das Biegen von Leisten, mit Hilfe eines heissen Lötkolbens
habe habe ich im Internet aufgefischt und das funktioniert besser als wenn ich die zu biegenden Leisten in‘s Wasser lege.
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BeitragThema: Re: Fertig - Die Bellona 1760 bis 1814 gebaut von Helling   Di 14 Nov 2017 - 15:19

Hallo Kurt

Da freut sich mein Bastlerherz wenn er sieht dass Du einen Baubericht machst über den Bau der Bellona aus Holz. huepfen

Grüße
Peter

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BeitragThema: Re: Fertig - Die Bellona 1760 bis 1814 gebaut von Helling   Di 14 Nov 2017 - 16:15







Gemäss den Bauunterlagen hätte ich das Hauptdeck gleichzeitig mit dem Einbau der Spannten einsetzen müssen. Das habe ich aber absichtlich nicht getan, denn da hätte ich, aus früherer Erfahrung, mit der Fixierung der verschiedenen Teile Mühe gehabt. Also habe ich zuerst die Spannten, exklusive dem Spannt 13, weil das Deck unter den Spannt zu liegen kommt, verleimt und trocknen lassen.
Mit Atem anhalten und vorsichtigem verbiegen der Spannten ist es ohne Schaden gelungen das Hauptdeck einzubauen und zwar so genau, dass es richtig Spass macht. Zur späteren Arbeitserleichterung habe ich mit dem Bleistift einige Linien, parallel zur Längsachse des Rumpfes, gezogen, was mir dann beim Verleimen der Decksbeplankung mit der Ausrichtung zur Längsachse hilft.



Um den Bugspriet einzupassen habe ich mit dem Dremmel ein Loch durch den vordersten Spannt gefräst. Das ging noch einigermassen einfach, denn der Winkel des Bugsprieds ist durch das vorgesägte Kielholz gegeben.

Als nächster Schritt folgte der Einbau der Halterungen für die Kanonen-Halbrohre. Doch mit der vorgesehenen Befestigung konnte ich mich nicht anfreunden. Im Bauplan ist vorgesehen, die Halterungen nur an zwei Planken anzuleimen (das sind dann nur vier kleine Punkte welche an den Planken anliegen). Ich dachte mir, wenn die Kanonenpforten zurecht gefeilt werden müssen, stösst man sicher mit der Feile an, und so kann leicht eine Halterung losgelöst werden. Also habe ich die Halterungen mit zusätzliche Hölzern gesichert.




Damit mir das Anreissen der Kanonenpforten erspart blieb, habe ich zuerst nur eine Planke über die Rohrhalterungen gelegt. So konnte ich mit der Fräse die eine Hälfte der Pforte problemlos ausfräsen. Anschliessend die zweite Planke befestigen und schlussendlich auch die zweite Hälfte der Pforten ausfräsen. Auf die gleiche Weise will ich nun auch die Pforten der Kanonen auf dem Hauptdeck und Puppdeck anbringen.
















Bitte beurteilt mich nicht falsch, wenn ihr im Hintergrund eine Flasche Sekt entdeckt. Die dient lediglich zum Benetzen der Leisten lol!

Das Beplanken hat einiges an Zeitaufwand gekostet und dabei ist das ja erst die Rohbeplankung (erste Rumpfbekleidung).  Doch nun erfreut mich das, denn die Rumpfform ist korrekt, ohne Formabweichungen entstanden. Die Einpassarbeiten gegen den Schluss haben mir echt Freude bereitet. Die einzupassende Planke habe ich zuerst in die exakte Länge geschnitten. Anschliessend habe ich die verbliebene Öffnung zwischen den Planken ausgemessen, z.B. die Länge der grössten Spalte gemessen und angezeichnet, dann auf die einzusetzende Planke übertragen. An der Schleifmaschine konnte ich dann die Abschrägungen zurecht schleifen bis das Plankenstück genau in die offene Stelle passte.


















Mehr Zeit als ich gedacht habe brauche ich um die Geschützpforten zu bearbeiten, aber wie heisst es so schön, Geduld bringt Rosen, aber zuerst Knöpfe



Es ist notwendig, die Halterungen der Kanonen-Halbrohre schwarz einzufärben, damit man nicht sieht dass nur Halbrohre an Stelle von ganzen Kanonen eingebaut sind




Am und Spiegel und am Bug ist bereits wieder ein Fortschritt zu sehen und auch die zweite Beplankung habe ich in Angriff genommen.







Das währ's für heute, Fortsetzung folgt, mit freundlichen Grüssen Kurt
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Renee
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BeitragThema: Re: Fertig - Die Bellona 1760 bis 1814 gebaut von Helling   Di 14 Nov 2017 - 20:48

n'Abend Kurt...
Ganz große Klasse das Du den Baubericht einstellst. Daumen
Und mit Verlaub: Schaut tadellos aus. kleiner Applaus
Gruß, Renee
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Peter Fischer
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BeitragThema: Re: Fertig - Die Bellona 1760 bis 1814 gebaut von Helling   Mi 15 Nov 2017 - 3:45

Hallo Kurt

Perfekte arbeit möcht ich sagen! und, super Bilder die da jemand macht.

Gruss Peter
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Kurti
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BeitragThema: Re: Fertig - Die Bellona 1760 bis 1814 gebaut von Helling   Mi 15 Nov 2017 - 8:17

Hallo Kurt,

deine Arbeit gefällt mir sehr gut das wird mit Sicherheit ein schönes Schiff.
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Lothar
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BeitragThema: Re: Fertig - Die Bellona 1760 bis 1814 gebaut von Helling   Mi 15 Nov 2017 - 9:57

Hallo Kurt ,
das sieht alles sehr gut aus bis jetzt . Die erste Beplankung ist Top ein wenig schleifen und es ist glatt ,
der richtige Untergrund für die zweite Beplankung .

Gruß Lothar
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BeitragThema: Re: Fertig - Die Bellona 1760 bis 1814 gebaut von Helling   Mi 15 Nov 2017 - 13:59

Guten Tag,
Zuerst herzlichen Dank für die lobenden Worte. Es muntert immer auf, wenn man feststellt dass andere Mitglieder Freude an den eingestellten Texten und Bildern hat.
Nun aber geht es weiter mit dem Bericht.

Das Anbringen der zweiten Beplankung gab einiges an kniffligen Arbeitsgängen. Zuerst das Anpassen der Planken an die Rundungen des Schiffes, dann das Verleimen. Damit ich einigermassen zügig vorangekommen bin, bediente ich mich mit Sekundenkleber, was aber gar nicht so einfach war, denn der Kleber klebt sogar die Finger zusammen und beim Verarbeiten entstehen durch das Anpressen der Hölzer, mit dem heissen Lötkolben, ätzende Dämpfe.
Zuerst habe ich immer mit einer Schutzmaske gearbeitet, eine mühsame Arbeit und die Augen brennen nach einer gewissen Zeit. Doch später habe ich einen Schnellkleber von Uhu gefunden, welcher ohne Lösungsmittel hergestellt wird. Dieser Klebstoff zieht etwas langsamer, hat den Vorteil, man kann noch während einer Minute etwas die Position verändern, aber ohne Schutzmaske zu arbeiten ist schon angenehmer.



Nach dem Anbringen der zweiten Bepflanzung ist das Bearbeiten der Geschützpforten schon etwas heikler und ich habe immer etwas zu wenig Geduld zum Warten, da kann es immer wieder vorkommen, dass die eine oder andere Beplankungsleiste losgelöst wird. Vielleicht lerne ich das nochmals in meinem Leben Troesten









Achtung! mit dem neuen Uhu Schnellkleber muss man doch etwa 15 - 20 Minuten warten bis die Verbindung bearbeitet werden darf.




Nun ist die zweite Beplankung glücklich angebracht und bereits geschliffen. Somit konnte ich mit dem Anbringen der Heckfenster und dem Balkongeländer beginnen. Beim Anpassen ist mir dabei ein Teil des Balkongeländers weggespickt. Trotz langem Suchen fand ich dieses Teilchen nicht mehr. Zum Verzweifeln, denn dieser Teil konnte ich nicht selbst anfertigen, denn es handelt sich da um ein Teilchen aus einer Photogravurplatte. Was nun? Die Lösung war, an die Firma Corel in Mailand zu schreiben, mit der Bitte, ein Teilchen nachzuliefern.
Zwei Stunden nach dem Verschicken der Mail erhielt ich von der Firma die Mitteilung, dass das fehlende Teilchen Nummer 229 in einem Briefumschlag auf die Post gebracht wurde. Kaum zu glauben, aber nach vier Tagen lag das gesamte Geländer der Photogravurplatte auf meinem Schreibtisch. Diese Lieferung erfolgte absolut kostenfrei. Ein grosses Lob auf diese Firma Corel und ich glaube, einen besseren Kundendienst kann es gar nicht geben.





Nun, nach dem Malheur konnte es weiter gehen und langsam nahm der Heckspiegel das gewünschte Aussehen an.
Man könnte glauben, es währe mein erster Modellbau, denn schon schleicht sich der nächste Fehler ein gbs1

Um das Ruder anzubringen müssen die Beschläge für dasRuder und das Schiff gefertigt werden. Anschliessend habe ich zuerst die Ruderbeschläge angebracht und ausgerichtet.
Als zweites befestigte ich die Beschläge, mit Hilfe des Ruders, am Schiff.
auf jeden Fall lässt sich nun das Ruder ohne Probleme bewegen





Wie ich plötzlich entdecken musste, ist mit der Aufhängung des Ruders etwas falsch gelaufen und so musste ich das korrigieren. Die Beschläge am Ruder müssen natürlich in die Aussparungen des Ruders und es muss auch eine Turbulenzrille in der Austrittskannte des Ruder vorhanden sein.





Die Turbulenzrille am Ruder wurde zur Verbesserung der Ruderwirkung angebracht (Strömungsabriss bei grossem Ruderausschlag verhindern)



Gräting? Wie bringt man die wirklich im rechten Winkel hin? Da hatte ich mir aus einer Kunststoffplatte Quadrate ausgeschnitten und anschliessend mit dem vorgesehenen Holz einen Rahmen geleimt. So konnte ich anschliessend die eingefrästen Hölzer einlegen und erhielt eine Gräting die wirklich einen rechten Winkel aufweist. Nur mit der Qualität der Hölzer war ich nicht so ganz zufrieden, denn die Ausfräsungen waren breiter als die Hölzer welche eingefügt werden. So besteht immer die Gefahr, dass ein Steg seitlich in den Ausfräsungen kippt und die Abstände der Stege nicht mehr zum Stimmen kommen. Doch leider habe ich, um diese Hölzer selbst zurecht zu schneiden, keine Maschine welche mir das Ausfräsen solcher Hölzer gestattet.







Nun hatte ich herausgefunden, dass ich am besten die vorgefertigten Rahmen auf ein Klebband lege, dann die vorgefrästen Hölzchen auf dem Klebband ineinander füge, denn so lassen sich die Stegabstände einigermassen ausrichten.





Jetzt das grosse aber, die Grätige haben mir nicht gefallen , sie waren zu unregelmässig. So wechselte ich das Grätingmaterial , denn mit den Grätingstegen der Firma Corel war ich nicht zufrieden. Die Grätinstege der Firma Krick sind um vieles genauer geschnitten. Also die ganze Arbeit von neuem und  die fertigen Grätinge sind viel genauer und schöner geworden.





Als nächste mussten die sichtbaren Kanonen mit Seilen verzurrt werden bevor ich die Laufstege montieren konnte. Doch zuerst hiess es die Verzurrbeschläge herstellen, denn die im Baukasten gelieferten Beschläge sind im Massstab 1:100 zu gross.
Um die Beschläge anzufertigen habe ich einen Holzklotz mit einem halb eingeschlagenen Nagel benutzt, damit ich mit Draht die Befestigungsringe herstellen konnte.













Beim Zusammenstellen der Bugverkleidung gibt es einiges Kopfzerbrechen, denn die Baupläne sind nicht optimal und ich muss da einiges ausprobieren bis es klappt.









Den Zeitaufwand für die Konstruktion der drei Masten hatte ich klar unterschätzt, denn das Anbringen der verschiedenen Teile ist gar nicht so einfach wie ich mir das vorgestellt hatte. Zudem störte es mich, dass ich dehn Rumpf dauernd drehen musste und damit die Gefahr bestand, dass etwas abgebrochen oder verbogen wird. Um dieses ständige  verschieben des Rumpfs zu beenden, bastelte ich einen Ersatzrumpf, welcher weniger empfindlich ist.



Um die Messingbänder zu montieren hatte ich verschiedene Methoden versucht und dabei herausgefunden, es ist das Beste die Bänder auf die richtige Länge zurecht zu schneiden und direkt an der vorbestimmten Stelle zusammen zu löten. Da sich die Masten nach oben etwas verjüngen muss jedes Band einzeln angepasst werden.



Die Seile um die Masten fixierte ich mit einem Tupf Schnellkleber um sie nach dem trocknen um den Mast wickeln. Am Schluss nochmals ein Tupf Kleber und alles sieht gar nicht schlecht aus.

Weiter geht es mit den Mastkörben. Es ist von Vorteil, die Eselshäupter erst nach der Anbringung der Mastkörbe fest zu verleimen.





Bevor ich mit den Arbeiten an der Takelage beginnen konnte, musste ich meine Baupläne so vervollständigen, dass man auf den ersten Blick die Dimensionen der Seile und Blöcke sieht. Eine etwas mühsame Büroarbeit, aber unbedingt notwendig. Die Pläne sahen dann etwa so aus:





Das Holz der Salinge fertigte ich aus Vierkantleisten welche ich nach der Formgabe auf einem Tischblatt  mit Klammern fixierte um sie zu verleimen.





Die Masten sind provisorisch gestellt, jetzt kann die Arbeit mit den Rahen, dem stehenden- und laufenden Gut beginnen.





Doch schnell stellte ich fest, dass die verschiedenen Blöcke mit zu kleinen Bohrungen versehen sind, also mit dem Handbohrer, 1mm und 0,8mm sämtliche Blöcke nacharbeiten. Diese Arbeit sollte nicht mit einer Maschine  (Dremmel oder ähnliches) durchgeführt werden, denn die Gefahr des weglaufens des Bohrers ist viel zu gross.





Die Rahen komplettierte ich vor dem anhängen an den Mast mit Fussleinen Blöcken Jungfern und Leesegelbäumen.





Beim Vorbereiten der kleinen Blöcke habe ich mir von neuem einen Holzblock vorbereitet um das Garn mit wenig Mühe am Block zu belegen.



Die 3 Nadeln sind so angeordnet, dass der Block über die mittlere Nadel gesetzt werden kann. Die 2 äusseren Nadeln verhindern ein ausschwenken des Blockes nach lins oder rechts, denn sie sind zu eng am Block anliegend. Nun wird das Seil auf dem Block platziert und an der Stirnseite mit wenig Schnellkleber fixiert.



Jetzt muss das Garn zentriert werden, ganz wenig Schnellkleber auf das zugedrehte Seil und fertig ist die Fixierung des Blockes.



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BeitragThema: Re: Fertig - Die Bellona 1760 bis 1814 gebaut von Helling   Mi 15 Nov 2017 - 15:23

Sad Bin kurz rausgeflogen, doch es geht weiter







Die Masten sind gesetzt, doch rate ich jedem an, vor dem Verleimen der Masten die Pläne nochmals genau zu studieren. Ich vergass da einige Blöcke, welche ich nun mühsam unten an den Mastkörben anbringen muss.



Für das Anbringen der Warten, Webeleinen usw. ist es am besten auf den Plänen die Gesetzten Garne anzukreuzen. So ist man am Schluss sicher, dass auch wirklich das laufende bzw. stehende Gut montiert ist.
Auf die verschiedenen Garnstärken muss besonders geachtet werden, denn die Masten sind nicht alle mit der gleichen Taustärke ausgerüstet.
Im Nachhinein bemerke ich, dass es einfacher gewesen währe, wenn die Wanten vor der Montage der fertigen Masten angebracht würden. Also zuerst die unteren Mastteile montieren, dann die Wanten anbringen. Anschliessend die Mittelteile der Masten setzen und wieder die Wanten anbringen um schlussendlich die obersten Mastteile zu montieren.
Bei den Wanten ist zu beachten, dass nur die Wantenseile vom Hauptmast und Fockmast die gleiche Dimension haben. Der Besanmast wird durch Seile mit einem kleinerem Durchmesser gehalten.
Erst wenn die Wanten und Webeleinen montiert sind werde ich beim nächsten Modell die Rahen aufhängen.

Etwas hat mich beim Montieren der Brassen beschäftigt, nämlich sind da die Taue straff gestreckt oder hängen sie durch? Nach Angaben von Spezialisten und Recherche in Büchern bin ich zum Schluss gekommen einige Taue durchhängen zu lassen. Der Grund: Würden die Brassen straff gespannt, das Schiff im Regen stehen, kommt ja in England oft vor, so würden sich die Seile oder Taue zusammenziehen und somit die Rahen herunterreissen.
Nun ist das Problem wie kann ich die störrischen Garne bei meinem Modell durchhängen lassen, dass es wie echt aussieht? Eigentlich ganz einfach, die betreffenden Taue mit Durchhang  befestigen und anschliessend mit einem kleinen Gewicht etwa 24 Stunden belasten (siehe Bilder unten)





Lange zögerte ich die Besanrute anzubringen, denn es war mir einfach nicht klar, wie sie am Besannst befestigt wurde. Doch was lange währt wird endlich gut. Am Besanmast brachte ich ein Ring mit Rollen (Rack) an, die Besanrute daran befestigt und so kann die Rute in jeder Richtung problemlos verstellt werden.





Natürlich gehört mindestens 1 Beiboot zum Schiff und dafür kaufte ich eine Schale 1:100. Mit kleinen eingeleimten Holzleisten imitierte ich die Spannten. Für die Ruder benutzte ich Rundholz, welches ich auf einer Seite für die Ruderblätter auffräste, dann konisch zugeschliffen und die Ruderblätter eingepasst habe.







Nun noch die Pfortendeckel der Kanonen. Da habe ich Messingnägel gekrümmt und in den Scharnierbeschläge eingeführt, dann die Löcher in den Rumpf gebohrt und die Nägel eingeklebt. So war es dann möglich die Öffnungswinkel aller Pfortendeckel ohne Probleme auszurichten.









Nun noch einige Bilder des fertigen Modells.













Es war immer meine Absicht, die Bellona im Naturholzzustand zu belassen und keine Farben anzubringen. So wird das Auge des Betrachters nicht von Farben abgelenkt und man sieht jedes Detail. Dies hat den Nachteil, man kann die kleinen Fehler nicht mit Farbe überdecken, aber das ist mir egal. Man sollte beim Modell nicht die Fehler suchen, sondern sich über die vielen Details des Schiffes erfreuen.
Sollte jemand Fragen an mich haben, so bin ich auch unter
Code:
 k.maz@sunrise.ch
zu erreichen, dabei nehme ich auch gerne Anregungen für ein nächstes Modell entgegen.
Mit herzlichen  Grüssen Kurt Mazenauer

N.b. Das neue Modell ist bereits in Arbeit, die Victory von CalderCraft.
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BeitragThema: Re: Fertig - Die Bellona 1760 bis 1814 gebaut von Helling   Mi 15 Nov 2017 - 15:43

Hallo Kurt

Was soll man da noch schreiben oder sagen?????
Ich bin sprachlos und kann mit Worten nicht ausdrücken wie gut mir das Modell gefällt.
Denn dafür müssten neue Worte erfunden werden.
Was hier an Takelage angebracht ist, ist super
Vor solch eine Leistung kann ich mich nur verbeugen

Grüße
Peter

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BeitragThema: Re: Fertig - Die Bellona 1760 bis 1814 gebaut von Helling   Mi 15 Nov 2017 - 17:22

Hi Kurt...
Mir schwinden die Sinne bei Deinem Baubericht.
Das muß ich nun erst mal verdauen um ihn anschließend noch einmal
und in aller Ruhe noch einmal zu lesen / zu schauen.
Im Moment bin ich noch zu sehr mit ehrfürchtigem Staunen beschäftigt.
Gruß, Renee
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BeitragThema: Re: Fertig - Die Bellona 1760 bis 1814 gebaut von Helling   Mi 15 Nov 2017 - 19:15

Hallo Kurt,

Peter und Renee haben alles geschrieben, das Modell ist einfach nur Wahnsinn.
Ich muss mir das auch nochmal in aller Ruhe anschauen.
Die Takelage ist super und sieht super aus, das hat mich bisher immer vom Bau solcher Modelle abgehalten.

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Gruß

Stephan

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BeitragThema: Re: Fertig - Die Bellona 1760 bis 1814 gebaut von Helling   Do 16 Nov 2017 - 6:35

Hallo Kurt !

Das Modell hat Museumsqualität. Einfach schön und gut fotografiert. Respekt Bastelgott
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BeitragThema: Re: Fertig - Die Bellona 1760 bis 1814 gebaut von Helling   Do 16 Nov 2017 - 8:01

Guten Morgen Kurt,

hierzu möchte ich sehr viel sagen, kann es aber nicht.
Grund: Es fehlen mir die Worte welche beschreiben was
ich beim Betrachten der Bilde und beim Lesen des Geschriebnen
empfinde.
Ich bin ein großer Fan dieser Segelschiffe und deren Modell.
Daher freut es mich ganz besonders, dass aktuell so viele Segler
hier in unserem Forum gebaut werden.
Leider hat die Natur es bei mir selbst nicht vorgesehen, dass ich in der
Lage wäre solch(e) ein Modell selbst zu erbauen.
Aber ansehen und freuen - ja das gelingt mir.
Und das gilt für alle Bauberichte mit Seglern, auch wenn ich das
nicht im Einzelnen geschrieben habe.

Und die Aussicht auf den Bau der Victory....

Respektvolle Grüße

XEDOS
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Helling
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BeitragThema: Re: Fertig - Die Bellona 1760 bis 1814 gebaut von Helling   Do 16 Nov 2017 - 9:42

Hallo Ihr lieben Forumsfreunde,
Jetzt bin ich bewegt und sehr überrascht ob den vielen schönen Kommentare über den Baubericht. Ich danke euch und das spornt mich dazu an, auch über den Bau der Victory ein Baubericht zu erstellen.
Nochmals vielen Dank und herzliche Grüsse Kurt verbeugen
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BeitragThema: Re: Fertig - Die Bellona 1760 bis 1814 gebaut von Helling   Do 16 Nov 2017 - 10:35

Hallo Kurt,
nicht nur das Schiff ist interessant, der Bau ist super geworden und mir gefällt auch die Art, wie du den Baubericht schreibst. Alles toll!

Gruß Günter
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Lothar
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BeitragThema: Re: Fertig - Die Bellona 1760 bis 1814 gebaut von Helling   Do 16 Nov 2017 - 19:21

Hallo Kurt ,
das ist ein außergewöhnliches Modell , ich bin begeistert . super  großes ok

Gruß Lothar
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BeitragThema: Re: Fertig - Die Bellona 1760 bis 1814 gebaut von Helling   Gestern um 12:00

Hallo Kurt,

bist Du sicher, dass Du auch wirklich alle Strippen angebracht hast????

Einfach unbeschreiblich!! Großer Applaus Bastelgott Ja

Gruß
Henninh
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Fertig - Die Bellona 1760 bis 1814 gebaut von Helling
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